Original von Montgomery Scott
Die Bildzeitung ist ein Rattenfänger. Rattenfängern läuft man auf freier Entscheidung hinterher und doch ist man dabei nicht frei
Oskar Lafontaines billiger Populismus ist auch Rattenfängerei. (Zu) viele fallen darauf herein, trotzdem wählt eine Mehrheit derzeit auch andere Parteien oder gar nicht. Das spricht dafür, dass es doch so etwas wie einen Spielraum für eigene Entscheidungen gibt. Natürlich sind alle menschlichen Entscheidungen und Meinungen auch immer aufgrund verschiedener Faktoren von außen beeinflusst. Sei es z.B. Erfahrung, Erziehung, Tradition, natürliche Anlagen wie Triebausbildung und Neigung, Charakter (der selbst wieder von diesen verschiedenen Einflüssen geprägt wird) etc.
Wenn der Mensch nur ferngesteuert wäre und in seiner Entscheidung kein bisschen Spielraum und Alternativen hätte, wären auch die "Rattenfänger" gesteuert und könnten gar nichts für ihre "manipulativen" Produkte. Folglich hätte niemand eine Verantwortung für nichts und alles wäre gut, bzw. schlecht, also einfach unveränderbar.
Aber so ist es meiner Einschätzung nach nicht.
Aber selbst wenn es so wäre, dann wäre immer noch besser, jeden (in diesem Sinne auch frei) seinen ferngesteuerten bzw. manipulierten Bedürfnissen und Meinungen nachzugehen und sich von anderen - selbst manipulierten und ohne jegliche freie Entscheidung existierenden Wesen - fröhlich weitermanipulieren zu lassen.
Wenn man schon Alternativen, Pluralismus und die Möglichkeit einer offenen Gesellschaft in Frage stellt, dann muss man sich selbst auch in Frage stellen und damit alles relativieren. Es sei denn man hält sich für einen über den "willenlosen" Menschen stehenden Erleuchteten, der selbst als einer der wenigen einen freien Willen und den "Durchblick" hat und daher von Gott und Marx dazu bestimmt worden ist, die armen von BILD, Spiegel und Musikantenstadl geknechteten Menschen zu retten.