Original von Hjalmar Sörensen
Ja. Der Punkt ist, dass es sowohl in einer Republik wie auch in einer Monarchie immer einen Herrscher gibt, und der Monarch erfahrungsgemäß tendenziell die verlässlichere und stabilere Ordnung garantiert.
Sprich: die konservativere und verkalkte - und am historischen deutschen Beispiel auch die undemokratischere und militaristischere Ordnung. Das lässt tief blicken...
Und die meist nur relative "Mehrheit" von rousseauscher Philosophie, die einen Republikaner-Führer zum Herrscher erwählt macht dessen Herrschaft nicht legitimer als die eines angesehenen Monarchen.
Jo, der Prügel- und Pinkelprinz ist ja DER angesehendste Deutsche überhaupt.
Und könnte es nicht sein, dass eine inzestverseuchte überpriviligierte Kaste, die ihre Legitimation auf so einen Mummenschanz wie das Gottesgnadentum beruft nicht doch irgendwie hinter der Volkssouveränität zurücksteckt?
Nur so ein kleiner Gedanke, angesichts eines (mehr oder weniger) laizistischen Staates und einer pluralistischen Gesellschaft mit verschiedensten Religionsgruppen, Agnostikern, Atheisten oder zumindest Konfessionslosen?
Außerdem ist so ein Monarch auch absolut unpraktisch, wenn es mal ans Absetzen geht. Hierzulande gibt es ja immerhin ab und zu mal Wahlen und zwischendrin die Möglichkeit eines Misstrauensvotums, in den USA haben sie ihr Amtsenthebungsverfahren - im dümmsten Fall wird halt auch mal ein republikanischer Staatsmann umgebracht, gut. Aber bei diesen Blaublütern bleibt ja wohl fast nur die Guillotine übrig, um ihn loszuwerden. Das ist schon recht barbarisch und unwürdig, selbst für solche Schnösel.