Original von Aaron Sulla
Jetzt ist man in einem Prozess also schon ein Lügner weil man "streng religiös" ist?
Nun, religiöse Menschen phantasieren ja offensichtlich gerne was zusammen. Von daher: Ja.
Im übrigen klärt das die Motivlage auf. Hier haben wir eine Verrückte, die daran glaubt, dass ein hingerichteter Sektenführer drei Tage nach seiner Hinrichtung wieder auferstanden ist, an ein Märchenbuch, in dem Menschen übersinnliche Wesen sehen und Stimmen hören, und an ein grausames und willkürliches Überwesen, das man anbeten muss, und nicht zuletzt an dessen vorgebliche Gebote, die tatsächlich nichts als die totalitären Lehren greiser Tyrannen sind; die ihre Tochter in der lebens- und sexualitätsfeindlichen Ideologie wider ihre natürlichen Triebe erzieht und damit der Selbstentfremdung Vorschub leistet. Eine Tochter, die diese verfehlte Erziehung heimlich durch frühreifen, übersteigerten Sexualtrieb kompensiert, was sie natürlich hinterher aus Angst vor der Mutter abstreitet.
Wer sich hier nicht an
Arthur Millers "Hexenjagd" erinnert fühlt, der hat das Stück wohl nie gesehen.
Null Toleranz für Ideologen, null Toleranz für Metaphysik und Religion!