Antworten
Erleuchteter
Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Benutzeravatar
Erleuchteter
Original von vSzP
Denke ich nicht. Die Frage ist seit 1949 ausreichend beantwortet. Ich würde mir sogar wünschen, dass soviel Klarheit bei anderen Fragen herrschen würde.
Was heißt denn schon "ausreichend"? Ausreichend wofür? Das liberale Verständnis von Eigentum ist noch gar nicht so alt und wurde seit jeher durchaus kontrovers diskutiert.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum du dich dann nur mit den kapitalistischen Merkmalen auseinandersetzt. Deine Kritik sollte doch eher so ablaufen: Problem sehen --> anaylieren --> Antwort drauf finden (grob ;)). Es gibt letztendlich doch nur zwei Möglichkeiten: Privat oder Staat. Ergo muss man beide Möglichkeiten für jedes Problem betrachten: wäre es z.B. besser die Stromversorgung Deutschlands in den staatlichen Händen zu behalten oder muss die Bundesrepublik Deutschland staatseigene Reisebüros besitzen? Im ersten Fall kann man - denke ich - eher richtung Staat tendieren (Stromnetz), im zweiten Fall mehr Richtung Markt.

Wenn es dir am lösen solcher Probleme gelegen ist, dann musst du auch offen für die Antworten sein. Das bist du aber nicht. Es kommt augenscheinlich garnicht bei dir vor, dass manchmal eben auch der Staat das Übel sein kann.
Natürlich kann der Staat das Übel sein. Ich behaupte auch gar nicht, der gesteuerte Kapitalismus aus der Mitte des letzten Jahrhunderts sei das Nonplusultra gewesen. Tatsache ist aber auch, dass das Ideal vom freien Kapitalismus ein Mythos ist. Der wachstumsstarke Kapitalismus erforderte in jeder Phase (sowohl im 19. Jhd. als auch im Thatcherismus) einen starken Staat, der die Rahmenbedingungen schafft.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Bild
Antworten

Zurück zu „Off Topic“