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Kaiser
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Kaiser

Beitrag von Konrad Grimm »

Ja. Es ist legitim, alle legalen Machtmittel einzusetzen. Deswegen sind sie ja legal. Wem das nicht passt, der muss eben andere Politiker wählen, die das illegalisieren.
 

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Erleuchteter
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Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.
Wenn solche Überwachungsmaßnahmen kommen, sollten sich die Nokiamitarbeiter diesen Satz in Erinnerung rufen. Was die Konzernspitze betreibt, ist Klassenkampf von oben - dagegen hilft nur Solidarität der Werktätigen. Sich auf die Regierungen zu verlassen, ist offensichtlich nutzlos. Vielleicht beim nächsten Mal eine andere Mehrheit wählen, aber auch die größten Idealisten können durch Macht korrumpiert werden.
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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Original von Palin Waylan-Majere
Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.
Wenn solche Überwachungsmaßnahmen kommen, sollten sich die Nokiamitarbeiter diesen Satz in Erinnerung rufen. Was die Konzernspitze betreibt, ist Klassenkampf von oben - dagegen hilft nur Solidarität der Werktätigen. Sich auf die Regierungen zu verlassen, ist offensichtlich nutzlos. Vielleicht beim nächsten Mal eine andere Mehrheit wählen, aber auch die größten Idealisten können durch Macht korrumpiert werden.
Dann wandern sie halt ganz nach indien aus. Streikdrohungen dürchten solche Firmen nur kurzfristig. Siehe Schließung der deutschen absolut rentablen Nokiawerke.
 

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@Grimm:
Das Übel ist nicht die Demokratie, sondern das was aus der Demokratie gemacht wurde, nämlich die Oligarchie der Reichen.

Und Streik ist kein undemokratisches Mittel, sondern das letzte Mittel, welches die Arbeitnehmerschaft im Kampf gegen Ausbeutung und andere Ungerechtigkeiten anwenden kann.

@Schneider:
Ja, aber es wird ein Zeichen gesetzt. Jede Minute, die die Maschinen im Nokia-Werk stillstehen würden, kostet dem Unternehmen Geld, welches diese nicht in Billigarbeitsplätze investieren können.

Und alles im allen, Verstaatlichung, naja, würde den Konzern wenig jucken, weil dieser vorher alles was er ins Ausland schaffen kann, ins Ausland schafft. Die jeweilige ausländischen Tochterunternehmen würden dann an eine Tochterfirma übertragen, welche dann im Ausland sitzt, und die bisherigen Eigner würden direkt diese Tochterfirma übernehmen und zum neuen Mutterbetrieb machen.
 

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Wolfgang Müller
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Der Vergleich mit dem Streikrecht geht mal echt in die Hose. ;)

Ich weiß, in konservativen und neoliberalen Gedankenwelten stehen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber genauso pari gegenüber wie angeblich Mieter und Vermieter (von Wohnraum).

Die Realität sieht aber nun einmal anders aus. Die eine Seite hat das Kapital, die Rohstoffe, die Produktionsmittel, die Logistik, die Bekanntheit im Absatzgebiet usw. Die andere hat nur ihre Arbeitskraft.

Das Streikrecht ist in einer weitreichend privatisierten und deregulierten Marktwirtschaft - wie z. B. der Bundesrepublik seit Beginn der faktischen Demontage der sozialen Marktwirtschaft unter Kohl - eines der wenigen Instrumente der Arbeitnehmerschaft, ihre Interessen überhaupt zur Geltung bringen zu können.

Nokia spielt hingegen nur Übermacht aus, um seine Übermacht noch zu erweitern.
 

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Das Problem ist, dass die Demontage der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland mittlerweile soweit vorrangeschritten ist, durch die Deregulierung der Märkte, dass einem mulitnationalen Konzern ein Streik nicht mehr viel juckt, weil er sowieso dann einfach sich bestätigt sieht in seiner Auffassung, ins Ausland zu gehen.

Also sind die Arbeitgeber de facto mächtiger, als die Arbeitnehmer, weil die Arbeitgeber immer noch das Druckmittel in der Hand haben, die Arbeitnehmer zu entlasssen, denn es gibt ja genug Arbeitslose, die billiger arbeiten oder halt eben weil Arbeitskräfte im "Ausland" billiger sind.
 

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Wolfgang Müller
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Und Streik ist kein undemokratisches Mittel, sondern das letzte Mittel, welches die Arbeitnehmerschaft im Kampf gegen Ausbeutung und andere Ungerechtigkeiten anwenden kann.
Du stellst die Gruppe der Arbeitnehmerschaft damit über andere Menschen. Warum?
 

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Nein, das tut er gerade nicht. Wer das Streikrecht verneint, stellt Arbeitgeber über Arbeitnehmer. Denn er verwehrt ihnen damit ein adäquates Gegengewicht gegen die Machtstellung der Arbeitgeber.
 

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Original von Isabelle Corinne de La Fayette
Nein, das tut er gerade nicht. Wer das Streikrecht verneint, stellt Arbeitgeber über Arbeitnehmer. Denn er verwehrt ihnen damit ein adäquates Gegengewicht gegen die Machtstellung der Arbeitgeber.
Das bestreite ich widerum nicht. Aber: Wenn der Arbeitnehmer mit Streit reagieren kann, dann kann der Arbeitgeber auch so reagieren, wie Nokia es tut. Sonst stellt man den Arbeitnehmer tatsächlich überden Arbeitgeber.
 

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Kaiser

Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Isabelle Corinne de La Fayette
Der Vergleich mit dem Streikrecht geht mal echt in die Hose.
Nein. Beides ist legal und damit völlig im Einklang mit einem demokratischen Rechtsstaat.
 

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