Liebe Brüder und Schwestern,
ich darf Euch heute herzlich zu unserem Gottesdienst begrüßen, den wir wie immer unter den Segen des dreieinen Gottes stellen: Des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Bruder Jonas hat dazu eine Predigt vorbereitet auf die wir sehr gespannt sein dürfen.
Sollten wir heute Gäste unter uns haben - und es sieht ja so aus - so seien auch Sie uns auf das allerherzlichste gegrüßt. Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben.
Lasst mich Euch alle mit der Losung für den heutigen Tag grüßen. Wir finden ihn in 1.Samuel 2,2 :
Es ist kein Fels, wie unser Gott ist.
Die Gemeinde singt
"Wir haben einen Felsen, der unbeweglich steht"
Bruder Jonas betritt das Podium:
Liebe Gemeinde,
lasst mich zunächst mit Euch beten:
Himmlischer Vater, wir danken Dir dafür, dass Du unser Fels bist!
Wir danken Dir, dass Du das Fundament unseres Lebens bist.
Wir bitten Dich, öffne unsere Herzen und lasse den Heiligen Geist über uns kommen, dass wir Deine Worte aufnehmen können. Amen.
„Auf diesen Felsen werde ich meine Versammlung bauen, und die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen.“
Das Bekenntnis von Petrus: Christus, der Sohn des lebendigen Gottes
Dieser Vers ist vielen gut bekannt. Er ist die Antwort Jesu auf das großartige Bekenntnis von Petrus: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“ (Vers 16). Auffallend ist, dass der Herr Jesus nur an dieser Stelle erklärt, dass sich das Bild des Felsens eindeutig auf ihn selbst bezieht. Schon in der sogenannten Bergpredigt hatte der Herr Jesus von dem Felsen gesprochen (Mt 7,24-27). Auch dort meint Er sich selbst, ohne dies jedoch auszulegen: Wer sein Lebenshaus auf der Grundlage baut, die durch das Wort und das Werk des Herrn Jesus gelegt worden ist - durch den Felsen - hat sicher gebaut. Aber an dieser Stelle erklärt Er dieses Bild nicht.
Das ist in Matthäus 16 anders. Petrus hatte im Glauben erkannt, dass der Herr Jesus nicht einfach Mensch ist, sondern ewiger Gott. Und in diesem Zusammenhang zeigt ihm der Herr Jesus, dass sich der Herr Jesus mit einem vollkommen neuen Organismus - der Versammlung (Gemeinde, Kirche) - verbinden würde. Jesus wäre selbst Baumeister - „ich werde bauen“. Aber Er ist zugleich die Grundlage - „auf diesem Felsen“. Durch die Betonung auf „diesen“ Felsen macht der Herr Jesus klar, dass Er sich auf seine eigene Person bezieht, von der Petrus gesprochen hatte.
Was bedeutet, dass Christus der Felsen ist?
Er bezeichnet sich als Felsen. Mit dem Felsen verbinden wir Festigkeit, Unerschütterlichkeit, Unveränderbarkeit. Auf dem Felsen ist man in Sicherheit.
David sprach so von dem Felsen: „Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter. Gott ist mein Fels, bei ihm werde ich Zuflucht suchen, mein Schild und das Horn meiner Rettung, meine hohe Festung und meine Zuflucht. Mein Retter, von Gewalttat wirst du mich retten! (2. Sam 22,2.3).
Der Fels in Ewigkeit
So bestätigt der Herr Jesus die Worte von Petrus. Ja, Er ist der Felsen, der in Ewigkeit steht. Er ist der Sohn des lebendigen Gottes, der ewige Gott. Er ist es, der der Versammlung Sicherheit geben würde. Durch Ihn würde der Tod, des Hades Pforten, keine Gewalt über die Gläu-bigen haben, die zur Versammlung des Herrn Jesus gehören sollten. Welch eine Sicherheit, welch eine Stabilität schenkt dieser Felsen, von dem Paulus später, wenn er sich auf die Geschichte des Volkes Israel bezieht, noch einmal ausdrücklich bestätigt: „Der Fels aber war der Christus“ (1. Kor 10,4).
Wenn der Herr Jesus in diesen Versen bestätigt, dass Er der ewig unwandelbare Gott ist, auf den im Alten Testament hingewiesen wurde, so beeindruckt es, dass Er uns im nächsten Abschnitt (Mt 16,21) zeigt, dass dieser ewige Gott als der Mensch Jesus „vieles leiden und getö-tet und am dritten Tag auferweckt werden müsse“. Die Herrlichkeit des ewigen Sohnes Gottes offenbart sich hier auf der Erde gerade in dem Menschen, der sich so sehr erniedrigt hat, dass Er sogar gestorben ist. Dadurch hat Er nicht aufgehört, dieser sichere Fels zu sein. Vielmehr wirft diese Erniedrigung ein ganz besonders Licht auf den Felsen - und lässt diese herrliche Person in einzigartiger Weise erstrahlen.
Lasst uns zum Abschluss beten wie Christus der Fels uns gelehrt hat:
Vater unser, der Du bist im Himmel,
Geheiliget werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel also auch auf Erden.
Unser täglich Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Übel.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.