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Original von Palin Waylan-Majere
Ich muss doch sehr bitten. Jede Arbeit muss so entlohnt werden, dass ein soziokulturelles Existenzminimum - sprich ein menschwnwürdiges Leben - gewährleistet ist. Die Wehrpflicht soll auch nicht darauf hinauslaufen, junge Menschen jahrelang des Nachts durch Sumpfgebiete robben zu lassen, sondern sie für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Die Einsatzgebiete sollen dabei je nach persönlicher Eignung gewählt werden und wer sich um pflegebedürfte Familienmitglieder oder Kinder kümmern muss soll ebenso von der Dienstpflicht befreit sein wie diejenigen, die bereits einen festen Ausbildungsplatz haben oder denen gegenüber der Wehr(ersatz)dienst körperlich oder psychisch nicht zumutbar ist.
Ich weiß wirklich nicht, welche Ihrer Aussagen ich nun am entsetzlichsten finden soll...

Erstens wollen Sie Menschen, die im Stande wären entsprechend hochdotierte wirtschaftliche Lesitungen zu erbringen statt dessen zwingen, für eine Entlohnung auf der Höhe des soziokulturellen Existenzminimums zu arbeiten.

Zweitens sprechen Sie Menschen das Recht und die Fähigkeit ab, selbst die für ihre Ziele im Leben richtigen Bildungsentscheidungen zu treffen und entsprechende Bildungsangebote anzunehmen, sondern wollen Sie während ihres Dienstes in den Streitkräften auf den für sie angeblich rechten Weg bringen.

Drittens wollen Sie die, die offensichtlich sonst auch nichts taugen, von der Sklaverei ausnehmen, und nur die Leistungsfähigen knechten?!

O - mein - Gott...
 

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Landesministerin der Westlichen Inseln a. D.
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Original von Hajo Poppinga
Richtig und aus diesem Grunde besteht die Möglichkeit der Teilnahme und Einwirkung auf unsere Union, einzeln oder in Verbindung mit anderen. Nur damit Sie mich richtig verstehen, möchte ich darauf hinweisen, daß ich das Wort der allgemeinen Dienst- und nicht der Wehrpflicht führe.
Einzeln? Was kann eine einzelne Person in einem Volk von Millionen bitte beeinflussen? Ob nun irgendein König, Kaiser oder Fürst mich zum Frondienst verpflichtet, oder meine Nachbarn "demokratisch" beschließen, dass ich irgendeine Dienstpflicht zu erfüllen habe - wo ist der Unterschied?
Niemand würde bei einer allgemeinen Dienstpflicht zum Einsatze seines Lebens gezwungen, denn die Teilnahme am Militärdienst wäre lediglich eine Option.
Was ist es für ein Leben, zur Verrichtung unfreiwilliger Arbeit gezwungen zu werden, ohne Recht diese aufzugeben oder frei über seinen Lohn zu verhandeln?
Der Sklave hat auch keine systemimmanente Möglichkeit der Änderung; der Bürger schon.
Siehe oben
 

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Landesministerin der Westlichen Inseln a. D.
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Original von Melissa Adelaide
Erstens wollen Sie Menschen, die im Stande wären entsprechend hochdotierte wirtschaftliche Lesitungen zu erbringen statt dessen zwingen, für eine Entlohnung auf der Höhe des soziokulturellen Existenzminimums zu arbeiten.
Das ist ja nun großer Quatsch. Die Wehrpflicht (oder Dienstpflicht, die konkrete Ausgestaltung muss man sicher eruieren) soll keine Sklaverei sein, sondern bezahlte Arbeit im Interesse der Allgemeinheit.
Zweitens sprechen Sie Menschen das Recht und die Fähigkeit ab, selbst die für ihre Ziele im Leben richtigen Bildungsentscheidungen zu treffen und entsprechende Bildungsangebote anzunehmen, sondern wollen Sie während ihres Dienstes in den Streitkräften auf den für sie angeblich rechten Weg bringen.
Auch falsch. Das sollen Bildungsangebote sein, die die Ausgaben für das Militär auch einem zivilen Nutzen zuführen. Niemand soll dort gezwungen werden, diesen oder jenen Beruf zu lernen. Vielmehr schwebt mir ein Optionsmodell vor, nach dem jede(r) selbst entscheidet, welchen Teil der Streitkräfte oder welchen sozialen oder ökologischen Dienst er/sie absolvieren will. Nach einer Basiszeit - sagen wir 6 Monate - kann man sich dann entscheiden, ob man entweder in einen anderen Zweig wechselt, den Dienst beendet oder eine weitere Dienstverplfichtung eingeht und sich für einem Beruf ausbilden lässt.
Drittens wollen Sie die, die offensichtlich sonst auch nichts taugen, von der Sklaverei ausnehmen, und nur die Leistungsfähigen knechten?!
Sie hingegen wollen paranoid-schizophrene Menschen an Geschützstellungen arbeiten lassen, während Menschen mit angeborenem Herzklappenfehler Dauerläufe absolvieren müssen, wie? =)

Was sagen Sie eigentlich zur Schulpflicht, Miss Adelaide? Gefängnis, Sklaverei, Konzentrationslager - oder fallen Ihnen noch abstrusere Vergleiche ein?
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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Beitrag von Ot Helfsen »

Original von Helen Bont
Was das Thema Wehrpflicht angeht, werde ich mich einer ernsthaften und inhaltlich fundierten Diskussion nicht verschließen.
Die Bürgermeisterin von Deutschland in Dionysos hätte es nicht besser sagen können. ;)
 

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Ot Hennerk Helfsen
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Beitrag von Helen Bont »

Original von Melissa Adelaide

Es ist doch ganz einfach, Frau Unionskanzlerin: leugnen Sie, dass die Wehrpflicht eine Form der Sklaverei ist, ja oder nein?
...
Ich bestreite dies ganz entschieden, Frau Adelaide.
 

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[b]Dr. h.c. Helen Bont, KEL[/b]
[b]Unionskanzlerin[/b]
[size=85][b] Doctor honoris causa philosophiae politicarum der Montary University[/b]
[b]Trägerin des Großen Ordenskreuzes des Ordens von den Heiligen drei Königen des Königreichs beider Archipele[/b]
[b]Mitglied des Unionsparlaments[/b][/size]
[b]KOMMANDEUR der EHRENLEGION[/b]
[size=85][b]Mitglied und UNIONSVORSITZENDE der KONSERVATIV-DEMOKRATISCHEN UNION[/b][/size]
Ehemalige [size=85]Trägerin des astorischen White House Ribbon[/size] (29.03.2015-09.06.2021; aberkannt durch US-Präsident J.U. Smith)
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Original von Palin Waylan-Majere
Das ist ja nun großer Quatsch. Die Wehrpflicht (oder Dienstpflicht, die konkrete Ausgestaltung muss man sicher eruieren) soll keine Sklaverei sein, sondern bezahlte Arbeit im Interesse der Allgemeinheit.

Auch falsch. Das sollen Bildungsangebote sein, die die Ausgaben für das Militär auch einem zivilen Nutzen zuführen. Niemand soll dort gezwungen werden, diesen oder jenen Beruf zu lernen. Vielmehr schwebt mir ein Optionsmodell vor, nach dem jede(r) selbst entscheidet, welchen Teil der Streitkräfte oder welchen sozialen oder ökologischen Dienst er/sie absolvieren will. Nach einer Basiszeit - sagen wir 6 Monate - kann man sich dann entscheiden, ob man entweder in einen anderen Zweig wechselt, den Dienst beendet oder eine weitere Dienstverplfichtung eingeht und sich für einem Beruf ausbilden lässt.

Sie hingegen wollen paranoid-schizophrene Menschen an Geschützstellungen arbeiten lassen, während Menschen mit angeborenem Herzklappenfehler Dauerläufe absolvieren müssen, wie? =)

Was sagen Sie eigentlich zur Schulpflicht, Miss Adelaide? Gefängnis, Sklaverei, Konzentrationslager - oder fallen Ihnen noch abstrusere Vergleiche ein?
"Bezahlte Arbeit im Interesse der Allgemeinheit"? Darunter verstehe ich eigentlich die Ausübung eines Berufes, in dem man Güter produziert oder Dienstleistungen erbringt und dafür von seinem Arbeit- oder Auftraggeber eine der erbrachten Wertschöpfung entsprechende Entlohnung erhält. Und den man jederzeit nach freier Entscheidung aufgeben oder neu über seinen individuellen Lohn verhandeln kann. Damit hat eine sog. "Dienstpflicht" nun nichts zu tun.

Ihr "Bildungsversprechen" ändert nichts am illiberalen Charakter dieser Zwangsdienstes. Jeder Mensch hat das Recht, selbst zu entschieden wie und womit er seinen Lebensunterhalt erwirtschaften will, sowie selbst zu bestimmen welche Qualifikationen er dazu erwerben will. Jeder Mensch muss selbst entscheiden, wieviel er in welche Ausbildung investieren will, weil er sich welche Rendite davon erhofft. Wer meint, sein persönliches Bildungs- und Berufsziel ohne einen staatlichen Zwangsdienst erreichen zu können, der hat damit in Ruhe gelassen zu werden.

Im Übrigen weiß ich nicht, in welchem Jahrhundert Sie leben. Ich sende Ihnen Grüße aus dem 21. Jahrhundert. Da braucht man kein Massenheer aus Bauerssöhnen mehr, die mit Musketen bewaffnet die Söhne feindlicher Bauern zum Gefecht auf dem Acker treffen. Kriege führt man in meinem Zeitalter in erster Linie mit komplexer Technologie, die von entsprechend ausgebildeten und bezahlten Spezialisten entwickelt und bedient werden.

Und die Schulpflicht? Nun, wie ich bereits sagte: jeder Mensch hat das Recht, selbst zu entschieden wie und womit er seinen Lebensunterhalt erwirtschaften will, sowie selbst zu bestimmen welche Qualifikationen er dazu erwerben will. Jeder Mensch muss selbst entscheiden, wieviel er in welche Ausbildung investieren will, weil er sich welche Rendite davon erhofft.
 

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Ich bestreite dies ganz entschieden, Frau Adelaide.
Und wie beschreiben oder bezeichnen Sie es dann, junge Menschen gegen ihren Willen zur Erbringung bestimmter Arbeitsleistungen gegen einen nicht von ihnen frei ausgehandelten Lohn zu zwingen, Frau Unionskanzlerin?
 

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Landesministerin der Westlichen Inseln a. D.
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Original von Melissa Adelaide
Kriege führt man in meinem Zeitalter in erster Linie mit komplexer Technologie, die von entsprechend ausgebildeten und bezahlten Spezialisten entwickelt und bedient werden.
Sicher, so ein Flugzeugträger zzgl. Trägerkampfgruppe wird ferngesteuert, an Bord befindet sich nur eine Handvoll Akademiker...
Und die Schulpflicht? Nun, wie ich bereits sagte: jeder Mensch hat das Recht, selbst zu entschieden wie und womit er seinen Lebensunterhalt erwirtschaften will, sowie selbst zu bestimmen welche Qualifikationen er dazu erwerben will. Jeder Mensch muss selbst entscheiden, wieviel er in welche Ausbildung investieren will, weil er sich welche Rendite davon erhofft.
Aus diesen, im Vergleich zu Ihrem "Alles Sklaverei!" - Gezeter, eher schwulstigen Formulierungen lässt sich ihr Ideal ablesen: Bildung als egoistisches Renditestreben, dass jeder für sich selbst bezahlen soll. Gratulation, sie erfüllen alle Klischees aus dem Handbuch des Anarchokapitalisten.
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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Sicher, so ein Flugzeugträger zzgl. Trägerkampfgruppe wird ferngesteuert, an Bord befindet sich nur eine Handvoll Akademiker...

Aus diesen, im Vergleich zu Ihrem "Alles Sklaverei!" - Gezeter, eher schwulstigen Formulierungen lässt sich ihr Ideal ablesen: Bildung als egoistisches Renditestreben, dass jeder für sich selbst bezahlen soll. Gratulation, sie erfüllen alle Klischees aus dem Handbuch des Anarchokapitalisten.
Warum sollen die Köche die die Besatzung des Flugzeugträgers verpflegen, die Priester die ihnen vor dem lebensgefährlichen Einsatz die Beichte abnehmen, die Feger die das Flugdeck sauber halten und andere Nichttechniker an Bord nicht ebenso freiwillig dort tätige und entsprechend des Wertes ihrer Tätigkeit bezahlte Spezialisten sein wie die Piloten und Fluglotsen?

Und was Ihre Bewertung meiner grundsätzlichen Weltsicht anbetrifft: Sie sind ein Schatz! Bild
 

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Beitrag von Manuel Lehmann »

Vor seinem Haus in St. Pierre wird das neue FLA-Mitglied Manuel Lehmann von einer lokalen Zeitung zu seinem persönlichen Standpunkt zum Thema Wehrpflicht befragt:
Ich habe mich schon oft mit dem Thema "Wehrpflicht" befasst. Sicherlich gibt es viele Möglichkeiten, um sich dafür oder dagegen auszusprechen. Dennoch halte ich es für sehr wichtig, dass man zu aller erst prüfen sollte, ob eine sog. "Wehrpflicht" denn verfassungskonform wäre. Schließlich besagt der Art.2 I Satz 2, 3. Alt. Verf ganz klar aus, dass niemand aufgrund seines Geschlechts benachteiligt werden darf. In der allgemein gebräuchlichsten Form sind es meist nur die Männer, die diesen Dienst ableisten müssen. Und dabei liegt die Betonung auf dem Wort "müssen". Von der Freiheit des Einzelnen ist hierbei nichts zu finden. Wobei hier wieder zu prüfen wäre, ob dies gem. Art 4 I Verf zu vertreten ist. Erst wenn diese rein juristischen Fragen von großer Bedeutung offiziell geklärt sind, kann und sollte man abwägen, welche Lösung wohl die beste und effektivste wäre.
Dennoch kann ich es moralisch nicht vertreten, dass ein jeder (evtl. nur männlicher) Bürger unserer Republik als potenzieller Soldat geboren werden soll. Ihm wird quasi das Gewehr in die Wiege gelegt. Außerdem denke ich, dass es wohl klar sein sollte, dass ein jeder junger Mensch versucht, das Berufseinstiegsalter so gering wie möglich zu halten. Die Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht wäre hier wohl das kontraproduktivste, was man sich nur denken kann. Auf alle Fälle ist es schön zu wissen, dass die Frage nach der Wehrpflicht so ziemlich immer aktuell ist und in regelmäßigen Abständen für Aufsehen sorgt.

 

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Mit freundlichen Grüßen

Manuel Lehmann
-Mitglied des Inselrats-

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