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Der leise Tod des letzten Veteranen

Verfasst: Do 24. Jan 2008, 14:16
von Konrad Korzeniowski
Dr. Erich Kästners Tod war keiner deutschen Zeitung eine Zeile wert. Dabei war der alte Herr, der vor gut drei Wochen im Alter von 107 Jahren starb, der zweitälteste Deutsche. Das allein reicht heutzutage nicht, man muss schon der Älteste oder der Jüngste, der Erste oder Letzte seiner Art sein. Dabei war der Namensvetter des berühmten Schriftstellers wohl auch das: der Letzte, und zwar der Letzte einer ganz besonderen Generation: Mit dem Oberlandgerichtsrat i. R. ist am 1. Januar 2008 nun der - soweit man es sagen kann - letzte deutsche Teilnehmer des Ersten Weltkriegs 1914/18 gestorben.

Anders als die Briten, die Franzosen, die Amerikaner oder die Australier führt in Deutschland niemand eine Liste der Veteranen von damals. Weder das Verteidigungsministerium noch der Bundeswehrverband oder das Militärgeschichtliche Forschungsamt in Potsdam können Auskunft geben, wer damals als Soldat in den Armeen des Kaiserreichs das große Gemetzel zwischen Nordsee und Alpen mitgemacht hat. Und so nimmt hierzulande auch niemand Notiz, wenn einer dieser Zeitzeugen stirbt - wie denn auch? Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen kommen die Veteranen von 1914/18 nicht vor; sie sind eine wahrhaft verlorene Generation, deren Leben, Leiden und Sterben in den Schützengräben an Marne und Somme im Schlagschatten des Zweiten Weltkriegs verschwand.

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Ganzer Artikel
Irgendwie hat mich dieser Artikel sehr berührt... Alleine deshalb schon wollte ich hier gerne darauf hinweisen.

Ad Memoriam - Den 20 Millionen Toten des Ersten Weltkrieges

Bild

I knew a simple soldier boy
Who grinned at life in empty joy,
Slept soundly through the lonesome dark,
And whistled early with the lark.





In winter trenches, cowed and glum,
With crumps and lice and lack of rum,
He put a bullet through his brain.
No one spoke of him again.





You smug-faced crowds with kindling eye
Who cheer when soldier lads march by,
Sneak home and pray you’ll never know
The hell where youth and laughter go.





Siegfried Sassoon, 1918

Verfasst: Do 24. Jan 2008, 15:10
von Karl Abel
Als jemand, der sich sehr interessiert mit dem Thema 1. Weltkrieg auseinandersetzt, ist es für mich ein komisches Gefühl das Kapitel abgeschlossen zu haben.
Aber es ist bewegend, ob positiv oder negativ kann ich nicht sagen. Es ist einfach merkwürdig. Der Letzte Deutsche dieser Epoche ist weg.
Keiner von damals ist mehr da :(

Verfasst: Do 24. Jan 2008, 15:47
von Hajo Poppinga
Man sollte das auch von staatlicher Seite irgendwie würdigen.

Verfasst: Fr 25. Jan 2008, 19:36
von joukersendler
Der letzte franz. Veteran meinte er will keine besondere Ehrung weil das ungerecht gegenüber den anderen die keine Ehrung hatten wäre. Des stand letztens bei uns in der Zeitung.

Verfasst: Fr 25. Jan 2008, 19:59
von Fabian Montary
Original von joukersendler
Der letzte franz. Veteran meinte er will keine besondere Ehrung weil das ungerecht gegenüber den anderen die keine Ehrung hatten wäre. Des stand letztens bei uns in der Zeitung.
Jep, weil die Woche der vorletzte gestorben ist.

Verfasst: Fr 25. Jan 2008, 20:02
von Daniel
Letzter polnischer Veteran des 1. Weltkrieges vertorben (18. Januar 2008)

Warschau (AFP) - Der letzte polnische Veteran des Ersten Weltkriegs ist im Alter von 105 Jahren gestorben. Wie Stanislaw Wycechs Schwiegertochter Zofia bekanntgab, schlief Wycech friedlich ein. Er war der letzte noch lebende Pole, der im Ersten Weltkrieg gekämpft hatte. Wycech stammte aus einer Familie polnischer Unabhängigkeitskämpfer und wurde 1902 bei Warschau in einem Gebiet geboren, das damals am Westrand des russischen Reiches lag. Bei Kriegsbeginn 1914 wurden Polen von den drei Ländern zum Kriegsdienst eingezogen, die das Land damals unter sich aufgeteilt hatten: Russland, Österreich-Ungarn und Deutschland.

Wycech war für die Wehrpflicht zu jung, ging aber 1915 als Kurier zur polnischen Untergrundorganisatoin POW. Im Februar 1917 wurde er dann den Truppen der POW zugeordnet. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP vor zwei Monaten hatte der alte Mann gesagt: "Es war eine Ehre, Soldat zu sein." Er sei als Junge von historischen Romanen und Heldensagen beeindruckt gewesen. "Wir waren von Feinden umzingelt. Wir wollten unser Vaterland befreien", erinnerte sich Wycech. Weltweit leben noch rund zwanzig Veteranen des Ersten Weltkriegs.

Verfasst: Fr 25. Jan 2008, 20:54
von Palin Waylan-Majere

Verfasst: Fr 25. Jan 2008, 20:59
von Karl Abel
<---hat das lied sowieso auf cd :D

Verfasst: Fr 25. Jan 2008, 21:03
von Aaron Sulla
<--- Findet das man diese Lieder besser auch mal auf Schulhöfen verteilen sollte...

Verfasst: Fr 25. Jan 2008, 21:05
von Karl Abel
<---- wird die idee weiter verfolgen und lobt sulla dafür...