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Original von Djimon Mwanzi
Ich wäre glatt dafür, weil es so schön klingt. Aber: Afghanistan ist nach dem Senioritäts- und nicht dem Intellektualitätsprinzip organiseirt. Selbst wenn dem nicht so wäre, dürften es afghanische Intellektuelle in einem Land ohne westliche Militärpräsenz schwer haben, ihre Vorstellungen frei zu entwickeln. Oder überhaupt am Leben zu bleiben.
Natürlich reden wir hier nicht von einer Entwicklung binnen eines Zeitraumes weniger Jahre. Und auch nicht von einer nach westlichem Muster gestrickten Staats- und Gesellschaftsordnung als Ergebnis. Sondern von einem vielleicht Jahrzehnte oder Generationen überspannenden Prozess, an dessen Ende ein afghanischer Staat stünde, der die politischen und religiösen Traditionen seiner Bewohner mit "modernen" Ideen synthetisiert.

Dazu tragen die derzeitige Präsenz ausländischer Truppen in Afghanistan sowie das von diesen gestützte Marionettenregime aber überhaupt nichts bei. Sie generieren nur eine bereits weit fortgeschrittene Spirale der Gewalt. Auch solche Bevölkerungsschichten und -gruppen die den Taliban eigentlich in keiner Weise nahestehen, aber an Traditionen wie ihrer islamischen Religion und jahrtausendealten Stammeskultur festhalten, empfinden sie als letztlich feindliche Besatzer. Als eine fremde Macht, die ihrem vertrauten und weil als bewährt empfunden bejahten Gemeinwesen völlig andersartige Ideen und Konzepte überstülpen will. Das treibt den Taliban nur immer mehr Unterstützer zu, die ihnen politisch bzw. theologisch eigentlich gar nicht nahestehen.

Frieden zwischen den Völkern kann es nur geben, wenn man jedes von ihnen seinen Weg gehen lässt. Damit, die Afghanen ihren Weg gehen zu lassen und sie dabei unter Bewahrung ihres Selbstbestimmungsrechts zu unterstützen, haben die militärische Präsenz und der von den ausländischen Truppen forcierte Bürgerkrieg in Afghanistan nichts zu tun.
 

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Landesministerin der Westlichen Inseln a. D.
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Original von Melissa Adelaide
Frieden zwischen den Völkern kann es nur geben, wenn man jedes von ihnen seinen Weg gehen lässt. Damit, die Afghanen ihren Weg gehen zu lassen und sie dabei unter Bewahrung ihres Selbstbestimmungsrechts zu unterstützen, haben die militärische Präsenz und der von den ausländischen Truppen forcierte Bürgerkrieg in Afghanistan nichts zu tun.
Bürgerkrieg ist ein Wort, das man so sagt. Soweit man das anhand von Berichten in den Medien beurteilen kann, ist das wohl eher eine Insurrektion. Für den deutschen Soldaten, der ums Leben kommt, macht das zugegebenermaßen aber auch keinen Unterschied.

Ich finde deine Haltung ja vollkommen legitim, nur sind die Afghanen in der Vergangenheit ihren Weg nicht so gegangen, dass sie uns in Ruhe gelassen hätten. Dass die Taliban im Falle eines sofortigen Rückzugs des Westens weite Teile des Landes beherrschen würden, ist wohl unumstritten - ebenso wie die Erwartung, dass damit erneut ein rechtsfreier Raum für al-Qaeda geschaffen würde.
 

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Djimon Mwanzi, MP

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Original von Heinrich Julius von Jagonburg

Das ist keine Rechtfertigung, sondern es ist ein Erklärungsversuch. Ich kenne genau diese Situation aus Israel, auch da treten solche Vorfälle wieder auf. Du siehst dieses Auto trotz deutlicher Warnungen und Warnschüsse auf dich zu fahren und du hast keine weiteren Informationen und es führt letztlich zu einer Entscheidung mit nur zwei Möglichkeiten: Entweder die, oder wir. Aus der folgenden Entscheidung, kann kein vernünftiger Mensch der Welt einem anderen einen Vorwurf machen.
Hier haben wir noch einen besonders geglückten Erklärungsversuch der NATO-Truppen:

NATO tötet schwangere Frauen

Erst die Frauen erschießen und das dann noch den Familienangehörigen in die Schuhe schieben wollen.
Sorry, aber dieser Krieg dort wird uns mehr und mehr in die Spirale der Gewalt stürzen.
Im Krieg wird gelogen und manipuliert - das war immer so und wird auch immer so bleiben.
 

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Freiheit durch Sozialismus!

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Präsident der Republik Salbor
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Mittlerweile wird ja selbst unser Mann in Kabul unruhig: Karsai droht dem Westen.

Erst will er eine geplante Offensive möglichst unterbinden:
Zum Entsetzen der Amerikaner versprach Karsai am Sonntag in der Hauptstadt der Region Kandahar, wo die USA für Juni eine Großoffensive planen, vor 1500 Stammesältesten, sein Veto gegen die US-Operation einzulegen, falls sich die Bevölkerung dadurch bedroht fühlte. Er rief: »Seid ihr besorgt?« »Ja, das sind wir«, riefen die Männer zurück. »Nun, wenn ihr besorgt seid, dann wird es keine Operation geben, es sei denn, ihr seid damit einverstanden«, antwortete Karsai. Die geplante Offensive solle der Provinz mehr Sicherheit bringen, erklärte er. Vorher würden aber die Stammesführer gefragt. Anwesend war auch der Oberkommandierende der NATO- und der US-Truppen in Afghanistan, US-General Stanley McChrystal. Er schwieg betreten.
und dann das:
Er äußerte, den USA gehe es nicht um Frieden, sondern um einen ewigen Krieg. Sie wollten aus geostrategischen Gründen in Afghanistan bleiben. Am vergangenen Donnerstag beschuldigte er die westlichen Truppen sogar, sich wie Invasoren zu benehmen, was den Taliban und anderen Aufständischen die Legitimität »einer nationalen Befreiungsbewegung« gäbe. »Wir haben unser eigenes nationales Interesse, und was die Ausländer wollen, ist damit nicht unbedingt identisch«, so Karsai. Am Sonnabend erklärte er dann vor einer Gruppe von etwa 60 afghanischen Parlamentariern: »Wenn der Westen mich weiter unter Druck setzt, dann gehe ich zu den Taliban, das schwöre ich.«
Das spricht wohl für sich selbst.
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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Es wäre ja nicht das erste mal, dass die USA aufs falsche Pferd setzen *lol*
Und für diesen Hammel, lassen sich unsere Soldaten zerfetzen. Wie soll man das überhaupt noch jemanden erklären können.
 

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Präsident der Republik Salbor
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Original von Fiete Schulze
Im Krieg wird gelogen und manipuliert - das war immer so und wird auch immer so bleiben.
Das ist natürlich im ganzen restlichen Leben vollkommen anders :rolleyes:
 

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S.M. Heinrich Julius I. von Jagonburg
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Original von Djimon Mwanzi
Bürgerkrieg ist ein Wort, das man so sagt. Soweit man das anhand von Berichten in den Medien beurteilen kann, ist das wohl eher eine Insurrektion. Für den deutschen Soldaten, der ums Leben kommt, macht das zugegebenermaßen aber auch keinen Unterschied.

Ich finde deine Haltung ja vollkommen legitim, nur sind die Afghanen in der Vergangenheit ihren Weg nicht so gegangen, dass sie uns in Ruhe gelassen hätten. Dass die Taliban im Falle eines sofortigen Rückzugs des Westens weite Teile des Landes beherrschen würden, ist wohl unumstritten - ebenso wie die Erwartung, dass damit erneut ein rechtsfreier Raum für al-Qaeda geschaffen würde.
Umgekehrt muss man aber auch festhalten, dass die Besetzung Afghanistans niemandem ein erweisliches Mehr an Sicherheit gebracht hat. Ob es ohne diese Besetzung zu weiteren Terroranschlägen auf dem Gebiet der USA gekommen wäre ist natürlich spekulativ. Tatsachen sind aber die Anschläge von Bali, London und Madrid. Sowie regelmäßige Anschläge in Afghanistan selbst und in Pakistan, dessen Regierung die NATO gegen die Taliban unterstützt. Deutschland ist nur auf Grund des handwerklichen Ungeschicks einer Terrorzelle einem verheerenden Anschlag entgangen.

Und ob Osama bin Laden nun tatsächlich persönlich in die Planung und/oder Durchführung der Anschläge vom 11. September verwickelt war oder den Attentätern und ihren Hintermännern nur mehr als Galionsfigur gedient hat steht meines Erachtens ebenso in Frage, wie ob er sich zu Beginn der Invasion tatsächlich in Afghanistan aufgehalten hat.

Auch wenn ich mindestens so pro-amerikanisch eingestellt bin wie die West-Berliner während der Luftbrücke ( ;)) und nicht an irgendwelche Verschwörungstheorien rund um den 11. September glaube muss sich doch zugeben mich des Vedachts nicht erwehren zu können, dass dieser in erster Linie ein willkommener Anlass für die seinerzeitige US-Regierung war, mit den Taliban ein Hindernis für den Bau einer Ölpipeline durch Afghanistan zu beseitigen.
 

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Landesministerin der Westlichen Inseln a. D.
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Original von Melissa Adelaide
Und ob Osama bin Laden nun tatsächlich persönlich in die Planung und/oder Durchführung der Anschläge vom 11. September verwickelt war oder den Attentätern und ihren Hintermännern nur mehr als Galionsfigur gedient hat steht meines Erachtens ebenso in Frage, wie ob er sich zu Beginn der Invasion tatsächlich in Afghanistan aufgehalten hat.
Beide Fragen werden für mich durch den Bericht der 9/11 Commission des US-Kongresses und The New Republic überzeugend mit Ja beantwortet.
Auch wenn ich mindestens so pro-amerikanisch eingestellt bin wie die West-Berliner während der Luftbrücke ( ;)) und nicht an irgendwelche Verschwörungstheorien rund um den 11. September glaube muss sich doch zugeben mich des Vedachts nicht erwehren zu können, dass dieser in erster Linie ein willkommener Anlass für die seinerzeitige US-Regierung war, mit den Taliban ein Hindernis für den Bau einer Ölpipeline durch Afghanistan zu beseitigen.
Ohne Madeline Albright, die im richtigen Moment Secretary of State wurde, wäre das wohl schon Mitte der 1990er Jahre unter Bill Clinton geschehen.
 

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Djimon Mwanzi, MP

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Original von Djimon Mwanzi
Beide Fragen werden für mich durch den Bericht der 9/11 Commission des US-Kongresses und The New Republic überzeugend mit Ja beantwortet.

Ohne Madeline Albright, die im richtigen Moment Secretary of State wurde, wäre das wohl schon Mitte der 1990er Jahre unter Bill Clinton geschehen.
Ich bin offen gesagt nach wie vor nicht überzeugt. So ist ja z. B. bekannt und unbestritten, dass bin Laden Dialysepatient ist. Und wenn man sich seine Videobotschaften so anschaut erkennt man denke ich auch als Nichtmediziner leicht, dass der Mann in schlechter gesundheitlicher Verfassung ist. Ich kann mir weder vorstellen, wie und wohin er Afghanistan nach Beginn der Luftschläge und der Offensive der Nordallianz verlassen haben soll, noch wie er es seit ca. 8 1/2 Jahren schaffen soll sich dort einem Zugriff zu entziehen? Man muss sich doch nur mal die Geografie und Infratsturktur Afghanistans anschauen und den Zustand der dortigen medizinischen Einrichtungen bedenken!

Für glaubhafter halte ich da Mutmaßungen, dass er sich längst wieder in seiner Heimat Saudi-Arabien aufhält. Dort hätte er jedenfalls Zugang zu jener medizinischen Versorgung, der er mutmaßlich dringend bedarf. Und da die nicht nur geschäftlich, sondern auch persönlich-freundschaftlich enge Bande zwischen dem saudischen Königshaus und der Familie Bush weder geheim noch gar eine Verschwörungstheorie sind, hatte die seinerzeitige US-Regierung einen probaten Grund, die Saudis aus dem Spiel zu lassen.

Bin Ladens habhaft zu werden wäre ohnehin in erster Linie nur ein Symbolismus. Er mag ein wichtiger Geldgeber und Vordenker Al-Qaidas sein, aber die Bewegung ist ja nun nicht nach dem Führerprinzip verfasst. Sie ist mehr eine Idee als eine Organisation. Die zu erwartende Ablehnung der Auslieferung bin Ladens durch Saudi-Arabien hätte der Bush-Regierung und anderen Angehörigen hoher und höchster Kreise in den USA mehr Ärger und Probleme bereitet, als ihnen ein Prozess gegen den wahrscheinlich sowieso verhandlungsunfähigen bin Laden genutzt hätte.
 

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