Nein, das tut man deshalb nicht, weil das Streikrecht ja erst die Position des zunächst unterlegenen Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber stärkt. Dieser bestimmt in letzter Konsequenz auch weiterhin die Arbeitsbedingungen. Mittels des Streikrechts erhalten die Arbeitnehmer nur eine Möglichkeit, diese überhaupt mitzubeeinflussen. Sie bestimmen sie aber dadurch noch lange nicht.Original von Christopher Adomeit
Das bestreite ich widerum nicht. Aber: Wenn der Arbeitnehmer mit Streit reagieren kann, dann kann der Arbeitgeber auch so reagieren, wie Nokia es tut. Sonst stellt man den Arbeitnehmer tatsächlich überden Arbeitgeber.
Beiträge: 511
Registriert: Di 30. Dez 2008, 15:55
Beiträge: 5996
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 16:23
Dann soll die Konzernspitze aber auch mit Webcam und Mikro am Kopf in ihren thailändischen Puff gehen, wenn sie meinen, es sei zur Steigerung der Profitrate unbedingt nötig, die Post der Lohnabhängigen zu lesen.Original von Christopher Adomeit
Aber: Wenn der Arbeitnehmer mit Streit reagieren kann, dann kann der Arbeitgeber auch so reagieren, wie Nokia es tut. Sonst stellt man den Arbeitnehmer tatsächlich überden Arbeitgeber.
Palin Waylan-Majere OEL
Altkanzler
Altkanzler
Beiträge: 135
Registriert: So 25. Mär 2007, 23:41
Wenn sie das dann exklusiv auf Nokiahandys veroeffentlichen, koennten sie sogar noch mehr Profit machen =)Original von Palin Waylan-Majere
Dann soll die Konzernspitze aber auch mit Webcam und Mikro am Kopf in ihren thailändischen Puff gehen, wenn sie meinen, es sei zur Steigerung der Profitrate unbedingt nötig, die Post der Lohnabhängigen zu lesen.
Beiträge: 478
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 17:54
Das ist eine durch Erfahrung belegte Erkenntnis. Daher ja auch u.a. im ursprünglichen Liberalismus die Idee der Gewaltenteilung und -kontrolle.Original von Palin Waylan-Majere
...aber auch die größten Idealisten können durch Macht korrumpiert werden.
Der bisherige real existierende Sozialismus hat ja gemeint auf eine solche verzichten zu können, da ihr System keine braucht, bzw. die auserwählten Führer nicht anfällig für Machtmissbrauch und Fehler sind.
Rafael van der Linden, Kellner im Café Sonderbar Manuri
Beiträge: 1198
Registriert: So 16. Mär 2008, 00:41
Das sind doch zwei Paar Schuhe. Betriebswirtschaftliche Forderung eines Konzerns an den Staat haben nichts mit Handlungen von Führungspersönlichkeiten zu tun, die Gelder für Eigeninteressen verbrennen. Man kann das zwar durchaus als verwerflich bezeichnen und es verfolgen, aber mit entsprechender Nokia-Forderung - oder im Allgemeinen mit solchen Forderungen - hat das nur wenig zu tun.Original von Palin Waylan-Majere
Dann soll die Konzernspitze aber auch mit Webcam und Mikro am Kopf in ihren thailändischen Puff gehen, wenn sie meinen, es sei zur Steigerung der Profitrate unbedingt nötig, die Post der Lohnabhängigen zu lesen.
Christopher Adomeit, MdUP
Unionsminister des Innern und der Justiz
Stellvertreter der Unionskanzlerin
Präsident des Unionsparlaments a.D.
Inselpräsident a.D.
Unionsminister des Innern und der Justiz
Stellvertreter der Unionskanzlerin
Präsident des Unionsparlaments a.D.
Inselpräsident a.D.
Beiträge: 3559
Registriert: Do 27. Nov 2008, 01:44
Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
So ist es allerdings. Illegitim ist, dass solche Mittel legal sind. Allerdings bin ich ja immer noch der Ansicht, dass die Kapitalkonzentrationen als solche demokratiegefährdend sind.Original von Konrad Grimm
Ja. Es ist legitim, alle legalen Machtmittel einzusetzen. Deswegen sind sie ja legal. Wem das nicht passt, der muss eben andere Politiker wählen, die das illegalisieren.

Beiträge: 511
Registriert: Di 30. Dez 2008, 15:55
Das belegt ja gerade diese Mitteilung.
Finnland hat rund 5,3 Millionen Einwohner. Schätzen wir mal sehr großzügig, dass jeder zweite Finne erwerbstätig ist. Das macht dann also 2,65 Millionen Berufstätige. Dem stehen 16.000 Arbeitsplätze allein bei Nokia gegenüber. Anders gesprochen: jeder 166. erwerbstätige Finne (und ggf. von ihm unterhaltene Angehörige) ist wirtschaftlich von Nokia abhängig. Der Anteil Nokias am Steueraufkommen des Landes und somit der Finanzierung seiner Aufgaben in Bereichen wie Bildung, Umwelt, soziale Sicherung, Verkehr usw. noch nicht berücksichtigt.
Nachvollziehbar, dass die demokratisch gewählten Staatsorgane sich ein Stück weit in der Hand der Konzernführung befinden. :rolleyes:
Finnland hat rund 5,3 Millionen Einwohner. Schätzen wir mal sehr großzügig, dass jeder zweite Finne erwerbstätig ist. Das macht dann also 2,65 Millionen Berufstätige. Dem stehen 16.000 Arbeitsplätze allein bei Nokia gegenüber. Anders gesprochen: jeder 166. erwerbstätige Finne (und ggf. von ihm unterhaltene Angehörige) ist wirtschaftlich von Nokia abhängig. Der Anteil Nokias am Steueraufkommen des Landes und somit der Finanzierung seiner Aufgaben in Bereichen wie Bildung, Umwelt, soziale Sicherung, Verkehr usw. noch nicht berücksichtigt.
Nachvollziehbar, dass die demokratisch gewählten Staatsorgane sich ein Stück weit in der Hand der Konzernführung befinden. :rolleyes:
Beiträge: 2229
Registriert: Mi 28. Mär 2007, 20:25
Solange der Staat eingreifen darf, wird es unvermeidlich sein, dass auch immer jemand versucht, das Gewaltmonopol zu ihm genehmen Eingriffen zu instrumentalisieren. Das ist ein Systemdefekt, der sich durch noch so drakonische Strafandrohungen nicht beheben lässt. In einer interventionistischen Wirtschaftsordnung pervertiert die staatliche Ordnungsfunktion zu einem Mittel des Privilegienschachers zwischen Interessengruppen, die sich in einem kalten Bürgerkrieg um die Aufteilung des "Kuchens" befinden.Original von Montgomery Scott
Illegitim ist, dass solche Mittel legal sind.
Sophia Kreittmayr (FVP), Präsidentin des Unionsrates
Ministerpräsidentin des Freistaates Freistein
Unionsministerin des Inneren a.D.
Ministerpräsidentin des Freistaates Freistein
Unionsministerin des Inneren a.D.
Beiträge: 1987
Registriert: Sa 28. Jun 2008, 15:33
Was ist denn das für ne blöde Fehlinterpretation? Ich verstehe nicht wie du darauf kommst.Original von Christopher Adomeit
Du stellst die Gruppe der Arbeitnehmerschaft damit über andere Menschen. Warum?
Wolfgang Müller
Imperialkanzler der Republik Imperia a.D.
Stellvertretender Vorsitzender der Linken Liste e.V.
Präsident des Imperianischen Fußballverbandes
Imperialkanzler der Republik Imperia a.D.
Stellvertretender Vorsitzender der Linken Liste e.V.
Präsident des Imperianischen Fußballverbandes
