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Kaiser
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Kaiser

Beitrag von Kreittmayr »

Original von Oliver von Palm
Welches Wirtschaftssystem schlägst du vor, Boiger?
Jagen und Sammeln. Vor allem aber Jagen. :rolleyes:
 

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Sophia Kreittmayr (FVP), Präsidentin des Unionsrates
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Original von Kreittmayr

Jagen und Sammeln. Vor allem aber Jagen. :rolleyes:
Ich muss für mich zugeben: Attac hatte über die ganzen Jahre völlig recht. Die haben es kommen sehen, dass die Finanzsysteme so nicht weitermachen können, aber man hat fleißig dereguliert. Bei diesem Thema bin ich inzwischen tatsächlich soweit, den gemäßigten Sozialisten recht zu geben, dass wir mehr regulieren müssen. Manchmal braucht es eben Gesetze, um die Freiheit zu verwirklichen.
 

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Beitrag von Kreittmayr »

Original von Oliver von Palm
Attac hatte über die ganzen Jahre völlig recht. Die haben es kommen sehen, dass die Finanzsysteme so nicht weitermachen können, aber man hat fleißig dereguliert. Bei diesem Thema bin ich inzwischen tatsächlich soweit, den gemäßigten Sozialisten recht zu geben, dass wir mehr regulieren müssen. Manchmal braucht es eben Gesetze, um die Freiheit zu verwirklichen.
Wie wäre es, sich zur Abwechslung mal mit den ökonomischen Fakten zu beschäftigen, anstatt die gleichen alten dummen Phrasen immer wieder zu dreschen?
 

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Sophia Kreittmayr (FVP), Präsidentin des Unionsrates
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Original von Kreittmayr

Wie wäre es, sich zur Abwechslung mal mit den ökonomischen Fakten zu beschäftigen, anstatt die gleichen alten dummen Phrasen immer wieder zu dreschen?
Die ökonomischen Fakten sehen derzeit so aus, dass einige Banken pleite sind und ihre Anleger häufig ihr Erspartes verlieren. Nicht gut für einen freien Markt.
 

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Original von Oliver von Palm
Die ökonomischen Fakten sehen derzeit so aus, dass einige Banken pleite sind und ihre Anleger häufig ihr Erspartes verlieren. Nicht gut für einen freien Markt.
Dummheit und Freiheit vertragen sich nicht. Darum waren die Libertären ja auch abwesend, als sich vor achtzig Jahren auf deutschen Straßen rote und braune Faschisten die Schädel eingeschlagen haben - wir haben einfach nicht genug Leute zusammen bekommen ;)

Es ist extrem dumm, Papiergeld gegen Wertpapiere einzutauschen, um irgendwann beim Rücktausch noch mehr Papiergeld herauszubekommen, das man dann wiederum gegen Wertpapiere eintauscht - und ewiglich so weiter.

Auch wenn es sonst nicht meine Art ist, weil mir die Fans dieser Leute suspekt bis missliebig sind, zitiere ich mal ein geflügeltes Wort der nordamerikanischen Ureinwohner: "Irgendwann wir der weiße Mann lernen, das man Geld nicht essen kann".

Die Erkenntnis steht immer noch aus. Zuviele Leuten glauben immer noch, sie könnten durch das Herumrascheln mit Papier reich werden, bis sie dann eines Tages ihren Reichtum im Badezimmer verwenden müssen, weil sie nichts mehr haben, das sie gegen Toilettenpapier eintauschen könnten. Tja...

P.S. Meine Familie besitzt Immobilien 8)
 

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Tennessee Julianne Rockefeller
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Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Oliver von Palm
Welches Wirtschaftssystem schlägst du vor, Boiger?
Kommt drauf an, was ich will. Sintflut wäre grade hübsch und eine Befriedigung für meinen Hass auf das bestehende System. Andererseits wird das grausig und es sich zu wünschen wäre verantwortungslos. Insofern, lieber wäre mir, wir würden einfach mal die Führungselite austauschen und eine ranlassen, die diesen Namen verdient. (Wo ich mir noch nicht sicher bin ist, was mir lieber ist: Angenommen, es tauscht niemand unsere "Elite" aus - lieber die Schweine ersaufen sehen und das Land gleich mit, oder lieber das Land samt der Schweine auf dem Thron retten? Die Antwort auf die Frage ist vielleicht: Wo ist die Elite, die den Schweinen folgen soll? Ist ja doch keine da.)

Heißt die Prämissen also: Wie verhindert man die Verelendung der Massen? Dann muss ich sagen: Ich weiss es nicht. Denn um das erforderliche zu tun, bräuchte es ja wiederum die richtigen Leute in der Führung. Was nützt uns denn Planwirtschaft, wenn die Chefsessel besetzt sind wie heute?

Also: Wir brauchen notwendig zuerst eine neue Elite, sonst rasen wir so und so in den Abgrund, unabhängig von der Systemfrage.

Wenn wir wenigstens eine brauchbare Militärführung hätten, würde ich sagen, derzeit wäre ein Militärputsch das beste, was passieren könnte. Aber nicht mal darauf besteht Hoffnung. Wir haben keine Stauffenbergs mehr.

Ehrlich gesagt: Ich glaube nicht, dass es derzeit eine Rettung gibt. Mit dem momentanen Menschenmaterial ist keine Gesellschaft mehr zu machen. Ebenso gut hätten wir im fünften Jahrhundert über die Rettung des Weströmischen Reiches reden können. Also doch Sintflut. Es rette derzeit lieber jeder, was kann und für rettenswert erachtet.
 

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Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Kreittmayr
Jagen und Sammeln. Vor allem aber Jagen.
Also, unser jetziges System war dem Jäger- und Sammlerwesen ja wahrlich nicht unähnlich. Jagen bis zum Aussterben. Wer ein nachhaltiges Wirtschaftssystem haben möchte, wird sicherlich nicht dieses wählen.

Das richtige Wirtschaftssystem hängt von den normativen Prämissen ab.
 

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Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Tennessee Rockefeller
P.S. Meine Familie besitzt Immobilien
Großartig. Deiner Familie kann man also was wegnehmen, was Wert hat... :rolleyes:

Ich frage mich ja immer, wie die Krisengewinnler in spe sich das vorstellen. Sitzen sie da so in ihrem Landgut und draußen sammeln sich die hungernden Massen um ihnen anzubieten, ihre Schuhe zu putzen, wenn sie dafür einen Apfel kriegen?
 

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Grünschnabel
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Grünschnabel
Original von Konrad Grimm
Also, unser jetziges System war dem Jäger- und Sammlerwesen ja wahrlich nicht unähnlich. Jagen bis zum Aussterben. Wer ein nachhaltiges Wirtschaftssystem haben möchte, wird sicherlich nicht dieses wählen.
Was meinst Du mit Nachhaltigkeit? Sparen und investieren klingt nachhaltiger als verkonsumieren und umverteilen bis alles weg ist. Aber weder das eine noch das andere ist von der Natur vorgegeben.
 

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Früher war'n wir Libertäre, heute machen wir Karriere.
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Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Nikolai Vovocka
Was meinst Du mit Nachhaltigkeit? Sparen und investieren klingt nachhaltiger als verkonsumieren und umverteilen bis alles weg ist. Aber weder das eine noch das andere ist von der Natur vorgegeben.
Nachhaltig meint langlebig. Ein wirklich langlebiges System ist schwer realisierbar. Am stabilsten wäre ein agrarisch-autarkes System mit funktionierender Geburtenkontrolle. Die letzten, die sowas realisieren wollten, waren die Nazis mit ihren Erbbauernhöfen, oder wie sie die Dinger genannt haben.

Stabiler als unser System wäre auch eine Planwirtschaft - wenn sie denn richtig gemacht wird. Und genau das ist das Kernproblem, denn auch unser System würde mit kleinen Crashs auskommen, wenn man denn im richtigen Moment auf die Bremse treten würde.

Aber was ist schon Stabilität? Nichts, was existiert, ist stabil. Wandel, Aufstieg und Niedergang, Geburt und Tod sind das Prinzip des Dasein.

Sparen und investieren sehe ich in unserem System kaum. Nehmen wir mal das Lehrbuchbeispiel für die Vorzüge des Kapitalismus: Der Fischer legt Fischvorräte an (sparen), um dann einen Tag nicht angeln, sondern von den Vorräten leben zu können, damit er diesen Tag nutzen kann, um ein Netz zu knüpfen, fortan nicht mehr angeln muss, sondern mit dem Netz viel mehr Fische fangen kann.

What the hell hat das mit unserem System gemeinsam?

Unser System ist nicht kapitalistisch, Kapitalismus passt überhaupt nur auf System, das auf Kapital basiert, also auf Sachwert. Wir aber leben im Debitismus, in einem System, das auf Schulden basiert. Am Anfang steht in unserem System der Kredit, nicht das Kapital.
 

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