Antworten
Lebende Foren Legende
Beiträge: 2732
Registriert: Mo 17. Nov 2008, 00:45
Benutzeravatar
Lebende Foren Legende
Einen Muezzin zum Gebet rufen zu lassen ist erst recht eine nackte Provokation gegenüber den über 90% Nichtmuslimen in Deutschland. Denn er ruft ja nicht: "Liebe Muslime, kommt zum Gebet!" o. ä., was wohl unproblematisch wäre, sondern er ruft:
  • "Allah ist groß, Allah ist der Größte. Es gibt keinen Gott außer Allah, und Muhammad ist sein Prophet. Steht auf zum Gebet. Steht auf zur Arbeit. Allah ist der Größte. Es gibt keinen Gott außer Allah."
Es ist eine bodenlose Frechheit, so etwas öffentlich zu rufen, weil diese Aussage den spirituellen und philosophischen Überzeugungen der übergroßen Mehrheit der Menschen in diesem Land nun einmal fundamental widerspricht.

Und jetzt erspart mir bitte den Versuch eines Vergleichs mit dem Glockenläuten christlicher Kirchen. Dort wird nicht das christliche Glaubensbekenntnis geläutet, dass zudem auch noch lautet: "Ich glaube", und nicht: "Es gibt". Zu sagen was man persönlich glaubt ist eine Sache, herumzukrakehlen, der eigene Glaube sei die universelle Wahrheit ist etwas anderes. Zumal wenn man mit dieser Meinung in seiner Umgebung doch eher in der Minderheit ist.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Amber Marie Ford
Richterin am Unionsgericht
Unionsministerin der Justiz a. D.
Präsidentin des Unionsparlamentes a. D.
Unionsvorsitzende der FDU a. D.
Ministerpräsidentin des Freistaates Freistein a. D.
Oberste Unionsanwältin a. D.
König
Beiträge: 1369
Registriert: Mi 10. Jun 2009, 16:33
Benutzeravatar
König

Beitrag von Hans Sack »

Für mich ist jede art art von Gottglauben ein zeichen von Dummer Kleingeistigkeit, weshalb ich strenger und absoluter Atheist bin. Allerdings erlaubt mir eben dieser strenge Atheismus einem Neutralen Strandpunkt in dieser hinsicht. Denn wenn man der Religion an sich keinerlei Wert zuspricht, ist die Minarett einfach nur ein Turm aus Stein und genau wie jede Christliche Kirche ist sie nichts weiter als ein Wertloser Haufen Steine.

Von da her soll man doch gerne solche Türme Bauen, die stören und beeinträchtigen ja niemanden.

Bevor man nun beginnt auf einer Religion herum zu hacken, sollte man doch lieber den gesammten Unsinnigen Gottglauben, an sich bekämpfen.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Ich bin Legastheniker und bitte um Verständnis.

Ministerpräsident des Freistaates Freistein.

Bekennender:
Exentriker
Erleuchteter
Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Benutzeravatar
Erleuchteter
Original von Amber Marie Ford
Einen Muezzin zum Gebet rufen zu lassen ist erst recht eine nackte Provokation gegenüber den über 90% Nichtmuslimen in Deutschland. Denn er ruft ja nicht: "Liebe Muslime, kommt zum Gebet!" o. ä., was wohl unproblematisch wäre, sondern er ruft:
  • "Allah ist groß, Allah ist der Größte. Es gibt keinen Gott außer Allah, und Muhammad ist sein Prophet. Steht auf zum Gebet. Steht auf zur Arbeit. Allah ist der Größte. Es gibt keinen Gott außer Allah."
Es ist eine bodenlose Frechheit, so etwas öffentlich zu rufen, weil diese Aussage den spirituellen und philosophischen Überzeugungen der übergroßen Mehrheit der Menschen in diesem Land nun einmal fundamental widerspricht.
Soll das ein Witz sein? Nach diesem Maßstab hätte man schon lange den ganzen Vatikan abreißen und durch ein schönes Naherholungsgebiet ersetzen müssen. Jede monotheistische Religion erhebt einen Absolutheitsanspruch auf ihre Lehre. Ganz nebenbei ist "Allah" übrigens nicht der Name für den moslemischen Gott sondern das Wort für "Gott" auf arabisch. Damit ist nach traditioneller Auffassung nichts grundsätzlich Anderes gemeint als der Gott, den auch die schweizer Christen anbeten, wenn sie gerade mal in andächtiger Stimmung sind.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Bild
Lebende Foren Legende
Beiträge: 2732
Registriert: Mo 17. Nov 2008, 00:45
Benutzeravatar
Lebende Foren Legende
Original von Montgomery Scott
Soll das ein Witz sein? Nach diesem Maßstab hätte man schon lange den ganzen Vatikan abreißen und durch ein schönes Naherholungsgebiet ersetzen müssen. Jede monotheistische Religion erhebt einen Absolutheitsanspruch auf ihre Lehre.
Nein, das ist kein Witz. Meines Wissens wird vom Vatikan aus nicht ganz Rom damit beschallt, dass JHWH der Größte ist, und es keinen Gott außer ihm gibt.

Seinen (jenseitigen!) Absolutheitsanspruch will ich dem Islam gar nicht absprechen, dieser fällt nun wirklich unter die Glaubensfreiheit. Wenn ein Muslim sagt: "Ich glaube, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und dass Muhammad sein Prophet ist", dann habe ich kein Problem damit. Wenn ich aber mehrmals täglich damit beschallt werde, es gäbe keinen anderen Gott außer Allah und Muhammad sei sein Prophet, dann fühle ich mich in meinem Glauben provoziert, denn ich glaube das in der gemeinten Form nicht.
Ganz nebenbei ist "Allah" übrigens nicht der Name für den moslemischen Gott sondern das Wort für "Gott" auf arabisch. Damit ist nach traditioneller Auffassung nichts grundsätzlich Anderes gemeint als der Gott, den auch die schweizer Christen anbeten, wenn sie gerade mal in andächtiger Stimmung sind.
Dass "Allah" ins Deutsche übersetzt nichts anderes bedeutet als "der Gott" (man hat das Substantiv mit dem bestimmten Artikel zusammengezogen um zu verhindern, dass der Begriff in den Plural gesetzt werden kann) ist mir bekannt.

Aber auch die Bezüge, die der Qur'an auf die jüdäo-christliche Überlieferung nimmt ändern nichts daran, dass der von Muslimen verehrte Gott eine andere Wesenheit ist, als der von Juden und Christen verehrte Gott!

Wer (oder wie) Gott ist, und aus welcher Motivation heraus er auf welche Weise mit seiner Schöpfung interagiert sind Fragen, die Christen und Muslime so fundamental anders beantworten, dass es sich nicht mehr um die gleiche Wesenheit handeln kann.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Amber Marie Ford
Richterin am Unionsgericht
Unionsministerin der Justiz a. D.
Präsidentin des Unionsparlamentes a. D.
Unionsvorsitzende der FDU a. D.
Ministerpräsidentin des Freistaates Freistein a. D.
Oberste Unionsanwältin a. D.
Doppel-As
Beiträge: 553
Registriert: Sa 13. Jun 2009, 12:32
Original von Montgomery Scott
Ganz nebenbei ist "Allah" übrigens nicht der Name für den moslemischen Gott sondern das Wort für "Gott" auf arabisch.
Allah stammt von al Ilah, dem Eigennamen eines vorislamischen Mondgötzen, der erst von Mohammed, dem Hitler des siebten Jahrhunderts, zur alleinigen Gottheit erhoben wurde.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Demokratie ist die Diktatur der Mehrheit.
bart
bart

Beitrag von bart »

Interessant, nun gabs damals auch schon einen Hitler.

Dann ist Stalin auch ein Hitler, wenn man die Opfer zusammenrechnet die in der Zeit, ohne deutschen Einwirkens, während der Herrschaft Stalins zum Wohle des sozialistischen fortschritts ums Leben kamen. ;)

Nur hatte Stalin kein Gas benutzt, und die engländer die in den Kolonien erste arbeitslager errichteten sind die demokratischste Nation der Welt. ;)

Fast jede Nation hat blut an ihren Händen kleben, selbst die US Amerikaner die einige Indianerstämme ausgerottet haben und oder stark dezimiert haben und lange zeit unterdrückten bis ins letzte Jahrhundert ohne sich dafür zu entschuldigen, wie wir deutsche es taten.

Ich bin auch Atheist und wurde deswegen von einigen hier "beschimpft" obwohl wir Religionsfreiheit haben. Ich glaube den Wissenschaftlern und Forschern mehr, als irgentwelchen Bibelgeschichten.
Auch wenn sie noch so interessant sind.

Der Koran und die Religion werden mißbraucht, weil ich nicht glaube, das Ehrenmorde von irgenteinem Gott gewollt sind, oder das 10 jährige Mädchen frühzeitig ohne deren Willen gefragt zu haben, verheiratet werden wie im Mittelalter, oder aber die Mädchen leben einen westlichen Lebensstandart, auch ohne kopftuch und müssen um ihr
leben fürchten, und werden von der eigenen Familie unterdrückt und bedroht in einer demokratie, die sowas, anscheinend noch nicht so strafrechtlich verfolgt.
Trotzdem bin ich dagegen, wenn man hier in De Moscheen undendlichen Ausmaßes errichtet.

Religionsfreiheit ja, gerne, allerdings sollte es sich in Grenzen halten.
Oder wurden in islamischen Ländern genauso viele Kirchen neu gebaut wie Moscheen in den letzten 10 Jahren?

Und alle die hier so gläubig christlich tun frage ich, ob sie brav die Kirchensteuer zahlen und regelmässig oder ab und an zur Kirche gehen.

Ich will nicht alle islamisten über ein kamm scheren, aber diese Gruppe muss noch offener werden und deutschfeindliche vidios auf youtube oder deutsch feindliche hetze und hetze gegen das Grundgesetz missachten.
Zur Zeit sind die chiesen vertrauenswürdiger für mich, als der Islam.

Und die Unterdrückung der Kurden muss endlich ein ende haben, wie auch die teilweise unterdrückung der palästinenser durch die Israelis.

Oder braucht ein modernes christentum keine Kirchen mehr, usw?

Und als absicherung und bevor man mich in eine rechte ecke stellen will, iwas schnell passieren kann, sage ich das alles als demokrat.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Erleuchteter
Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Benutzeravatar
Erleuchteter
Original von Amber Marie Ford
Nein, das ist kein Witz. Meines Wissens wird vom Vatikan aus nicht ganz Rom damit beschallt, dass JHWH der Größte ist, und es keinen Gott außer ihm gibt.
Doch, nur lässt der Papst das eben schriftlich und über die Medien verbreiten. Andersherum versteht eh kein Mensch, was der Muezzin da eigentlich ruft.
Dass "Allah" ins Deutsche übersetzt nichts anderes bedeutet als "der Gott" (man hat das Substantiv mit dem bestimmten Artikel zusammengezogen um zu verhindern, dass der Begriff in den Plural gesetzt werden kann) ist mir bekannt.

Aber auch die Bezüge, die der Qur'an auf die jüdäo-christliche Überlieferung nimmt ändern nichts daran, dass der von Muslimen verehrte Gott eine andere Wesenheit ist, als der von Juden und Christen verehrte Gott!

Wer (oder wie) Gott ist, und aus welcher Motivation heraus er auf welche Weise mit seiner Schöpfung interagiert sind Fragen, die Christen und Muslime so fundamental anders beantworten, dass es sich nicht mehr um die gleiche Wesenheit handeln kann.
Das berührt schon stark ontologische und sprachphilosophische Probleme, die wir hier jetzt nicht diskutieren wollen. Beide Religionen meinen damit das allmächtige Wesen, das die Welt und die Menschen in ihr geschaffen hat. Okay, sie sprechen diesem Wesen leicht unterschiedliche Eigenschaften zu (was mir als Atheist ehrlich gesagt als marginal erscheint) aber diese Eigenschaften sind ja nichts, vorüber der Muezzin etwas mit Absolutheitsanspruch über die Dächer Berns ruft. Interessanter Weise gibt es übrigens sogar Regionen auf der Welt, in der Christen ihren Gott "Allah" nennen.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Bild
Routinier
Beiträge: 903
Registriert: Do 10. Sep 2009, 22:59
Benutzeravatar
Routinier

Beitrag von Tony Gold »

Bin ich hier gerade der Einzige der das Gefühl hat dass hier die Atheisten sich als religiös deutlich toleranter zeigen als die Christen, die selbst Toleranz predigen? ;)

Edit
Religionsfreiheit ja, gerne, allerdings sollte es sich in Grenzen halten.
Oder wurden in islamischen Ländern genauso viele Kirchen neu gebaut wie Moscheen in den letzten 10 Jahren?
Na zum Glück sieht das GG in D keine Einschränkung der Glaubensfreiheit vor.
Und natürlich wurden in islamisch dominierten Ländern weniger oder keine Kirchen gebaut, was einfach daran liegt dass dort niemand oder kaum jemand lebt der ein Interesse an derartigen Einrichtungen hätte. mE haben wir davon in D ja auch zu viele, aber das stört ja keinen...
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

I am a mad man
with a box
without a box.
Erleuchteter
Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Benutzeravatar
Erleuchteter
Original von Richard Stresemann

Allah stammt von al Ilah, dem Eigennamen eines vorislamischen Mondgötzen,
Antiislamischer Unfug, vgl. http://www.muslim.org/islam/allah.htm
der erst von Mohammed, dem Hitler des siebten Jahrhunderts, zur alleinigen Gottheit erhoben wurde.
Interessanterweise ist in der neueren Forschung durchaus umstritten, ob Mohammed als historische Figur existiert hat oder ob er nicht als Identifikationsfigur entstanden ist, nachdem sich der Islam in der Peripherie des Christentums entwickelt hat.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Bild
Doppel-As
Beiträge: 553
Registriert: Sa 13. Jun 2009, 12:32
Original von Tony Gold
@Veitayaki : Selbstmordattentate haben nichts, aber auch gleich gar nichts mit dem Islam als Religion zu tun.
Der Islam ist eine seit seiner Entstehung auf Terrorismus, Krieg und Unterdrückung ausgerichtete Hassideologie.
Der Religionsstifter Mohammed ist ein geradezu in Blut watender Feldherr - kein Vergleich zu den Begründern der anderen Weltreligionen, sicher nicht mit dem Zimmermannssohn und "Lamm Gottes" aus Nazareth.

Seit seiner Entstehung überzieht der Islam die Welt mit Krieg und Expansion. Die christlichen Kreuzzüge waren Kaffeefahrten im Vergleich zu den Eroberungszügen, mit denen die Moslems bereits unmittelbar nach Begründung ihrer Religion - lange, bevor zum ersten Mal das Kreuz mit dem Schwert verbreitet wurde - über Europa hergefallen sind. Es folgten die türkischen Eroberungszüge, die zweimal vor Wien gescheitert sind, und nunmehr Heiliger Krieg und Youth Bulge.

Wenn der Westen überleben will, dann sollte er losschlagen, solange er der islamischen Welt zumindest noch waffentechnologisch überlegen ist - und dafür sorgen, dass es keine islamische Welt mehr gibt, die ihn angreifen könnte.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Demokratie ist die Diktatur der Mehrheit.
Antworten

Zurück zu „Off Topic“