Hauptinhalt ist die Erörtung einer Strategie zur Manipulation der öffentlichen Meinung in Frankreich und der BRD zum Einsatz der NATO-Truppen in Afghanistan. Eine Zusammenfassung liefert der Blogger selbst. Hier mal ein Auszug:
...
Das Dokument ist äußerst interessant, da es die Bedeutung aufzeigt, die die öffentliche Meinung hierzulande in den Augen der US-Stellen hat. Es ist auch deswegen interessant, weil diese Einschätzungen und Handlungsanweisungen auf furchtbare Weise zutreffend sind. Man sollte sich deswegen bewusst machen, auf welche Weise hier manipuliert werden soll, um gegen die Propagandaoffensive gewappnet zu sein.
Das Papier beginnt mit einer Einschätzung der Lage. Darin wird festgestellt, dass nur eine winzige Minderheit der Deutschen und Franzosen (0,1-1,3%) "Afghanistan" als wichtigstes politisches Topic einschätzt. 80% seien gegen den Einsatz. Das Papier konstatiert, dass es den Regierungen trotzdem gelungen sei, ihre Beiträge zum Einsatz kontinuierlich zu erhöhen, was allein der "Apathie" der Bevölkerung hinsichtlich des Themas zu verdanken sei. Die Überschrift drückt es treffend aus: "Public Apathy Enables Leaders To Ignore Voters".
Die größte Gefahr für ein Fortführen dieses Ignorierens sehen die Autoren in Verlusten, die die öffentliche Meinung zu offener Feindseligkeit gegenüber dem Thema umschwingen lassen könnten. Für Frankreich werden besonders die Kommunalwahlen als Schwachstelle ausgemacht (was sie ja waren, sie endeten mit einer katastrophalen Niederlage für Sarkozy), während in Deutschland damit gerechnet wird, dass Merkel wegen der Wahlen in NRW Afghanistan auf keinen Fall zum Thema machen will. Interessant ist, dass der Rückzug in Anführungsstrichen als "listening to the voters" bezeichnet wird; das Handeln nach dem Willen des Souveräns wird hier beschrieben, als sei es etwas besonders Abwegiges.
...
