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@Carmen de Mora-Trauenstein

Meine Eltern haben mit mir 4 Kinder. Ich finde ich kann sehen, wenn Erziehung gut läuft. Und sagen "Mach das nicht!" ist nicht unbedingt das, was ich als Erziehung verstehe.^^
Dazu gehört das richtige Vorbild dazu, wie ich mich als Elternteil in meiner Umwelt verhalte, während das Kind mich dabei beobachtet. Bei männlichen Kindern sind es Väter, bei weiblichen Mütter, die dabei eher als Rollenvorbild genommen werden, wobei mit Laufe der Jahre natürlich persönliche Abgrenzungen passieren.
Aber insgesamt ist Erzeihung zu komplex, um sie mit wenigen Worten zu beschreiben, um dem Thema gerecht zuwerden. Von daher war meine Aussage auch in keiner Weise vollständig. :)

Wann wollen wir uns denn treffen, fürstliche Durchlaucht? ^^
 

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Haudegen
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Beitrag von Carmen I. »

Frühestens dann, wenn Sie endlich mal etwas vernünftiges angezogen haben. Wir sind hier doch nicht auf dem Fußballplatz! :P Und es heißt auch nicht "fürstliche Durchlaucht", sondern "Königliche Hoheit". Also so viel Zeit muss schon sein.

Natürlich ist "Erziehung" vielschichtig. Vorleben ist dabei der wichtigste Part. Dennoch bleibe ich bei meiner Aussage, dass man solche Entgleisungen nicht generell auf die Eltern abschieben kann. Kinder sind immer noch Individuen, deren Entwicklung sich nicht nur aus der Erziehung der Eltern bildet. Simples Beispiel: Die Eltern meines Sohnes sind ausgesprochene "Gesellschaftsmenschen". Mein Sohn ist eher "Einzelgänger". Ja, von wem soll er das denn haben? Haben wir ihm das vorgelebt? Mit Sicherheit nicht!
 

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Carmen von Hohenburg-Lohe
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*wirft den Schal ab*

So besser, königliche Hoheit?

Sie machen es sich zu einfach. Ein Kind wird nicht Musikbegeistert weil der Vater es ist oder wird ein Musikhasser weil der Vater Liebhaber ist... so einfach zu konstruierende Relationen gibt es nicht. :)
 

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Haudegen
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Beitrag von Carmen I. »

Sehr schön! :) Wenn Sie jetzt noch den Blick in meine Richtung werfen würden, also nach rechts, dann wäre es perfekt! :]

Ansonsten sind wir hier per Du. ;)

Ich mache es mir gar nicht einfach. Das kam von dir. Du hast mit deiner Aussage, dass es die Schuld der Erziehung der Eltern ist, suggeriert, dass die Kinder ein Spiegelbild ihrer Eltern zu sein haben.... vorausgesetzt, die Erziehung ist "richtig". ;)
 

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Carmen von Hohenburg-Lohe
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Beitrag von Lady Enigma »

Ich glaube, sowas ist zu einem Gutteil die Schuld der Eltern.
Wenn man keine Famillie ist, sich nicht um die Belange seines Kindes kümmert, nutzt das Anlegen eines Regelkorsetts überhaupt nichts.
Und mit 17 ist es zu spät.
Vom Standpunkt eines Pädagogen waren Sternchen und ich sicher eine Katastrophe. Aber wir hatten immer Zeit, natürlich im Rahmen den die Arbeit vorgab, wir haben viel zusammen unternommen , ihn in den schulischen Problemen unterstützt und haben ihn nach dem wenn-dann Prizip zur Eigenverantwortung erzogen.
Also, wenn du ins Bett gehen willst, wann du willst, dann nur, wenn es mit dem Aufstehen und in der Schule klappt. Oder wie Sternchen sagte, du wirst so erwachsen behandelt, wie du dich benimmst. Hat wunderbar geklappt.
Und es wurden nur Regeln aufgestellt, die Sinn hatten, also auch durchsetzbar waren. Klauen und die Famillie belügen waren bei Strafe einer Tracht Prügel verboten, über alles andere wird geredet. War einmal nötig, wegen klauens. So wars mit dem Rauchen, so wars mit später dem Kiffen. Ihm wurde schlicht gesagt, er möge Bescheid sagen. Hat er getan, die Phase war schnell wieder vorbei(also die mit dem Kiffen). Hatt ja auch nicht soviel Reiz, wenn man Sontag morgens um drei mit den Eltern und deren Freunden am Tisch sitzt und da ne Tüte umgeht.... Fehlt das oppositionelle....
Und wenn Famillienrat war, einmal die Woche nach dem Freitagsessen(da wurde üppigst gekocht, manchmal haben allein die Zutaten über hundert Mark gekostet, ist übrigens nach seinen Worten maßgeblich daran Schuld, daß er nun Koch ist), hatte jeder das gleiche Stimmrecht.
Wenn man den jugendlichen Oppositionsdrang großteils ins leere laufen lässt, kann das nur von Vorteil sein. Verbotenes tut man am besten mit Papa und Mama.... ;) ;). Was hätten wir auch predigen sollen, wir sind ja nicht nur einmal mit offenen Knöcheln und anderen Schäden nach Haus gekommen....Von anderen Sachen zu schweigen. Als damals die Sache mit den Kartoffelkanonen aufkam, ich hab mit ihm und Freunden eine gebaut, ich hätt es doch hundertmal verbieten können, aber nicht verhindern, nur daß dann sonstwas hätte passieren können.
Was die Waffen angeht, wir haben im tiefsten Weddig gewohnt, da hatte fast jeder Bengel ein Messer einstecken. Wir haben ihm schlicht beigebracht, wie man sich sich ohne durchsetzt. Bei uns war nichts weggeschlossen, aber er wäre nie auf die Idee gekommen, ins Arsenal zu greifen.
Vielleicht haben wir auch einfach nur Glück gehabt, denn in vielen Dingen kam er nicht nach uns beiden. Wir waren eher Chaoten, in seinem Zimmer sah es aus wie in einer Soldatenstube und Lesen war auch nicht sein Ding, ganz im Gegensatz zu uns.
 

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Beitrag von Carmen I. »

Ich sagte ja, man kann vorleben, aber ob das angenommen wird, das hat man als Eltern nicht in der Hand. Wenn es cooler ist mit Gleichaltrigen rumzulungern und Tüte zu rauchen, weil man sonst selbst nicht hipp ist, dann kann man tausend Mal sagen, dass man da mit seinem Ego drüber stehen muss. Und nur weil ich nicht "rauche", heißt das nicht, dass er es auch nicht tut/probiert.

Aber die Diskussion führt ins Leere. Mit 17 sieht man die Welt mit anderen Augen, als 10 Jahre später. Und was damals toll war, ist 10 Jahre später schon nur noch so lala. Die Sichtweise und das Empfinden ändern sich mit Zunahme der Lebenserfahrung. Ich würde heute auch einige Dinge anders machen, als noch vor 20 Jahren, obwohl ich damals fand, dass sie reichlich überlegt, vernünftig und.... toll waren. ;)
 

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Carmen von Hohenburg-Lohe
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Beitrag von Lady Enigma »

Mit vorleben ist es nicht getan. Zusammenleben ist besser. Und man kann Kinder prägen, ist denen eingebaut. Wenn mit 17 was schiefläuft, ist der Fehler wesentlich früher passiert. Wir haben vieles vorgelebt, von dem wir ihm dringend abgeraten haben. Mit sinnvoller Begründung und dem Verweis, daß wir nicht gerade perfekt sind. Aber eigentlich ist nach meiner Meinung das einzige, was in der Richtung zählt, ein gewachsenes Vertrauen. Wenn ein Jugendlicher weiß, es eben verinnerlicht hat, daß unangenehme Dinge manchmal nötig sind, wenn er immer mit allem zu den Eltern kommen kann,
ist viel gewonnen. Ist ne komplizierte Sache. Leider ist es heute oft so, daß man Forderungen an Kinder und Jugendliche stellt, mit Begründungen, die nur für die Eltern sinnvoll sind und ohne die Fähigkeiten und Veranlagungen des Kindes zu berücksichtigen. Wenn dann was zerbricht, kann bei den entsprechenden Begleitumständen ganz übles passieren, um so mehr, als es in der heutigen Gesellschaft an weiteren brauchbaren Schutzmechanismen fehlt. Die sozialen Strukturen abseits vom Elternhaus, die eine Art zweite
Art der Erziehung gebildet haben, sind ja durch die "progressiven" abgeschafft bzw pervertiert worden.
 

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Beitrag von Schrobi »

Original von Carmen de Mora-Trauenstein
Sehr schön! :) Wenn Sie jetzt noch den Blick in meine Richtung werfen würden, also nach rechts, dann wäre es perfekt! :]
Wir hätten da zur Auswahl:

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Bitte entscheiden Sie jetzt ;)
 

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Beitrag von Mirjam Sander »

Ich hab irgendwie gerade den Verdacht, dass dieser Mann einfach immer scheiße guckt.
 

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