Original von Montgomery Scott
Die SPD hat sich 2005 gegen rot-rot-grün und für die große Koalition entschieden, wenn ich mich richtig erinnere. Das sollte doch ein Beweis sein, oder? In Thüringen hat die SPD bereits ähnliche Präferenzen erkennen lassen.
Warum soll die SPD rot-rot-grün auf jeden Fall durchdrücken? Die absolute Inhaltsidentität ist, wie ich in einem anderen Beitrag erläutert habe, nicht gegeben. Gerade in den Punkten des Afghanistan-Einsatzes und der Sozialgesetzgebung gehen beide Parteien auseinander und die lassen sich sicherlich nicht in einer Regierung vereinen.
Original von Montgomery Scott
Ich habe Matschie nur die Äußerung mit der Fundamentalopposition zugeschrieben und das korrekterweise.
Du hast ihm dazu aber auch die Sache mit der SED-Nachfolge in den Mund gelegt.
Original von Montgomery Scott
Das Postenproblem reduziert sich auf genau einen Posten, nämlich den des Ministerpräsidenten. Mir wäre nicht bekannt, dass die Linke bestimmte Ministerposten zur Bedingung stellt.
Das ist falsch. Ich wüsste ernstlich nicht, welche Politiker aus der Linkspartei die Posten übernehmen sollten. Außer vielleicht eine engagierte und kompetente Susanne Hennig im Bildungsbereich kann ich mir kaum wen vorstellen - und Hennig ist dann wohl mit 31 Jahren auch noch zu jung. Frank Kuschel profilierte sich zwar auf dem Bereich der Kommunalpolitik, er ist aber aufgrund seiner IM-Tätigkeit selbst für die Linkspartei nicht als Minister zu tragen, wie Ramelow heute in einem Interview sagte.
Original von Montgomery Scott
Dass die Linkenfraktion angeblich nicht verlässlich sein soll, ist völlig aus der Luft gegriffen und ein vorgeschobenes Argument, um der SPD-Basis zu verkaufen, dass man nicht mit der Partei zusammenarbeitet, die inhaltlich prädestiniert ist.
Wie gesagt, die Zusammenarbeit funktioniert nicht nur über Inhalte, sondern auch über Personen. Und da sind auch so Dampfplauderer wie Matthias Bärwolff, der auch in der KPF organisiert ist und dem bringe ich da nicht genügend Vertrauen entgegen, fünf Jahre mit der SPD zusammenzuarbeiten.
Original von Montgomery Scott
Ich wüsste gerne mal einen einzigen Präzidenzfall, in dem eine linke Landtagsfraktion nicht Wort gehalten hätte. Hier in Hessen jedenfalls war es die SPD-Fraktion, die nicht verlässlich war, in der Linke-Fraktion gab es gar keine Diskussion.
In der Opposition haben Linkspartei und SPD bei den meisten Dingen ins gleiche Horn geblasen, das will ich ja gar nicht bezweifeln, bei zwei linken Parteien gegenüber einer rechten ist das auch nicht schwierig, Konsens zu finden. Regierungsarbeit ist dann doch aber noch etwas anderes.
Original von Montgomery Scott
Eine so knappe Mehrheit wäre sicher zu knapp. Ich wüsste aber nicht, dass die Linke da Vorbehalte hätte, die gibt es nur bei den Grünen.
Wir werden sehen, was die nächsten Wochen bringen.