Richtig.Original von Helmut Hennrich
Herr Verteidigungsminister, Sie gestatten, dass ich in Erinnerung rufe: am 3. April 2007 wurde meine Anfrage an Ihre Person vom Parlamentspräsident ins Hohe Haus eingebracht. Auf diese Anfrage antworteten Sie am 5. April 2007; dass heißt, Sie standen hier am Rednerpult und verlasen die Antwort.
Es waren noch nicht mal 48 Stunden rum. Ich habe viele Aufgaben zu erledigen und kann nicht nur damit beschäftigt zu sein etwas zu formulieren. Ich habe zwar auch Mitarbeiter für solche Dienste, aber dennoch braucht eine klar formulierte Antwort seine Zeit. Außerdem finde ich es ziemlich unfair mit Zeit zu argumentieren. *simoff* Es sind Feiertage gewesen und ich kriege somit auch nicht alle Personen zu sprechen, mit denen ich reden muss... *simon*Am 7. April 2007 eröffnete der Parlamentspräsident de von mir beantragte Aussprache zur Entsendung von Unionsstreitkräften in die Antarktis, am 8.April 2007 folgte mein Statement, gefolgt von einem großen Schweigen seitens der Unionsregierung, so dass der Parlamentspräsident sich genötigt sah, die Unionsregierung aufzufordern, Stellung zu beziehen.
Alles ist klar. Jetzt versuchen Sie schon wieder mir etwas in den Mund zu legen. Das versucht man bei der Unionsregierung schon die ganze letzte Woche. Kein Wunder das einem langsam der Hals platzt, wenn einem die Fakten verdreht werden.Was von der Unionsregierung kommt, ist ein Dementi des Unionsministers der Verteidigung, eine von mir zitierte Aussage getätigt zu haben. Daraufhin habe ich Sie darauf hingewiesen, dass dieses Zitat aus Ihrer eigenen Antwort stammt. Was bekommen wir zu hören? Der Herr Minister interessiert sich für die Arbeitsweise der SPR - die, nebenbei bemerkt, ein solches Chaos verhindert hätte, aber das nur am Rande - , dass das Unionsministerium der Verteidigung unter Ihrer Leitung offenbar überfordert ist und nebenbei erfahren wir auch noch, dass der Herr Verteidigungsminister Antwortvorgaben anderer Ministerien ungelesen übernimmt.
Infolgedessen ist es somit eine Lüge zu behaupten Chaos verhindert zu haben, wenn man tatsächlich ebensolches fabriziert, forciert und weiter verbreitet.
Der Herr Unionskanzler ist der Zeit auf Osterurlaub und befasst sich dort in Ruhe mit weiteren Gesetzesreformen. Wie Sie sicherlich wissen, braucht jeder auch mal einen Urlaub und seien Sie versichert, dass die Vizekanzlerin in Kontakt steht mit ihm und er, sollte es die Situation verlangen auch hier eingreifen wird. QUELLEHerr Vain, es ist zwar schön, dass Sie überhaupt reagiert haben; anders als der Unionskanzler, der anscheinend in der Versenkung Verschwunden ist oder glaubt, er könne die Affaire aussitzen.
Nun danke für die Blumen. Mir kommt nur gerade die Frage, inwieiweit diese Aussprache mit der GO gedeckt ist. Ich meine, ich hab da anfürsich nichts dagegen einzuwenden, aber irgendwie kommt mir das vor, wie eine erweiterte Anfrage an die Unionsregierung und Herr Hennrich darf doch zZ nicht. Aber keine Sorge, wir werden schon antwortenWesentlich erfreulicher wäre es allerdings, wenn wir einen Verteidigungsminister hätten, der einmal eine klare Antwort formulieren könnte, statt nur mit den Augen zu rollen. Das hat das Hohe Haus nicht verdient, das hat die interessierte Öffentlichkeit nicht verdient, und Herr Vain, dass weiss ich aus gemeinsamen Kabinettstagen, damit werden Sie sich selber nicht gerecht. Ein bischen mehr Disziplin, gerade in dieser Situation, kann man von Ihnen schon erwarten. Und von der Unionsregierung erwarte ich, dass Sie sich an Aussprachen des Unionsparlaments beteiligt, auch wenn diese für sie mal unangenehm sein sollten. Dass nach zwei Tagen der Parlamentspräsident die Unionsregierung zur Stellungnahme auffordern musste, zeigt im Grunde einmal mehr die Missachtung, der Unionsregierung von Metternich gegenüber dem Hohen Haus.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.
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