Marx hat das im "Kapital" eigentlich sehr anschaulich analysiert. Würde der Kapitalist sich nicht an der Arbeit seiner Angestellten bereichern, müsste er sie doch gar nicht engagieren.Original von Baudouin de Billancourt
Er bereichert sich nicht an deren Arbeit, sondern durch seine eigene Arbeit.
Was ist denn Gewalt. Der Gewaltbegriff kann doch unbeschränkt abstrahiert werden. Natürlich wirken auf einen Arbeitnehmer Gewalten ein, wenn er sich dazu entscheidet, für einen Arbeitgeber zu arbeiten. Im Grunde ist es einfach Erpressung. Der Kapitalist hat sich Kapital angeeignet, um produzieren zu können. Das hat der Arbeiter nicht.Auch nicht meiner. Eine Verletzung der Rechte kann aber nur durch Gewalteinwirkung zu Stande kommen.
Die Analogie zum feudalen Arbeitsverhältnis ist eigentlich sehr treffend: Der Landbesitzer hat das Land unter seine Kontrolle gebracht. Um sich ernähren zu können, muss der Bauer also auf den Ackern des Landbesitzers arbeiten und zwar immer eine gewisse Zeit für den Landbesitzer und den Rest der Zeit auf dem Land, was der Landbesitzer ihm für die eigene Ernährung zur Verfügung stellt.
