Was gibt es denn in den Ländern - oder sagen wir ruhig: in den Micronationen allgemein - großartig zu "verwalten"? Na gut , man kann ein Landesamt für Dingelskirchen einrichten und dessen Leiter feuern, wenn er nicht schafft binnen der gesetzlich bestimmten Frist die Homepage seiner Behörde fertigzustellen, aber ansonsten spielt die Verwaltung in den Micronationen keine annähernd so große Rolle wie im realen Leben.Original von Michael Schneider
Diese Stellen sollen wirklich nur eine bestimmte Zeit existieren. Vielleicht kann man das von Anfang an zeitlich z.B. auf 10 Monate befristen und dann neu entscheiden lassen.
Und es ist zeitlich für eine Person weniger aufwendig wenn er in den Ländern nur Exekutive und Verwaltung is, als wenn er dazu gezwungen ist sich als Regierungschef zu profilieren und kritisiert wird, weil er nicht alle paar Tage neue Gesetzesentwürfe ausspuckt. Letztlich liegt die Arbeit dann dort wo sie liegen soll: beim Länderparlament.
Hier ist tatsächlich die Legislative wichtiger, Gesetze zu erlassen spielt eine ungleich größere Rolle als Gesetze anschließend auszuführen, das geschieht ja greifbar nur bei einem eher kleinen Teil der Gesetze.
Aufgabe der Regierung ist darum in erster Linie doch, als Impulsgeber im Gesetzgebungsverfahren zu wirken. Diese Rolle ist insbesondere in den Ländern wichtig, da deren Parlamente naturgemäß immer etwas träger sind als das Unionsparlament.
Es wäre wirklich doppelter Unsinn, anstelle der bisherigen, gewählten Landesregierungen nun einen ernannten Unionskommissar an die Spitze der Länder zu setzen - denn Ergebnis wären Unionskommissare, die eigentlich nichts zu tun haben, und Länderparlamente, denen komplett alle Impulse fehlen, weshalb sie auch nichts tun.
Nein, um die Politik eines Unionslandes in Schwung zu bekommen braucht es dort gerade einen aktiven Regierungschef als Motor der Landesgesetzgebung.
Das halte ich für weder mehrheitsfähig, noch wirklich wünschenswert. Die Erfolgsgeschichte Ratelons ist auch von seinen Ländern mitgeschrieben worden, sie gehören einfach untrennbar dazu.Alternative: die DU neu gründen. Neue Verfassung kreiieren alles völlig neu gestalten lassen, als wären wir ein neuer Staat...vielleicht diesmal auch Kartenmäßig zusammenhängender und geistig als Einheit Marke Deutschland und nicht so historisch vollkommen ohne echten Bezug zueinander zusammengekleistert und nach Regel 1: jedes Unionsland macht seins und fertig...wir haben das beste potential uns dort zu profilieren..vielelicht dann auch unter einem guten Namen (was macht der Name Ratelon eigentlich @SL?).
Ich schlage damit also einen Relaunch vor, DUR V2.0. Den gibt es nciht ohne grund auch alle paar jahre bei Servern oder sogar häufiger bei Browsergames.
Ratelon ohne Freistein, das Königreich der Familie von Winkler-Klatten, in dem diese zwar manchmal selbstherrlich und eigensinnig, aber unter dem Strich doch sehr erfolgreich geherrscht hat (und das Perfekt zeigt bereits an: Freistein ohne Frank (Theodor Klatten) ist irgendwie wie Ratelon ohne Freistein...)? Ratelon ohne Heroth, das Italien realistischer adaptiert hat als sämtliche italienischen GF-Nationen, denn hier bewegt man sich im Müßiggang voran und hat einst den ersten Landeschef aus den Reihen der damals noch recht neuen PDSR hervorgebracht? Ratelon ohne Katista, Heimat des "Uropas der Nation" Kauli im Spannungsfeld zwischen Eigensinn und seiner Rolle als politisches Zentrum der Union? Ratelon ohne Imperia, das Land der Monarchisten, wo selbst große und kleine Geschäfte auf dem "Imperialabort" erledigt werden? Ratelon ohne Roldem und seine heimliche Hauptstadt Montary City, das Zentrum der micronationalen Mormonen und brodelnden Hexenkessel der Kommunalpolitik? Ratelon ohne Salbor, wo politische linke Gesinnung und Bürokratismus ebenso zum Kulturgut gehören wie die Kneipenszene? Ratelon ohne die Westlichen Inseln, das exotische Land der Träume und Sehnsüchte aller Rateloner, wo jeder irgendwann mal leben möchte?
U-N-D-E-N-K-B-A-R! ! !
Was immer bei einem "Relaunch" herauskäme, es wäre nicht mehr Ratelon! Zu Ratelon gehören seine sieben Länder, so, wie sie gewachsen sind und sich entwickelt haben.
In einem Widerspruch dazu, sich wieder mehr einer "Deutschlandsimulation" anzunähern steht das - mit etwas Flexibilität und Fantasie - übrigens nicht, bzw. nur, wenn man sich fremde Realismusbegriffe wie etwa jenen der GF aufzwingen lässt. Ist Ratelon einfach Ratelon, kann es beides miteinander verbinden: vor allem das politische System bzw. die Parteienlandschaft können durchaus "deutsch" sein, während die Länder eben ihre individuellen Charaktere bewahren und weiterentwickeln. Die überegionale ratelonische Gesellschaft kann sich an der deutschen Gesellschaft orientieren, während die mentalen Unterschiede von Land zu Land die lokalen Verschiedenheiten, Eigenheiten und Besonderheiten auch in Deutschland auf einer anders angelegten Ebene widerspiegeln.
Eigentlich haben wir alle nur ein einziges Problem: unsere Fantasie schwindet rapide. Mit wieder etwas mehr Fantasie ginge alles wieder aufwärts...