Seite 1 von 10

Schwan soll gegen Köhler antreten

Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 13:49
von Albert von Romanow-Bernstein
*schleim* So sehr ich Gesine Schwan (SPD) für ihre Arbeit als Präsidentin der Viadrina-Universität schätzte *schleim* (Wechsele demnächst an die Uni ;) ), so sehr regt es mich auf, dass man sie jetzt schon wieder zur Präsidentin machen will. Wiedermal sind die Chancen für die SPD schlecht und deshalb meint man wieder mal es sei an der Zeit jemanden mit der Begründung zu wählen, dass diese Person keinen Penis hat.
Schwan soll gegen Köhler antreten

Konkurrenz für Horst Köhler: Immer mehr führende SPD-Politiker wollen Gesine Schwan ein zweites Mal für das Amt der Bundespräsidentin nominieren. Die Uni-Rektorin selbst möchte unbedingt antreten - auch Parteichef Beck zeigt sich jetzt offen für eine SPD-Kandidatur.
Ich kann nur die Worte Erwin Hubers so unterschreiben:
"SPD-Chef Beck bereitet eine klammheimliche Zusammenarbeit mit der Linkspartei vor", sagt der CSU-Vorsitzende Erwin Huber SPIEGEL ONLINE. "Denn ein Gegenkandidat gegen Horst Köhler setzt ein rot-rotes Bündnis voraus."

"Es darf nicht sein, dass das höchste Staatsamt der Bundesrepublik mit den Stimmen von Verfassungsfeinden wie der Linkspartei gewählt wird", sagte der CSU-Chef.

Es sei "nur mit parteiinternem Machtkalkül erklärbar", dass die SPD "gegen einen so populären Bundespräsidenten wie Horst Köhler einen Gegenkandidaten aufstellen will". Dies zeige, "wie weit sich die SPD von den Menschen entfernt hat". Huber weiter: "Offenbar hat SPD-Chef Beck wieder einmal den Druck der Parteilinken nachgegeben. Die SPD agiert kopf- und führungslos."

Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 14:01
von vSzP
Ich versteh die SPD aktuell nicht: die nehmen jeden Fehler mit, den man noch bis zur Bundestagswahl '09 mitnehmen kann. Köhler ist der beliebteste Präsident, es wäre nur klug von der SPD, wenn sie ihn mittragen würden. Aktuell sieht es aber so aus, als ob die SPD erstmal gegen Alles und Nichts. Ohne Konzept und führungslos topedieren wir erstmal alles was von der CDU kommt...

Daneben: wenn die SPD mit den Linken den Bundespräsidenten wählen lassen möchte, dann wird denen auch keiner abnehmen, dass die nicht auch eine Koalition mit der Linken eingehen wird. Und das kann ja wohl im Interesse niemands sein.

Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 14:03
von Hajo Poppinga
Das ist doch nur noch lächerlich - wer soll der SPD denn noch glauben? Erst sagt man in Hessen "Niemals mit der PDS!", dann fällt man um. Dann heißt es niemals auf Bundesebene, nun will man mit den Linken den Bundespräsidenten wählen. Man hat ja fast das Gefühl, man probiert dort ein Kamikazeprogramm aus.

Es tut mir fast leid für Gesine Schwan, weil es sie auch persönlich beschädigen wird.

Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 14:12
von Albert von Romanow-Bernstein
Wie sieht es eigentlich in der Bundesversammlung aus? Wird es möglich sein, dass die SPD zusammen mit der der SED und den Grünen eine Mehrheit haben wird ohne die rechtsradikalen Stimmen? Wieviel Prozent muss die CSU holen um Rot-rot-grün zu verhindern?

Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 14:13
von Palin Waylan-Majere
Bundespräsidenten sind immer beliebt. Köhler ist doch nicht so "populär" weil er der nette Horst ist. Ich erinnere mal an die bekannte überregionale Tageszeitung mit den 4 Buchstaben: "Horst Wer?"
Das Argument zieht also nicht.

Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 14:18
von Albert von Romanow-Bernstein
Fast 80 % wollen diesen Mann wieder in Schloß Belvedere sehen.

Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 14:20
von vSzP
Original von Palin Waylan-Majere
Bundespräsidenten sind immer beliebt. Köhler ist doch nicht so "populär" weil er der nette Horst ist. Ich erinnere mal an die bekannte überregionale Tageszeitung mit den 4 Buchstaben: "Horst Wer?"
Das Argument zieht also nicht.
Naja, ist ja auch schon ein wenig her.

Ich denke, Bundespräsident Köhler ist beliebter als sein Vorgänger...

Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 14:25
von Jim Tres
Original von Albert von Romanow-Bernstein
Wie sieht es eigentlich in der Bundesversammlung aus? Wird es möglich sein, dass die SPD zusammen mit der der SED und den Grünen eine Mehrheit haben wird ohne die rechtsradikalen Stimmen? Wieviel Prozent muss die CSU holen um Rot-rot-grün zu verhindern?
Wenn man den Ex-Linken-MdB Winkelmeier und den SSWler mitrechnet, fehlen SPD/Gruene/Linke derzeit 7-8 Sitze. Derzeit hat man 28 von den 92 bayerischen Sitzen. Geht man davon aus, dass 5-10% der Waehlerstimmen an Parteien unter der 5%-Huerde gehen, dann muessten SPD+Gruene auf 34-36% kommen, oder halt die Linke in den bayerischen Landtag einziehen.

Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 14:28
von Konrad Grimm
Das scheitert doch eh. Vor der Bundesversammlung wird nur noch in Bayern gewählt. Nach den momentanen Umfragen wird die CSU hier 10-12 % verlieren, profitieren aber nur FDP und Freie Wähler. Per Saldo dürfte das bürgerliche Lager also stabil bleiben - womit CDU/CSU/FDP (/Freie Wähler?) eine Mehrheit behalten. Die SPD darf nicht darauf hoffen, dass die FDP auf eine rot-rot-grün-gelbe Koalition spekuliert. Selbst wenn rot-grün ein, zwei, drei Sitze in der Versammlung gewönne - wären NPD und DVU plötzlich Zünglein an der Wage...

Kurz: Schwan scheitert erneut. Hoffentlich begreifen die Wähler in der Mitte, dass Rot-Grün daran arbeitet, nach der Bundestagswahl mit der Linken zu paktieren und damit nicht mehr wählbar ist.

Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 15:46
von Damian Fuller
Wer Bundespräsident wird ist ja nicht so wichtig, höchstens symbolisch.

Aber es ist halt ein Machtgeplänkel zwischen den großen Parteien, bei dem die kleinen Parteien auch ein wenig mitspielen dürfen.

Man sollte das Amt zwischen Schwan und Köhler im Tischfußball oder einem anderen Freizeitspiel ausspielen.