Original von Damian Fuller
Ja. Wenn man sich freiwillig dafür entscheiden könnte/würde, ob man nun homo-, bi- oder heterosexuell ist, dann könnte man über eine moralische Bewertung dieser Entscheidung reden.
Da aber nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis, und auch nach der introspektiven Erfahrung eines jeden Menschen, der ein wenig über seine Sexualität nachdenkt, es nicht der Fall ist, dass man sich entscheiden kann, ist die Frage nach einer etwaigen moralischen Bewertung ziemlich müßig und sogar uninteressant. Ich halte da auch nicht so viel von luftschlossartigen "Was wäre wenn"-Szenarien. Es ist nun einmal so, und das ist zu akzeptieren, solange, wie sich an unserem Wissensstand darüber nichts ändert.
Und da es so ist, gibt es nur eine Sache, die zu tun ist: Im Sinne der Tugend der Integrität dazu stehen, es als legitimen Teil der eigenen Persönlichkeit akzeptieren, und leben.