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RE: PWM im Vorwärts! zum Wahlergebnis und zur Wehrpflicht

Verfasst: Mo 15. Mär 2010, 17:00
von Palin Waylan-Majere
Original von Nicolas Fournier
Sehr schön, dass es die Vorwärts! noch gibt.
Find ich auch. ;)

Interessierte können sich unter Mitmachen registrieren. Auf der linken Seite gibt es jetzt auch einen Link zum Anmelden.
Selbstverständlich ist es auch möglich, dem Verein im BNetz beizutreten.

RE: PWM im Vorwärts! zum Wahlergebnis und zur Wehrpflicht

Verfasst: Mo 15. Mär 2010, 17:02
von SRM
Original von Palin Waylan-Majere
Selbstverständlich ist es auch möglich, dem Verein im BNetz beizutreten.
Sozusagen ein Teufelskreis im wahrsten Sinne des Wortes. ;)

Verfasst: Mo 15. Mär 2010, 18:30
von Melissa Adelaide
Original von Hans Sack
Aber wie soll man denn mit ihrer Aufassung von "Freiheit" einen Staat Regieren ? Um Überhaupt Politisch handeln zu können benötigt mann eine Mehrheitliche einigung. Ansonsten müsste man ja Millionen von Meinungen und begehren Umsetzen, was eine klare entscheidung zwischen A und B unmöglich macht.

Somit währe nach ihrer Auslegung die erreichung von Freiheit in einem Funktionierendem Staat ausgeschlossen.

Ich denke aber das man hier durchaus Differenzieren muss in wie weit Absolute Freiheit Umsetzbar ist. Meiner meinung nach benötigt das Individuum durchaus das Höchste Maß an Persönlicher Freiheit, aber das Höchste Umsetzbare maß im Rahmen eines Unterstützenden Systems.

Wenn jeder Alles tuen könnte was sonst niemanden "Schädigt", währe das Sicher sehr schön und ein Wirtschaftliches Paradies. Aber man muss auch besehen, das auf diese weise ein Staat nicht Funktionieren kann und die daraus endstehenden Umstände die vermeindlichen Vorteile in den Schatten stellen.
Wie man einen Staat regieren soll? Aristokratisch, im wörtlichen Sinne. Ein Staat sollte von den Besten unter seinen Bürgern regiert werden. Von seinen intelligentesten, bestgebildeten, fleißigsten, kreativsten, mutigsten und intergersten Bürgern. Die Massendemokratie ist nur ein Zwischenstadium während des Abstiegs eines Staates zur Ochlokratie. Weder die Polis Athen, noch das Imperium Romanum, noch die Vereinigten Staaten von Amerika waren ursprünglich massendemokratisch wie viele heutige Staaten. Mit der schrittweisen Aushöhlung ihrer aristokratischen Elemente und Entmachtung der Eliten zu Gunsten des Pöbels begann ihr schleichender Verfall.

Verfasst: Mo 15. Mär 2010, 18:40
von Melissa Adelaide
Original von Manuel Lehmann
Hierzu stell ich mir auch die Frage, wer den entscheidet, wann, wo , welche Schule bzw. Krankenhaus und vor allen Dingen mit welchen Mitteln diese Schule/Krankenhaus gebaut werden soll.
Ergibt sich das auch aus der Freiheit der Bürger?
Kann da jeder frei für sich entscheiden?
Kann jeder frei entscheiden, von wo das nötige Geld für den Bau und für den Unterhalt hergenommen wird?

Ihre Ansichten von Freiheit würde uns innerhalb kürzester Zeit zurück in die Steinzeit bewegen. Da gab es ja schließlich auch noch keine Gesetze. Freiheit eben !
Und dass Mord, Totschlag, Diebstahl, Raub, Vergewaltigung und Nötigung verboten sind, ergibt sich definitiv nicht von selbst, wenn man die Sache global betrachtet. Es erscheint für Sie selbstverständlich, weil man so erzogen wird; weil es das Gesetz schon seit Ewigkeiten so hergibt; deshalb erscheint es selbstverständlich.
Nicht weil das Ihrer Meinung nach "freiheitliche Denken" eines jeden Einzelnen in unseren Genen liegt.
Es ist ganz einfach: über den Bau, den Standort, die Ausstattung usw. eines Krankenhauses oder einer Schule entscheidet der Investor, der diese Einrichtungen schafft. Er setzt auch die Preise für die Nutzung seiner Einrichtung fest.

Leben z. B. in einem Stadtteil viele Familien mit Kindern, wird sich schnell jemand finden, der dort eine Schule baut. Bietet diese ein für das erhobene Schulgeld gutes Angebot - qualifizierte Lehrer, saubere und schöne Klassenzimmer, moderne Ausstattung, aktuelle Bücher usw. - werden Eltern ihre Kinder gerne an dieser Schule anmelden und den notwendigen Preis für die gelieferte Qualität bezahlen. Stimmen die Qualität oder das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht, werden die Eltern ihre Kinder jedoch auf andere Schule schicken, oder jemand eröffnet eine bessere Schule im Ort(steil).

Es ist nicht Aufgabe des Staates, Schulen und Krankenhäuser zu bauen. Seine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass sich alle an das Gebot der Nichtaggression gegen ihre Mitmenschen halten und Frieden im inneren und äußeren herrscht. Polizei, Militär und Gerichtsbarkeit sind Sachen des Staates, nicht aber Schulen und Krankenhäuser.

Verfasst: Mo 15. Mär 2010, 19:02
von Ot Helfsen
Original von Melissa Adelaide
Es ist ganz einfach: über den Bau, den Standort, die Ausstattung usw. eines Krankenhauses oder einer Schule entscheidet der Investor, der diese Einrichtungen schafft. Er setzt auch die Preise für die Nutzung seiner Einrichtung fest. ...
Das könnte ja durchaus einen Anreiz darstellen, Qualität zu liefern und keine Monopolware anzubieten. Aber wie wollen Sie das verkaufen:
Bisher ist alles für die staatlichen Einrichtungen "kostenlos" oder zumindest sehr günstig zu haben. In ihrer Gesellschaft müsste jeder für diese öffentlichen Dienstleistung bezahlen.
Die Befürworter sagen ja, die Menschen könnten dann den Wert der Dienstleistungen besser abschätzen und gleichzeitig durch deutlich niedrigere Steuern auch sich einige der neuen Bezahl-Angebote ihrer Wahl leisten. Das ist alles überzeugend. Aber hier müssten dann Sozialförderungen her, die die Armen und sich als Arm empfindenden nicht Alleine lässt, sondern auch Teilhabe gewährt. Man könnte es auch alles so lassen, wie es ist. So große Reformen bzw. Veränderungen sind nicht gerade populistisch.

Verfasst: Mo 15. Mär 2010, 19:22
von Melissa Adelaide
Ich weiß jetzt gerade nicht, wie hoch die Steuer- und Abgabenquote in der Demokratischen Union ist und welche Bilanzen diese sowie ggf. von ihr oder ihren Ländern direkt oder indirekt betriebene Einrichtungen vorzuweisen haben.

Ich weiß aber, dass umsonst nur der Tod ist und dieser trotzdem noch das Leben kostet. Selbst eine progressive Lohn-/Einkommensteuer, Vermögensteuer, als Versicherungsbeiträge getarnte Steuern etwa zur Finanzierung eines verstaatlichten Gesundheitswesens und andere Ideen sog. Verteilungspolitiker können den Kollaps eines auf die Vermeidung von Wettbewerb ausgerichteten Systems irgendwann nicht mehr verhindern. Zu besichtigen in einem gar nicht unbekannten Land. ;)

Es ist schlicht Volksverdummung den Leuten weismachen zu wollen, wenn jeder bloß regelmäßg einen nach der Höhe seines Einkommens gestaffelten Teil desselben gäbe, bekäme er dafür allerlei schöne Sachen - um bei unseren Beispielen zu bleiben eben qualitativ hochwertige Schulbildung für seine Kinder und umfassende medizinische Versorgung auf dem aktuellsten Stand der Forschung - zum Flatrate-Tarif. Die Welt gehorcht Naturgesetzen, nicht menschengemachten Gesetzen, egal wie toll demokratisch diese getroffen wurden. Und ein Naturgesetz ist einfach: what you get is what you are willing to pay for. No more, no less.

Vielleicht kann man die Menschen ja mit dem "Kinderargument" erreichen. Jahrhundertlang haben Menschen sich abgerackert und Opfer gebracht, damit ihre Kinder es einmal besser haben werden. In einem neugegründeten Wohlfahrtsstaat werden es spätestens die Enkelkinder der Grüner aber nun mal wesentlich schlechter haben als die Gründer.

Verfasst: Mo 15. Mär 2010, 19:41
von Palin Waylan-Majere
Frau Adelaide - Sie werfen mit unbewiesenen Behauptungen um sich, widersprechen sich selbst, reden von Fantasieländern und offenbaren ganz naive Tagträumereien. Müssen wir uns Sorgen machen?

Verfasst: Mo 15. Mär 2010, 19:43
von Melissa Adelaide
Wer sind "wir", Herr Waylan-Majere?

Verfasst: Mo 15. Mär 2010, 19:49
von Manuel Lehmann
Original von Melissa Adelaide

Es ist ganz einfach: über den Bau, den Standort, die Ausstattung usw. eines Krankenhauses oder einer Schule entscheidet der Investor, der diese Einrichtungen schafft. Er setzt auch die Preise für die Nutzung seiner Einrichtung fest.

Leben z. B. in einem Stadtteil viele Familien mit Kindern, wird sich schnell jemand finden, der dort eine Schule baut. Bietet diese ein für das erhobene Schulgeld gutes Angebot - qualifizierte Lehrer, saubere und schöne Klassenzimmer, moderne Ausstattung, aktuelle Bücher usw. - werden Eltern ihre Kinder gerne an dieser Schule anmelden und den notwendigen Preis für die gelieferte Qualität bezahlen. Stimmen die Qualität oder das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht, werden die Eltern ihre Kinder jedoch auf andere Schule schicken, oder jemand eröffnet eine bessere Schule im Ort(steil).

Es ist nicht Aufgabe des Staates, Schulen und Krankenhäuser zu bauen. Seine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass sich alle an das Gebot der Nichtaggression gegen ihre Mitmenschen halten und Frieden im inneren und äußeren herrscht. Polizei, Militär und Gerichtsbarkeit sind Sachen des Staates, nicht aber Schulen und Krankenhäuser.
Wer baut bitte privat Schulen?
Warum sollte jemand freiwillig diese Kosten auf sich nehmen?
Wer soll die Lehrkräfte bezahlen? Wer bezahlt die Pensionen für pensionierte Lehrkräfte? Wer bezahlt die Instandhaltung?
Warum sollte ein Mensch sein Vermögen in soetwas stecken? Für seine eigenen Kinder? Da sind Privatlehrer, die nach Hause kommen wohl wesentlich billiger? Was ist, wenn eine Familie einkommensschwach und keine Schulgebühren zahlen kann? Spätestens hier würde die Menschheitsverblödung in Form von Analphabetismus einsetzen. Was ist wenn jemand sterbenskrank ist und kein Geld für Krankenhauskosten hat? Ist das dann das Gesetz der Natür, diesen sterben zu lassen? Wenn der Staat sich nur darum kümmern würde, das "sog. Gebot der Nichtaggressionen " zu halten würde das zu totalem Chaos führen.
Ich bin wahrlich nicht der sozialste Typ, aber ich stehe zu einem gewissen Sozialstaatsprinzip.
Mir fällt mittlerweilse auf, dass Sie sich gegen das Sozialstaatsprinzip und gegen die Demokratie offen aussprechen.
Sehen Sie sich eigentlich selber in einem politischen Spektrum am äußeren Rand?

Verfasst: Mo 15. Mär 2010, 20:24
von Melissa Adelaide
Original von Manuel Lehmann
Wer baut bitte privat Schulen?
Warum sollte jemand freiwillig diese Kosten auf sich nehmen?
Wer soll die Lehrkräfte bezahlen? Wer bezahlt die Pensionen für pensionierte Lehrkräfte? Wer bezahlt die Instandhaltung?
Warum sollte ein Mensch sein Vermögen in soetwas stecken? Für seine eigenen Kinder? Da sind Privatlehrer, die nach Hause kommen wohl wesentlich billiger? Was ist, wenn eine Familie einkommensschwach und keine Schulgebühren zahlen kann? Spätestens hier würde die Menschheitsverblödung in Form von Analphabetismus einsetzen. Was ist wenn jemand sterbenskrank ist und kein Geld für Krankenhauskosten hat? Ist das dann das Gesetz der Natür, diesen sterben zu lassen? Wenn der Staat sich nur darum kümmern würde, das "sog. Gebot der Nichtaggressionen " zu halten würde das zu totalem Chaos führen.
Ich bin wahrlich nicht der sozialste Typ, aber ich stehe zu einem gewissen Sozialstaatsprinzip.
Mir fällt mittlerweilse auf, dass Sie sich gegen das Sozialstaatsprinzip und gegen die Demokratie offen aussprechen.
Sehen Sie sich eigentlich selber in einem politischen Spektrum am äußeren Rand?
Was ist es denn für eine Frage, wer private Schulen baut?

Wer eröffnet private Friseursalons, Nagelstudios, Kinos, Schwimmbäder, Freizeitparks, Fitnessclubs, Gaststätten, Sonnenstudios oder was weiß ich was? Na, wer? Richtig, jeder der glaubt mit seinem Konzept Geld verdienen zu können! Warum sollte das bei Schulen anders sein? Wer ein gutes pädagogisches und betriebswirtschaftliches Konzept hat, der eröffnet eben eine Schule um damit Geld zu verdienen.

Und Ihr Argument der Mittellosigkeit dringt auch nicht durch. Zunächst einmal fielen in einem Minimalstaat geringe bis keine Steuern an. Wissen Sie, wie winzig der Anteil der Kosten für z. B. Polizei oder Justiz in einem aufgeblähten Wohlfahrtsstaat ist? Und welche Summen er für die Subvention seiner Sozialsysteme ausgibt, ein in einem Minimalstaat entfallender Posten?

Und weiter gibt es ja immer noch die Möglichkeit der Kreditaufnahme. Jede kluge Bank wird einem begabten Kind gerne einen Kredit geben, weil es dank seiner Begabung später ein Einkommen erwirtschaften wird mit dem es den Kredit nebst Zinsen zurückzahlen kann, der Bank also einen Geiwnn einbringt. Investition in Bildung ist eine lohnende Investition.

Und wo steht schließlich geschrieben, dass nur ein Wohlfahrtsstaat generös handeln kann? Wer verbietet in einem Minimalstaat z. B. Kirchen, Verbänden und Vereinen die Vergabe von Stipendien? Richtig, niemand! Wer Hilfsbedürftigen helfen möchte, der kann das vielfältige Weise tun. Menschen sind sehr soziale und emotionale Wesen. In einem wirklich freien Gemeinwesen würde niemandem das fehlen, was er wirklich braucht. Entweder er findet einen Investor in seine Anlagen, oder jemand hilft ihm aus humanitärer Überzeugung.

Noch zu Ihrer abschließenden Frage: ich sehe mich als im herkömmlichen politischen Spektrum nicht einordbar.