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Offener Brief der Unionsaußenministerin!

Verfasst: Di 19. Feb 2008, 10:55
von Denise M. Connor
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Offener Brief der Unionsaußenministerin und stellvertretenden Unionskanzlerin Denise Marisa Heidenberg-Untrial.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie Sie vermutlich der Presse entnehmen konnten, sind Unionskanzler Sean William Connor und ich am 17.02.2008 von den Unionsämtern zurückgetreten.
Ich möchte nun in diesem offenen Brief die Gelegenheit nutzen, um Ihnen auch meinen Standpunkt der Sachlage mitzuteilen.

Die Demokratische Union, und das steht ohne Umschweife fest, steckt in einer schweren Krise. Wir sind schon lange nicht mehr die Nummer Eins unter den deutschsprachigen Mikronationen. Lethargie macht sich breit, und es wird gerade einmal das Nötigste getan, um dieses Land wieder nach vorne zu bringen. Nicht die Regierung ist immer der Schuldige, sondern jeder einzelne Staatsbürger dieses Landes hat die Möglichkeit, seine Ziele, Wünsche und Träume in diesem unserem Land zu erreichen.

Wir, die Unionsregierung, hatten neue Visionen, und wollten diese Visionen und Ideen auch umsetzen. Leider trafen wir immer wieder auf Störfaktoren, die dieses leider unmöglich machten. Als Beispiel hierfür sei nur einmal die Föderalismusreform genannt, oder auch der akute Personalmangel im diplomatischen Dienst der Union. Zwei, bzw. drei überaus aktive Minister können dieses Potential, bzw. diesen Missstand nicht bewerkstelligen. Da wir dieses leider immer wieder auffangen mussten, blieben Neuerungen, Innovationen, Ideen und Erweiterungen für unser Land auf der Strecke. Nicht nur das, sie wurden so gar wenn wir dieses angehen wollten von vielen Seiten her torpediert.

Warum, und diese Frage stelle ich mir schon seit langem, verlassen aktive Politiker wie Amber Marie Ford oder Patrick Behrens (um nur zwei von vielen Namen zu nennen) die Demokratische Union? Warum fesselt dieses Land nicht mehr die Massen? Warum sind wir, eines der ältesten und größten Länder unserer Welt nicht mehr an der Spitze? Ich habe darauf meine Antwort gefunden. Die Antwort lautet: Jeder schiebt die Arbeit ab, bzw. auf die Anderen nach dem Motto „Der wird es schon machen“. So aber kommen wir nicht weiter! Der Strudel wird uns immer tiefer reißen, bis wir am Boden liegen.

Wenn nicht Sie liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger dieses Land gestalten, wer dann? Sie sind die Demokratische Union, und Sie sind das Blut in den Adern dieses Landes. Die Regierung selbst kann nur die Venen und Adern frei halten, damit dieses Blut uneingeschränkt fließen kann.

Ein Beispiel dafür kann ich Ihnen gerne geben. Es taucht ein Mann kurz vor den Wahlen auf, greift die Regierung an, lässt sich auf die Liste zum Unionsparlament aufstellen, gewinnt diese Wahl mit einem überragenden Ergebnis. So weit ist das ja alles legitim, und auch nachzuvollziehen. Von diesem Mann allerdings ist schon kurz nach den Wahlen nicht mehr viel zu hören. Von seinen viel gepriesenen Möglichkeiten ist nicht viel übrig geblieben. Als Oppositionsführer schreit er dann und wann noch einmal im UP herum, aber das war es dann auch schon. Können Sie sich vorstellen, wie dieser Mann eine Regierung führen soll, der kurz nach seiner Wahl schon wieder in die Versenkung verschwindet? Genau das nehme ich als Beispiel für Lethargie.
Ich weiß aber ebenfalls dass es nicht fair ist einen von mir hochgeschätzten Kollegen zu kritisieren, wo man selber den Rückzug wählt. Ich möchte damit nur zum Ausdruck bringen, dass endlich einmal ein Ruck durch dieses Land gehen muss!
Unionskanzler Connor und meine Person haben es mit allen Kräften versucht, konnten uns aber selber nicht gerecht werden, bzw. wurden immer wieder einen Schritt zurück gestoßen.

Ein wirklich einmaliges Team in der Geschichte an der Regierungsspitze der Demokratischen Union verlässt nun die Bühne der Unionsregierung. Ich selber möchte noch anmerken, dass ich meine Arbeit immer mit viel Freude und Elan für dieses Land verrichtet habe. Mein Dank gilt vor allem dem Regierungsteam, insbesondere Unionskanzler Sean William Connor, der mich immer unterstützt und gefördert hat. Eine großer Dank geht auch an meine Wählerinnen und Wähler.

Wehet Fahnen voller stolz. Machen Sie liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger etwas daraus! Lernen Sie aus den Fehlern und Schwächen der vergangenen Jahre, und packen Sie es an. Gerne bin ich jederzeit Ansprechpartner für Sie alle, wenn Sie meine Hilfe benötigen.

Mir bleibt es nun mich vorab zu verabschieden

Farewell, Ihre
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Denise Marisa Heidenberg-Untrial

Verfasst: Di 19. Feb 2008, 10:58
von Konrad Grimm
Selbstlob und Schuldzuweisungen. Die anderen sind schuld, dass ihro Gnaden ihre unvergleichliche Brillanz nicht ausspielen konnten :rolleyes:

Verfasst: Di 19. Feb 2008, 11:09
von Matt Suchard
Sie haben zum Teil wirklich Recht. Nuzr lässt sich das wohl schwerlich simon diskutieren. ;)

Verfasst: Di 19. Feb 2008, 11:18
von William C. Ashcraft
Viel Selbstkritik konnte ich leider auch nicht heraushören. Jedoch stimmt es durchaus, dass jeder Einzelne von uns etwas dazu beitragen muss.

Verfasst: Di 19. Feb 2008, 12:30
von Stanislav Goldmann
Wähler- und Bürgerbeschimpfung, weil man selbst nix auf die Reihe bekommt? Auf solch eine Regierung kann man getrost verzichten ...

Verfasst: Di 19. Feb 2008, 12:34
von Oliver von Palm
Die Frau hat Recht.

Verfasst: Di 19. Feb 2008, 13:41
von Amber Marie Ford
Original von Oliver von Palm
Die Frau hat Recht.
In ganz wesentlichen Teilen, ja.

Von einem Versagen oder Scheitern der Unionsregierung Connor/Heidenberg kann keine Rede sein, denn sie hat ihre wenigen verbliebenen Kompetenzen durchaus aktiv wahrgenommen: es gab Reisen, Staatsbesuche und Vertragsabschlüsse, das Amt einer Generalbotschafterin wurde geschaffen um den Diplomatischen Dienst zu sanieren, es gab Haushaltsentwürfe und einen Anklagevertreter in Strafproessen, endlich wurde ein erneuter Anlauf zu einer Föderalismusreform genommen. Was sollte die Unionsregieurng sonst noch machen? Für alles andere sind doch die Länder zuständig, wem zu wenig passiert, der möge sich in den Staatskanzleien beschweren...

Insofern läuft allerdings auch die Kritik an Oppositionsführer Grimm ins Leere: was sollte die Opposition denn machen? Sie hat gegen die wenigen Projekte, die die Unionsregierung nach der Verfasssung noch angehen konnte argumentiert und gestimmt, der VU-Abgeordnete Poppinga hat den Vorstoß einer Eherechtsreform unternommen - mehr ging und geht auch für sie nicht...

Schließlich meine ich, ist das Problem nicht nur fehlende Motivation breiter Bevölkerungsschichten, sondern vor allem auch der egomanische Strukturkonservativismus in vielen Köpfen. Der Abstieg dieses Landes begann mit der sukzessiven Zerlegung des einstigen, föderativen Nationalstaates Ratelon in eine machtlose Konföderation inaktiver Kleinstaaten, deren Regierungen eifersüchtig ihre errungenen Kompetenzen hüten und beständig auszudehnen bestrebt sind, von denen jeder macht was er will, um möglichst rasch und ohen Rücksicht auf das Ganze Tatsachen zu schaffen und in der Folge auf deren Bestandsschutz zu pochen.

Der Wiederaufstieg dieses Landes erfordert in zwei zentralen Punkten zunächst eine umfassende Föderalismusreform, welche der Unionsebene wieder deutlich erweiterte und substanzielle Kompetenzen insbesondere in Bereichen wie Wirtschaft, Arbeitsmarkt, soziale Sicherung, Umweltschutz, Kulturförderung und anderem mehr bringt, den Ländern jedoch selbstständige Gestaltungsräume vor allem in regionalen Belangen lässt, und weiter wieder einen richtigen Namen, der gemeinsame Identitöt stiftet und aktive Außendarstellung ermöglicht.

Das wird aber keine Unionsregierung jemals erreichen können, auch keine welche einen legendären Kanzler wie Maximilian von Rohan-Mason oder gar Sebastian Schumann reaktiviert. Das Problembewusstsein und die Einsichtsbereitschaft der Bremser, Blockierer und Reformverweigerer ist ungebrochen, die Demontage der Union geht trotzig und schamlos weiter, indem die Länder jetzt noch jedes seine separate Außenpolitik soll betreiben dürfen, Tenor: "Die Union macht und schafft ja nichts, die Länder können das alles viel besser", eine geistige Konsolidierung der Union als gemeinsamer Nation ihrer Länder und Menschen wird durch Festhalten an der Namenlosigkeit verweigert.

Ich weiß nicht, wie viel schlimmer es noch werden muss bis die Leute hier endlich wach und einsichtig werden, vielleicht so schlimm, dass es irgendwann endgültig zu spät sein wird. Ich persönlich habe keine Hoffnung mehr...

Verfasst: Di 19. Feb 2008, 14:09
von Michael Schneider
SO:

Sollten wir nicht lieber den Laden von uns aus dicht machen, bevor wir noch schlimmer aussehen? Damit können wir uns eine Menge ersparen und alles wenigstens in besserer Erinnerung behalten als erfolgreiches Projekt. Das meine ich ernst.

Verfasst: Di 19. Feb 2008, 14:12
von Palin Waylan-Majere
*simoff*
Geht doch weg, wenn ihr keine Lust mehr habt? Dann machen wir hier mit den verbleibenden eine schöne kleine Räterepublik auf. :P
*simon*

Verfasst: Di 19. Feb 2008, 14:13
von Michael Schneider
Genau das befürchte ich halt: das irgendwelcher Mist mit Ratelon veranstaltet wird. Vorher würd ich eher das Land per Atombomben versenken. :)