Herr Präsident,
sehr geehrte Mitglieder des Unionsrates,
meine Damen und Herren,
wie ich es bereits im Unionsparlament getan habe, möchte ich mich auch im Unionsrat vorstellen und Sie darum bitten, mich zur Unionsrichterin zu wählen. Ich freue mich über die Möglichkeit, heute hier sprechen zu dürfen. Vielen Dank für diese Möglichkeit. Sollten Sie auch bei der Debatte im Unionsrat anwesend gewesen sein, bitte ich um Entschuldigung, wenn ich nochmals mit zumindest ähnlichen Ausführungen langweilen sollte.
Mein Name ist Alexandra Hildebrand. Ich erblicke am 01. August 1970 in meiner Heimatstadt Manuri das Licht der Welt. Hier wuchs ich auf, besuchte die Robert-Schröder-Grundschule und das Albert-Humboldt-Gymnasium in Manuri-Rothenbek. Während meiner Schulzeit absolvierte ich ein Auslandsschuljahr in Astoria City. 1990 legte ich die Allgemeine Hochschulreife ab.
Im gleichen Jahr begann ich ein Studium der Rechtswissenschaft an der Freien Universität Manuri. Meine Studienschwerpunkte würde ich als allgemein relativ breit gefächert bezeichnen, wobei mein besonderes Interesse auf dem Gebiet Staats- und Verfassungsrecht anfänglich, im Verlaufe meines Studiums jedoch vor allem dem Strafrecht galt. Als Diplom-Juristin (Dipl. jur.) beendete ich 1996 mein Studium.
Vorerst blieb ich jedoch der Freien Universität Manuri treu, da ich von 1996–1998 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Internationales Strafrecht der Freien Universität Manuri tätig war. Im Rahmen dieser Tätigkeit promovierte ich 1998. In den darauffolgenden zwei Jahren war ich als Referentin beim Regierenden Bürgermeister der Unionshauptstadt Manuri beschäftigt.
Im Jahr 2000 entschied ich mich jedoch dafür, zur Staatsanwaltschaft zu gehen. Deshalb wurde ich Staatsanwältin bei der Oberstaatsanwaltschaft Manuri. In dieser Position war ich für drei Jahre tätig, bevor ich zur Richterin berufen wurde. In Folge dessen war mein neuer Arbeitsplatz das Amtsgericht Manuri-Tiergarten. Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit lag hier vor allem in der Strafgerichtsbarkeit. 2005 wechselte ich dann als Richterin an das Oberlandesgericht Manuri und gehöre seitdem dem dortigen Strafsenat an.
Im Unionsparlament habe ich mich selbst als zielstrebig, ehrgeizig und Frau mit großem Gerechtigkeitssinn beschrieben, die hin und wieder zur Ungeduld neigt. Jeder Mensch hat seine Untugenden und Ungeduld ist meine.
Herr Präsident,
verehrte Mitglieder dieses Hohen Hauses,
meine Damen und Herren,
ich habe mich aus einer ganzen Reihe von Gründen dazu entschlossen, der Ermutigung durch einen guten Bekannten zu folgen und mich für dieses Amt zu bewerben.
Wenn Sie ein Kind fragen, was es später mal werden möchte, dann bekommen Sie eine ganze Fülle von verschiedenen Antworten, je nach Kind: Astronaut, Krankenschwester, Kinderärztin, Ballerina, Feuerwehrmann, Rennfahrer, ... Kein Kind wird einen juristischen Beruf nennen. Verständlicherweise und meiner Ansicht wäre das in diesem Alter auch atypisch. Auch ich wollte als kleines Mädchen Tierärztin werden. Doch je älter ich wurde, desto mehr interessierte ich mich für die Frage: "Was ist gerecht ?" Und begann, mich immer mehr für Jurisprudenz und Rechtswissenschaft zu interessieren. Seit dem Zeitpunkt, an dem man sich vernünftige Gedanken über seine Zukunft machen kann, wollte ich Juristin werden. Und traf den Entschluß, Jura zu studieren. Ein Entschluß, den ich niemals bereut habe, zudem immer wieder treffen würde.
Ich arbeite gern als Richterin. Es ist ein Job, der mir Freude, Zufriedenheit und das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, gibt. Ich bin dankbar für die Erfahrung in der Tätigkeit als Richterin, die ich sammeln durfte. Es wäre für mich eine Ehre, Chance und die Erfüllung eines Traums zugleich, zur Richterin am Unionsgericht gewählt zu werden.
Ich kann Ihnen genausowenig wie dem Unionsparlament versprechen, immer einwandfreie Entscheidungen zu treffen. Aber: nicht jede Entscheidung, die populär wäre, ist auch richtig. Das können meine zwei möglichen Kollegen genauso wenig. Worauf Sie bauen können, ist: ich werde mein Fachwissen und mein größtes Engagement in dieses Amt legen. Sofern auch Sie mir das Vertrauen aussprechen. Und auch hier im Unionsrat gilt meine Aussage: Das Geschlecht spielt bei dieser Entscheidung keine Rolle würde, aber: es wäre mir eine Ehre, die erste Unionsrichterin in der Geschichte der Demokratischen Union sein zu dürfen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
*so* Verzeiht es mir bitte, dass ich den Lebenslaufteil nicht nochmal neu getippt habe.