Z.B. die "Luther-Bismarck-Hitler-Reihe" etc.
Frage an Sascha Kreittmayr, aber auch an alle anderen Theologen (
Zuletzt geändert von Damian Fuller am Fr 20. Feb 2009, 20:52, insgesamt 1-mal geändert.
Ach, das ist eine komplexe Frage. Grob gesehen hat Thorsten Recht. Luther ist ne Gegenreaktion gegen die mit Albertus Magnus und Thomas Aquin einsetzende innere Säkularisierung der Kirche, ich glaube auch im Rückgriff auf Augustin, kann dazu aber nichts Sicheres sagen, da ich zu wenig gelesen habe. Das Zerbrechen der Kirche provoziert denn auch die katholische Gegenreformation, ohne die sich das Phänomen Christentum vllt bereits weitaus stärker verabschiedet hätte, als es dann der Fall ist. Nietzsche hat glaube ich irgendwo mal etwas sinngemäßes geschrieben.Original von Damian Fuller
Frage an Sascha Kreittmayr, aber auch an alle anderen Theologen (): Inwiefern steht Luther für den Beginn der Neuzeit bzw. für das (eher) Moderne und inwiefern eher für Abwendung von säkulareren Entwicklungen, für radikalere und eher weniger weltliche Religionsauslegung?

Wobei von Luther ja oft gesagt wird, er wäre politisch-weltlich ein Vertreter des damals beginnenden Absolutismus und eines Obrigkeitsstaates gewesen und nur in Religionsfragen ein "Individual-Rechtler".Original von Montgomery Scott
Webers Theorie bezieht sich natürlich weit mehr auf Calvin aber auch Luther spielt darin eine wichtige Rolle.
Der aufgeklärte Absolutismus war ein Paradebeispiel für Webers "Rationalisierung".Original von Damian Fuller
Wobei von Luther ja oft gesagt wird, er wäre politisch-weltlich ein Vertreter des damals beginnenden Absolutismus und eines Obrigkeitsstaates gewesen und nur in Religionsfragen ein "Individual-Rechtler".
Ähnlich wie Sascha es bereits geschrieben hat.

Vielleicht. Allerdings war der "aufgeklärte Absolutismus" von Friedrich "dem Großen" nicht allgemeingültig für die Herrschaftsform und Weltanschauung des Absolutismus. Und allgemein gilt unter anderem der Merkantilismus nicht als besonders erfolgreiche Wirtschaftsform.Original von Montgomery Scott
Der aufgeklärte Absolutismus war ein Paradebeispiel für Webers "Rationalisierung".
Der Merkantilismus war durchaus eine Äußerung ökonomischer Rationalisierung, das gilt auch für Frankreich in gewissem Maße.Original von Damian Fuller
Vielleicht. Allerdings war der "aufgeklärte Absolutismus" von Friedrich "dem Großen" nicht allgemeingültig für die Herrschaftsform und Weltanschauung des Absolutismus. Und allgemein gilt unter anderem der Merkantilismus nicht als besonders erfolgreiche Wirtschaftsform.
Aufklärung nein, Wirtschaft ja.Luther wiederum dürfte weder besonders an die Wirtschaftsphilosophie noch an Aufklärung gedacht haben.

Hat er auch nicht, genau genommen, war ihm die katholische Kirche auf der einen Seite zu lasch geworden (durch Ablasshandel nahm niemand das "beichten" richtig ernst, freikaufen ist ja leichter), zweitens störte ihn dass nicht jeder die Kirche verstehen konnte, dass die Päpste taten was sie wollten und Gott als Schrecklich darstellten, nicht als der Erbarmende der er ist.Original von Damian Fuller
Luther wiederum dürfte weder besonders an die Wirtschaftsphilosophie noch an Aufklärung gedacht haben.