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Grünschnabel
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Grünschnabel

Beitrag von Lady Enigma »

Original von Nina Rügen
ich frage mich ob hier von euch überhaupt einer auf der haupt oder realschule war. ich hab durch mein adhs keine gymnasialempfehelung bekommen, bin trotzdem hin hab versagt und bi auf dei reahlschule gekommen, das ende vom lied war dass ich da genauso schlecht war wie aufm gym. also kanns ja nicht daran gelegen haben was vermittelt wurde, sondern wie es vermittelt wurde. zudem bin ich sprachlich ziemlich unbegaht, und deswegen, also nur deswegen da runtergekommen. ich würde schon aufgrund meiner erfahrungen eine gesamtschaftsschule fordern die ihren namen auch verdient. so haben alle mehr chancen als vorher und auch jeder wird nach seinen interessen und/oder veranlagungen gefordert.

ich war in beiden schulformen fachbezogen entweder unterfordert oder überfordert.

zudem ist meine größte kritik am 3gliedrigen schulsystem die, dass nur gymnasiasten zum kritischen und auch "logischen"denken gebracht werden. inm den beiden unterstufen wird dies per diziplinarmaßnahmen sogar unterdrückt. so schaft man herascftsformen und auch die nicht durchlässige studienberechtigung aus den unteren schulformen
Na klar, die Schule ist schuld...
Wie es vermittelt wird...
In gewisser Hinsicht ist auch etwas Eigeninitiative am Platze,
der Unterrichtsstoff einer bundesdeutschen Realschule sollte eigentlich niemanden guten Willens ohne Hirnschaden überfordern. Ich hab nach der Wende mein Abi auf der Abendschule aus Spaß nebenbei gemacht.
Und glaub mir, ich hab mich wirklich nicht sonderlich gemüht. Abschluß mit 1,9
Realschule hab ich bei meinem Sohn erlebt, ich weiß, wovon ich rede. Klar sind die Lehrer dort oft dumm und dogmatisch. Aber mit etwas Hilfe der Eltern und Eigeninitiative kann man damit fertig werden.
 

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Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila
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Original von Montgomery Scott
Ach komm, 30 Sekunden Internet-Suche: http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungsbe ... eutschland
Der Großteil dieser Beschreibung ist eine einseitig materialistische Deutung von teilweise tatsächlichen und teilweise ideologisch erfundenen Problemen.

Festhalten kann man meiner Meinung nach:
Original von Soziologie-Pedia:
Mit Bildungsbenachteiligung in Deutschland wird die bildungsspezifische Benachteiligung von Gruppen in Deutschland bezeichnet, die über geringe kulturelle, soziale oder finanzielle Ressourcen verfügen. Der Begriff impliziert nicht vorsätzliche oder bewusste Diskriminierung, sondern relative, statistisch belegbare Nachteile dieser Gruppen bei der Verteilung von Bildungschancen und beim Erreichen von Bildungserfolgen in der bundesdeutschen Gesellschaft. Zu berücksichtigen ist dabei, dass es in Deutschland kein einheitliches Bildungssystem gibt, da Bildung und Kultur Angelegenheit der Bundesländer sind, was zu regionalen Unterschieden führt.
Du gibst einem Schüler mit unstudierten, evtl. bildungsfernen Eltern, der auf die Haupt- oder Realschule kommt, statistisch sein mangelndes Selbstbewusstsein schon mit auf den Weg.
Eine einseitige Interpretation aufgrund einer materialistischen Grundannahme: "Der materielle Umstand bestimmt allein über das Bewusstsein."

Z.B.: Dass intelligente Menschen leichter Abitur machen ist z.B. ein Aspekt unabhängig von ihrer materiellen Herkunft. Dass Kinder, die von ihren Eltern schon früh Bücher zu lesen bekommen und denen bei den Schularbeiten geholfen wird es leichter haben ihre (individuell vorhandenen) Möglichkeiten zu erkennen ist natürlich, aber erst mal keine Frage des Bildungssystems. Erst im Umgang damit - das Erkennen und Fördern der jeweiligen Neigungen und Talente - ist dann eine Bildungsfrage. Dabei können 8 Jahre gemeinsames Lernen durchaus helfen. Aber die Neigungen und Talente werden auch 20 Jahre gemeinsames Lernen nicht ändern. Daher muss vor übertriebenen - ideologisch oder idealistisch motivierten - Erwartungen an Einheitsschulen gewarnt werden.
Wahlfreiheit ist etwas Metaphysisches. Wahl ist determiniert, in diesem Fall unter anderem durch die Eltern und die eigene Schulsozialisation.
Wie gesagt, an diese alleinige materialistische Determination und Festlegung des gesamten Lebensverlaufes glaube ich nicht.

Außerdem: Was ist das denn für eine Wahlfreiheit? Die Freiheit, dass die Eltern in einem Alter, in dem man tatsächliche Begabungen und Vorlieben des Kindes noch gar nicht einschätzen kann, entscheiden, welche Schullaufbahn es einschlagen soll. Dabei spielt nicht nur eine Rolle, dass Eltern aus bildungsfernen Schichten meist keinen großen Wert auf diese Entscheidung legen, sondern dass sie auch noch geneigt sind, der Lehrerempfehlung zu folgen, die einerseits generell nicht hinreichend begründbar ist und die andererseits stark durch die soziale Herkunft des Kindes determiniert wird.[/quote]

Der Wechsel in eine andere Schulform ist definitiv auch heute möglich, wenn der Jugendliche alt genug ist. Aber da er ja auch dann laut Materialismus keine Wahl hat, sondern es von seinen Umständen abhängt, bringt jedes andere Schulsystem auch nichts. Es müsste jeder materiell genau gleichgestellt, mit genau den gleichen Eltern ausgestattet und genau die gleichen Bücher und Informationsquellen zur Verfügung gestellt bekommen um "Chancengleichheit" zu erhalten.

Allerdings würde zu einer Wahrscheinlichkeit von 100% der handwerklich talentierte Mensch immer noch handwerklich talentiert sein und der geisteswissenschaftlich talentierte immer noch eben dies.
Diese Wahlfreiheit ist für mich nicht positiv konotiert.
Auch diese Wahlfreiheit dürfte es bei Dir nicht geben, sondern nur wiederum aus der Herkunft etc. der Eltern herrühren.
Wenn man aber diese Art materialistische Verallgemeinerung ernsthaft auf die Probe stellt, hätte sich die menschliche Gesellschaft nie weiterentwickeln können.
 

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Rafael van der Linden, Kellner im Café Sonderbar Manuri
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Original von Rafael van der Linden
Festhalten kann man meiner Meinung nach:
Ich habe auch nicht behauptet, dass es sich dabei um vorsätzliche Diskriminierung handelt.
Eine einseitige Interpretation aufgrund einer materialistischen Grundannahme: "Der materielle Umstand bestimmt allein über das Bewusstsein."
Das ist nicht einseitig, das ist in der Sozialisationsforschung seit 100 Jahren Standard und nicht aus "einseitigen" Gründen sondern weil es wissenschaftlich geboten ist.
Dass intelligente Menschen leichter Abitur machen ist z.B. ein Aspekt unabhängig von ihrer materiellen Herkunft.
Du machst es Dir zu leicht. Intelligenz ist eine soziale Konstruktion. Sogar in der recht positivistisch orientierten Psychologie ist es Lehrmeinung, dass der Begriff vom sozialen Kontext abhängig und nicht genau definierbar ist.
Dass Kinder, die von ihren Eltern schon früh Bücher zu lesen bekommen und denen bei den Schularbeiten geholfen wird es leichter haben ihre (individuell vorhandenen) Möglichkeiten zu erkennen ist natürlich, aber erst mal keine Frage des Bildungssystems. Erst im Umgang damit - das Erkennen und Fördern der jeweiligen Neigungen und Talente - ist dann eine Bildungsfrage. Dabei können 8 Jahre gemeinsames Lernen durchaus helfen. Aber die Neigungen und Talente werden auch 20 Jahre gemeinsames Lernen nicht ändern. Daher muss vor übertriebenen - ideologisch oder idealistisch motivierten - Erwartungen an Einheitsschulen gewarnt werden.
Übertriebene Erwartungen darf man nicht haben, das ist wahr. Vorallem nicht von dieser rein strukturellen Maßnahme, der weitere Maßnahmen folgen müssen. Neigungen und Talente sind aber eben auch sozialisationsabhängig. Du denkst da zu simpel. Das existierende Schulsystem ist eine Maschinerie, die soziale Unterschiede reproduziert. Das ist keine Ideologie sondern von führenden Bildungssoziologen im letzten Jahrhundert vielfach verifiziert worden.
Wie gesagt, an diese alleinige materialistische Determination und Festlegung des gesamten Lebensverlaufes glaube ich nicht.
Das ist keine Glaubensfrage. Im Gegenteil, der psychische Indeterminismus ist heute überwiegend religiös. Ich sage aber auch nicht, dass man hier einfach mechanistisch denken kann und sollte.
Der Wechsel in eine andere Schulform ist definitiv auch heute möglich, wenn der Jugendliche alt genug ist. Aber da er ja auch dann laut Materialismus keine Wahl hat, sondern es von seinen Umständen abhängt, bringt jedes andere Schulsystem auch nichts. Es müsste jeder materiell genau gleichgestellt, mit genau den gleichen Eltern ausgestattet und genau die gleichen Bücher und Informationsquellen zur Verfügung gestellt bekommen um "Chancengleichheit" zu erhalten.
Nein, da verstehst Du mich falsch. Ich sage nicht, dass man keine Wahl hat. Ich sage aber, dass die eigene Wahl eben durch die Sozialisation sehr stark beeinflusst wird und das ist in meinen Augen eine größere Ungerechtigkeit, als sie jede Bildungsschranke nach äußerer Gesetzgebung je sein könnte.
Allerdings würde zu einer Wahrscheinlichkeit von 100% der handwerklich talentierte Mensch immer noch handwerklich talentiert sein und der geisteswissenschaftlich talentierte immer noch eben dies.
Und wieder das gleiche Argument: Talente sind nicht einfach etwas genetisch determiniertes. Sicher gibt es diesen Faktor aber das größte Sprachgenie endet mit einer Sozialisation, die ihm Bildungschancen verweigert, als Porno-Rapper, wenn ich mir diese Überspitzung erlauben darf.
Auch diese Wahlfreiheit dürfte es bei Dir nicht geben, sondern nur wiederum aus der Herkunft etc. der Eltern herrühren.
Wenn man aber diese Art materialistische Verallgemeinerung ernsthaft auf die Probe stellt, hätte sich die menschliche Gesellschaft nie weiterentwickeln können.
Wie gesagt, Du verstehst mich da falsch. Ich bin weder Strukturalist noch vertrete ich ein simples mechanistisches Weltbild. Natürlich gibt es Wahlfreiheit, diese ist aber zum einen naturwissenschaftlich determiniert (was an dieser Stelle aber nicht von Interesse ist) und einerseits stark durch soziale Faktoren beeinflusst. Du kannst das jetzt natürlich als Ideologie bezeichnen aber auch dann ist diese Ideologie im Einklang mit 150 Jahren Sozialforschung.
 

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Kaiser
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Beitrag von Konrad Grimm »

Dieses Land braucht definitiv bessere Erziehung, wenn ich mir die heutigen Ausschreitungen ansehe. Aber ganz anders: Alle Demoteilnehmer von heute in Güterwaggons und ab ins Arbeitslager.
 

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Original von Konrad Grimm
Dieses Land braucht definitiv bessere Erziehung, wenn ich mir die heutigen Ausschreitungen ansehe. Aber ganz anders: Alle Demoteilnehmer von heute in Güterwaggons und ab ins Arbeitslager.
Hierzulande hat so mancher Zug aus unterschiedlichen Gründen erhebliche Verspätung.
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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Original von Palin Waylan-Majere

Hierzulande hat so mancher Zug aus unterschiedlichen Gründen erhebliche Verspätung.
Naja, Grimms Phantasien gehören in eine Zeit, als in Deutschland alles schön stramm und pünktlich funktionierte.
 

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Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Palin Waylan-Majere
Hierzulande hat so mancher Zug aus unterschiedlichen Gründen erhebliche Verspätung.
Man könnte sie natürlich auch in Ketten legen und laufen lassen, das wäre auch sehr lehrreich.
 

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Kaiser
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Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Montgomery Scott
Naja, Grimms Phantasien gehören in eine Zeit, als in Deutschland alles schön stramm und pünktlich funktionierte.
Um Eva Herman zu zitieren: "Es war nicht alles schlecht."

Allerdings wären die Charaktere, die heute streiken, damals wohl entweder oder rotem Stern oder Hakenkreuz auf der Straße gewesen und eben auch nicht im Lager. Es erwischt nie die richtigen.
 

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Original von Konrad Grimm

Man könnte sie natürlich auch in Ketten legen und laufen lassen, das wäre auch sehr lehrreich.
Ketten werden knapper
Und brechen sowieso
Wie junger Rhabarber
Wie trockenes Stroh
An der Hand des Riesen
Der tausend Nasen hat
Der braucht nur zu niesen
Und wendet das Blatt

;)
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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