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Der Pöbel setzt sich durch
Verfasst: Mi 4. Jun 2008, 08:35
von Konrad Grimm
Das Gesocks hat gesiegt: Die parlamentarische Vorhut des linken Geschmeiß hat in Hessen eine Rücknahme der Studiengebühren durchgesetzt.
http://www.spiegel.de/unispiegel/studiu ... 37,00.html
Immerhin: Das sorgt für mehr Platz an den bayerischen und baden-württembergischen Unis. Liebe Hessen, wenn Ihr schon unser Akademiker-Präkariat nehmt - wollt Ihr auch gleich noch unsere Asylanten und unsere Sträflinge haben?
Verfasst: Mi 4. Jun 2008, 08:38
von Palin Waylan-Majere
Der Anteil der Studiengebühren am Bildungshaushalt Hessens lag ohnehin bei nur etwa 1,5 %. Daran sieht man, dass es nie wirklich um eine Verbesserung der Unis ging, sondern um ein ideologisch motiviertes Aussortieren.
Verfasst: Mi 4. Jun 2008, 08:39
von SRM
Fakt ist ja, dass die Studiengebühren in die Bildung investiert werden sollten und die Gesamtsituation an deutschen Unis zu verbessern. Fakt ist aber auch, dass sich in Baden-Württemberg NICHTS zum besseren gewandelt hat, ganz im Gegenteil: Veranstaltungen wurden gestrichen, mit dem Verweis, dass diese ja über Studiengebühren finanziert werden können.
Fazit: Entweder eine vollständige Privatisierung der Universitäten und dann sind entsprechende Studiengebühren (Stichwort Preis-Leistungs-Verhältnis) auch gerechtfertigt. Das derzeitige, staatliche Schwarze Loch, in dem die Gebühren verschwinden, nutzt keinem wirklich weiter.
Verfasst: Mi 4. Jun 2008, 09:02
von Michael Schneider
Ich als Alt-RCDSler war auch immer gegen die Studiengebühren. Denn ob diese jemals wirklich an den unis richtig ankommen und etwas verbessern durfte und darf nach wie vor bezweifelt werden. Außderm ist das für mich immer auch eine Hypothek für die Zukunft gewesen. Da wird Geld gefordert, dass die Studenten im Berufsleben zurückzahlen müssen und entsprechend weniger konsumieren können (mit den Folgen von weniger Steuern, weniger Arbeitsplätzen etc.p.p.). Und auch als Akademiker verdient man heute nicht mehr so wahnsinnig viel, als das man sich das wirklich toll leisten könnte, gerade wenn man nicht erst mit 48 eine Familie gründen möchte.
Im gegensatz zu den USA fehlt in Deutschland auch die riesige Stipendiengesellschaft und Spenden ehemaliger Studenten von Unis bzw. Mitglieder der Studentengruppen als Unterstützer.
RE: Der Pöbel setzt sich durch
Verfasst: Mi 4. Jun 2008, 09:02
von Montgomery Scott
Original von Konrad Grimm
Das Gesocks hat gesiegt: Die parlamentarische Vorhut des linken Geschmeiß hat in Hessen eine Rücknahme der Studiengebühren durchgesetzt.
Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder ich eröffne ab heute zu jedem Beschluss eines deutschen Parlaments mit rechter Mehrheit einen Thread, in dem ich von "Gesocks" und "rechtem Geschmeiß" schreibe oder aber wir bleiben sachlich und sparen uns sowas. Was denkst Du?
Immerhin: Das sorgt für mehr Platz an den bayerischen und baden-württembergischen Unis. Liebe Hessen, wenn Ihr schon unser Akademiker-Präkariat nehmt - wollt Ihr auch gleich noch unsere Asylanten und unsere Sträflinge haben?
Und da hessische Hochschulen den anderen süddeutschen sowieso den Rang in Ingenieurs- (TU Darmstadt) und Wirtschaftsstudiengängen (Frankfurt) ablaufen, suchen sich unsere Unis einfach die besten aus und schicken den Rest zurück
Der Beschluss des Landtags ist übrigens sehr zu begrüßen. Ein derart kompromissloses Bekenntnis zu freier Bildung und Chancengerechtigkeit ist in Deutschland selten geworden!
Verfasst: Mi 4. Jun 2008, 09:09
von Rainer Zufall
Ich würde sagen, ein Sieg des Parlamentes. Der Wähler wollte es so.
Verfasst: Mi 4. Jun 2008, 10:31
von Baudouin de Billancourt
Hier in Münster haben sich schon ein paar Dinge gebessert. Die Bibliothek ist länger geöffnet und es sind wirklich wichtige und hilfreiche Kurse zusätzlich zu Stande gekommen. Außerdem scheint mir die Verwaltung die Beschwerden von Studenten über die Situation ernster zu nehmen. Nun, ich freu mich drauf, bald mehr Platz zu haben, wenn einige Studenten nach Hessen wechseln.
Verfasst: Mi 4. Jun 2008, 10:35
von Fabian Montary
Die Universitätsbibliothek Erfurt ist laut CHE-Ranking ist sechstbeste in ganz Deutschland, im studiengebührenfreien Thüringen...
Verfasst: Mi 4. Jun 2008, 10:40
von Michael Schneider
Original von Baudouin de Billancourt
Hier in Münster haben sich schon ein paar Dinge gebessert. Die Bibliothek ist länger geöffnet und es sind wirklich wichtige und hilfreiche Kurse zusätzlich zu Stande gekommen. Außerdem scheint mir die Verwaltung die Beschwerden von Studenten über die Situation ernster zu nehmen. Nun, ich freu mich drauf, bald mehr Platz zu haben, wenn einige Studenten nach Hessen wechseln.
Da darf man bezweifeln ob das an den Studiengebühren liegt. Und je weniger Studenten ihr habt um so schwieriger dürfte es eher werden.

Verfasst: Mi 4. Jun 2008, 10:41
von Fabian Montary
Na gut, Thüringen ist nicht ganz studiengebührenfrei, es gibt einen Semesterbeitrag von 50 Euro, der jetzt aber vom Thüringer Verfassungsgerichtshof gekippt wurde.