Kaiser
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Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Nachdem mit den Lehman Brothers, immerhin einer der ehemals größten Investmentbanken der Welt, am Montag ein Exempel statuiert wurde und diese ohne staatliche Hilfe sang- und klanglos in den Konkurs verschwinden mussten, greifen die USA heute in bisher unbekannter Weise in ihre einst freie Wirtschaftsordnung ein:
Die Federal Reserve Bank und der Bund übernehmen 80 % des bis vor kurzem größten Versicherungskonzerns der Welt, der American International Group (die, nebenbei bemerkt, durch den Kurseinbruch hinter die deutsche Allianz zur Nummer 2 weltweit zurückgefallen ist). Die USA legen hierfür 85 Milliarden Dollar auf den Tisch. Möglich wurde der Deal, weil der Konzern binnen Jahresfrist 95 % seines einstigen Börsenwerts von mehr als einer Billion Dollar verloren hatte.
Die Federal Reserve Bank und der Bund übernehmen 80 % des bis vor kurzem größten Versicherungskonzerns der Welt, der American International Group (die, nebenbei bemerkt, durch den Kurseinbruch hinter die deutsche Allianz zur Nummer 2 weltweit zurückgefallen ist). Die USA legen hierfür 85 Milliarden Dollar auf den Tisch. Möglich wurde der Deal, weil der Konzern binnen Jahresfrist 95 % seines einstigen Börsenwerts von mehr als einer Billion Dollar verloren hatte.
Kaiser
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Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Wir erleben nicht nur die größte Krise seit den 20ern, wir erleben auch gleich noch das größte staatliche Interventionsprogramm seit dem New Deal.
Big Business und Big Government halten wie immer zusammen, wenn es hart auf hart kommt, und die Rechnung zahlt - der Steuerzahler. Bin gespannt, wie lange sich das Volk das noch anschaut, wie es in den Regierungs- und Konzernzentralen verarscht wird.
Big Business und Big Government halten wie immer zusammen, wenn es hart auf hart kommt, und die Rechnung zahlt - der Steuerzahler. Bin gespannt, wie lange sich das Volk das noch anschaut, wie es in den Regierungs- und Konzernzentralen verarscht wird.
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Jungspund
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Ein Chaos, bzw. eine Luftschlosswirtschaft, die großteils von den Zentralbanken und den Regierungen ermöglicht wurde.Original von Oliver von Palm
Was meinst du, was passieren wird, wenn man die Banken und Versicherungen massenhaft pleite gehen lässt? Dann gibt es nur noch eins: Chaos.
Marktbereinigung nennt man das. Sie kommt früher oder später immer, umso später umso deutlicher. Dass es dabei auch private Anleger und Spareinlagen von leichtgläubigen Laien geht, ist bedauerlich. Aber wer spekuliert kann auch verlieren.
Damian Fuller
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Manchmal ist es besser, eine Marktbereinigung zu verhindern. Als die IT-Blase 2000 geplatzt ist, war das zwar schlimm, aber für die Gesellschaft insgesamt absolut zu verkraften. Gehen Banken und Versicherungen pleite, ist das brandgefährlich.Original von Damian Fuller
Ein Chaos, bzw. eine Luftschlosswirtschaft, die großteils von den Zentralbanken und den Regierungen ermöglicht wurde.
Marktbereinigung nennt man das. Sie kommt früher oder später immer, umso später umso deutlicher. Dass es dabei auch private Anleger und Spareinlagen von leichtgläubigen Laien geht, ist bedauerlich. Aber wer spekuliert kann auch verlieren.
Jungspund
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Wie gesagt, auf Dauer kann man das nicht verhindern, dass die Spkeulationsblase und künstlich geschaffene Booms sich wieder an reale Kapitalmengen und tatsächlich erbrachte Wirtschaftsleistung anpassen.Original von Oliver von Palm
Manchmal ist es besser, eine Marktbereinigung zu verhindern.
Das hätte vor allem in den USA viel früher passieren müssen, aber wenn es durch neue "Frisches (ungedecktes) Geld in den Markt pumpen"-Inflation weiter verzögert wird, wird da reinigende Gewitter danach umso heftiger.
Damian Fuller
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Wenn der Staat sich aus dem Marktgeschehen raushalten würde, hätte längst eine Markträumung stattgefunden und lediglich agile Banken, die den dynamischen Markt auch wirklich überleben können, blieben übrig. Das würde dem Kunden gut tun und würde die Transparenz massiv erhöhen.
Wer sich verspekuliert, fliegt aus dem Markt. Das wäre so mancher deutschen Landesbank passiert, aber man pumpt lieber Millionen an Steuergeldern in die schwarzen Löcher am Finanzmarkt. Das kann nicht sinnvoll sein...
Wer sich verspekuliert, fliegt aus dem Markt. Das wäre so mancher deutschen Landesbank passiert, aber man pumpt lieber Millionen an Steuergeldern in die schwarzen Löcher am Finanzmarkt. Das kann nicht sinnvoll sein...
TRÄGER DES WALRITTERORDEN
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Kaiser
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Ja. Wenn man den Crash zulässt, dann brennen die Regierungsviertel genauso wie die Konzernzentralen, denn dann werden Millionen und Abermillionen vor dem Nichts stehen.Original von Oliver von Palm
Was meinst du, was passieren wird, wenn man die Banken und Versicherungen massenhaft pleite gehen lässt? Dann gibt es nur noch eins: Chaos.
Aber das macht nichts. Dieses System fällt sowieso. Früher oder später. Ich gönne unserer heutigen "Elite" nur das Überleben nicht mehr...
Jungspund
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Registriert: Mo 11. Jun 2007, 15:35
Das Problem dabei ist, dass die Politik, ob Amtsinhaber oder solche, die in der Krise ihre Chance wittern, behaupten können, die gesamte Wirtschaftskrise sei die Schuld pauschal "der Wirtschaft" oder der "Spekulanten".Original von Konrad Grimm
Aber das macht nichts. Dieses System fällt sowieso. Früher oder später. Ich gönne unserer heutigen "Elite" nur das Überleben nicht mehr...
Mit Vorurteilen kann man dann die Wut kanalisieren und von eigener Verantwortung ablenken.
Damian Fuller