Original von Rafael van der Linden
Der Mensch schafft es manchmal auch ohne Betreuung durch staatliche Auf die Sprünge Helfer-Pädagogen und einer ideologischen Betreuung zur richtigen Berufswahl.
Es geht eben nicht ums auf die Sprünge helfen sondern um eine gleichgestellte, individuelle und gemeinschaftliche Betreuung, die jedem Schüler ohne Schranken eine optimale Entwicklung ermöglichen soll.
Wenn ein Mensch eine gesunde Trotzphase in seiner Pubertät hatte, dürfte er reif genug sein, nicht mehr nur das Gegenteil von dem zu tun, was seine Eltern von ihm wollen. Ein Mensch entwickelt früher oder später Interessen und entdeckt Talente und Neigungen. Das wichtigste dabei ist meiner Meinung nach, dass man ihm die Freiheit gibt, diese zu entwickeln. Einen staatlichen Aufseher und Betreuer, der ihm sagt, was eigentlich besser für ihn wäre - wenn nur nicht seine "falsche" Sozialisierung ihn verdorben und unreif gemacht hätte - braucht er nach meinem Menschen- und vor allem Gesellschaftsbild nicht.
Das ist ein wundervolles Plädoyer für die Gemeinschaftsschule
Nö, kenne so viele Menschen, die andere Dinge tun, als man bei ihrer Herkunft erwartet hätte. Dass es immer Trends gibt und dass viele Menschen sich auch an der Masse orientieren ist dabei naturgegeben und unabhängig vom Bildungssystem. Da kann man noch so viel in die eine oder andere Richtung (je nach Ideologie) fördern.
Naja, dass "ich kenne auch Fälle, in denen es anders ist" kein Argument gegen die Realität der Reproduktion sozialer Unterschiede ist, ist glaub ich klar
Nö. Eine These, die von vielen Wissenschaftlern und Wissenschaftstheoretikern geteilt wird.
Die Soziologie zieht rein von ihrem Wesen und ihrer Zielsetzung mehr linke, ideologisch vorgeprägte Menschen an als z.B. BWL oder überhaupt ein freier Wirtschaftsberuf.
Das ist sicher wahr, allerdings trifft das vorallem auf die Studenten, weniger auf die Forscher zu und sagt auch nichts darüber aus, inwiefern Forschungsergebnisse dadurch manipuliert werden. Es gibt haufenweise liberal-orientierte Soziologen, sowohl in der Geschichte der Soziologie als auch an den Fakultäten heute.
Zuletzt geändert von Montgomery Scott am Do 13. Nov 2008, 08:39, insgesamt 1-mal geändert.