Es gab bestimmt auch gute Seiten, z.B. die Autobahn.Original von Montgomery Scott
Die Mehrzahl hat aber durchaus eine differenzierte Meinung, schließt sich aber nicht vorbehaltlos der heute vorherrschenden Siegerjustiz an, die die DDR als einen einzigen bösen Verbrecherhaufen darstellt.
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Nikolaus B. E. Traube
bello e impossibile!
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Den Vergleich halte ich nicht nur für geschmacklos sondern auch für unzutreffend.Original von Nikolaus Traube
Es gab bestimmt auch gute Seiten, z.B. die Autobahn.
Urteile, die einen Staat pauschal als "Reich des Bösen" darstellen, sind immer mehr oder weniger vereinfachend. Bei Nazideutschland handelt es sich um einen Extremfall, bei dem beides in der Tat sehr nahe zusammenrückt. Dass es bei der DDR nicht so einfach ist, zeigt schon das Beispiel Stasi: Bei der Stasi haben durchaus auch Menschen gearbeitet, die sich nie bewusst etwas Unrechtes zuschulden haben kommen lassen, z. B. in der Verwaltung. Dass es aus heutiger Perspektive immer verwerflich ist, für die Stasi zu arbeiten, sollte klar sein aber das ist ein anderes paar Schuhe. Für Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, handelte es sich bei einem Schreibtischjob für das MfS um eine ganz normale Tätigkeit. Für all die Leute, die heute pauschale Feindseeligkeit gegen alles empfinden, was der Sphäre "DDR/Stasi" zugeordnet werden kann, sind das natürlich alles Mittäter, die sich für den Rest ihres Lebens im gesellschaftlichen Abseits schämen sollten, in Wirklichkeit handelt es sich dabei aber um ganz normale Biographien von Menschen, die niemandem etwas Böses wollten.

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Jeder DDR-Bürger kannte jemanden im Bekanntenkreis, der von der Stasi schikaniert, gefoltert, verhaftet oder sonst was wurde. Wenn so jemand dann trotzdem brav seinen Schreibtischjob beim MfS macht und damit das System am Laufen hält, ist er vielleicht nicht "böse", aber einer der zahllosen Mitläufer ohne Rückgrat, die so ein System erst ermöglichen.Original von Montgomery Scott
Den Vergleich halte ich nicht nur für geschmacklos sondern auch für unzutreffend.
Urteile, die einen Staat pauschal als "Reich des Bösen" darstellen, sind immer mehr oder weniger vereinfachend. Bei Nazideutschland handelt es sich um einen Extremfall, bei dem beides in der Tat sehr nahe zusammenrückt. Dass es bei der DDR nicht so einfach ist, zeigt schon das Beispiel Stasi: Bei der Stasi haben durchaus auch Menschen gearbeitet, die sich nie bewusst etwas Unrechtes zuschulden haben kommen lassen, z. B. in der Verwaltung. Dass es aus heutiger Perspektive immer verwerflich ist, für die Stasi zu arbeiten, sollte klar sein aber das ist ein anderes paar Schuhe. Für Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, handelte es sich bei einem Schreibtischjob für das MfS um eine ganz normale Tätigkeit. Für all die Leute, die heute pauschale Feindseeligkeit gegen alles empfinden, was der Sphäre "DDR/Stasi" zugeordnet werden kann, sind das natürlich alles Mittäter, die sich für den Rest ihres Lebens im gesellschaftlichen Abseits schämen sollten, in Wirklichkeit handelt es sich dabei aber um ganz normale Biographien von Menschen, die niemandem etwas Böses wollten.

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Es gab mal Gesellschaften, da war der Kannibalismus auch eine ganz normale Tätigkeit. Wollen Kannibalen niemandem etwas Böses?Original von Montgomery Scott
Für Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, handelte es sich bei einem Schreibtischjob für das MfS um eine ganz normale Tätigkeit. Für all die Leute, die heute pauschale Feindseeligkeit gegen alles empfinden, was der Sphäre "DDR/Stasi" zugeordnet werden kann, sind das natürlich alles Mittäter, die sich für den Rest ihres Lebens im gesellschaftlichen Abseits schämen sollten, in Wirklichkeit handelt es sich dabei aber um ganz normale Biographien von Menschen, die niemandem etwas Böses wollten.
Das ist übrigens mal ein Vergleich, über den man sich nicht beschweren kann, weil er zutreffend ist. Sowohl Sozialisten als auch Kannibalen wollen auf Kosten anderer leben.
Zuletzt geändert von Baudouin de Billancourt am Do 22. Mai 2008, 18:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Was soll denn an Kannibalismus böse sein? Und auf den unsinnigen letzten Satz gehe ich ausdrücklich nicht ein.Original von Baudouin de Billancourt
Es gab mal Gesellschaften, da war der Kannibalismus auch eine ganz normale Tätigkeit. Wollen Kannibalen niemandem etwas Böses?
Das ist übrigens mal ein Vergleich, über den man sich nicht beschweren kann, weil er zutreffend ist. Sowohl Sozialisten als auch Kannibalen wollen auf Kosten anderer leben.
Zuletzt geändert von Montgomery Scott am Do 22. Mai 2008, 18:42, insgesamt 1-mal geändert.

Tripel-As
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Ebenso Kapitalisten (auf Kosten der aus ökonomischer Hinsicht Schwächeren) und Faschisten (auf Kosten anderer Völker). Wobei beide Ideologien Anhänger mit einer "Fressen oder gefressen werden"-Ideologie haben.Original von Baudouin de Billancourt
Sowohl Sozialisten als auch Kannibalen wollen auf Kosten anderer leben.
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Nee, damals war ja nur der Faschismus böse, wenn Kommunisten unter einer anderen Ideologie die selben Methoden angewandt haben, konnte ja keiner wissen, dass das auch böse ist. Man kann sich auch alles ans eigene Weltbild anpassen..Original von Montgomery Scott
Dieses Bewusstsein war zu jener Zeit an jenem Ort aber nicht in dem Maße vorhanden, wie das heute der Fall ist.

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Prinzipiell stimme ich dir zu. Darüber hinaus muss man solche Rollen immer aus der richtigen Zeit beurteilen. Im Nachhinein ist es immer einfach, über solche Menschen zu urteilen.Original von Montgomery Scott
Den Vergleich halte ich nicht nur für geschmacklos sondern auch für unzutreffend.
Urteile, die einen Staat pauschal als "Reich des Bösen" darstellen, sind immer mehr oder weniger vereinfachend. Bei Nazideutschland handelt es sich um einen Extremfall, bei dem beides in der Tat sehr nahe zusammenrückt. Dass es bei der DDR nicht so einfach ist, zeigt schon das Beispiel Stasi: Bei der Stasi haben durchaus auch Menschen gearbeitet, die sich nie bewusst etwas Unrechtes zuschulden haben kommen lassen, z. B. in der Verwaltung. Dass es aus heutiger Perspektive immer verwerflich ist, für die Stasi zu arbeiten, sollte klar sein aber das ist ein anderes paar Schuhe. Für Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, handelte es sich bei einem Schreibtischjob für das MfS um eine ganz normale Tätigkeit. Für all die Leute, die heute pauschale Feindseeligkeit gegen alles empfinden, was der Sphäre "DDR/Stasi" zugeordnet werden kann, sind das natürlich alles Mittäter, die sich für den Rest ihres Lebens im gesellschaftlichen Abseits schämen sollten, in Wirklichkeit handelt es sich dabei aber um ganz normale Biographien von Menschen, die niemandem etwas Böses wollten.
Dann aber musst du diese Liberalität auch den tausenden Beamten im Dritten Reich schulden: all denen, die am Krieg oder am Holocaust nicht beteiligt gewesen waren. Kannst du das?
Anton von Sorbarban zum Paradies
Unionsminister für Wirtschaft und Finanzen a.D.
Unionsbankpräsident a.D.
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