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Verfasst: Fr 28. Mär 2008, 20:16
von Konrad Grimm
Original von Aaron Sulla
Oder läuft es au "Entweder totgeschossen werden, oder totschießen!" hinaus?
Fressen oder gefressen werden, das Grundprinzip alles Seienden.

Verfasst: Fr 28. Mär 2008, 22:16
von Aaron Sulla
Ja, so kommt man vorwärts. Teilen wir die Welt in 0 und 1 ein, in Schwarz und Weiß in Fear und Love.... ou ja...

Das ist intellektuelle Nulldiät...

Verfasst: Fr 28. Mär 2008, 23:25
von Konrad Grimm
Original von Aaron Sulla
Ja, so kommt man vorwärts. Teilen wir die Welt in 0 und 1 ein, in Schwarz und Weiß in Fear und Love.... ou ja...
Ich habe kein Werturteil gefällt, insofern ist der Vergleich falsch.

Für mich steht aber fest, dass entweder der "Okzident" den "Orient" vernichtet, der "Westen" den "Islam" - oder umgekehrt. In 50 Jahren gibt es eine der beiden Kulturen nicht mehr, zumindest nicht in Europa (jenseits des Atlantiks mag das anders aussehen).

Verfasst: Fr 28. Mär 2008, 23:32
von Nicolas Seroux de Fay
Original von Konrad Grimm
Die Frage ist doch: Was soll das ganze? Der Islam ist zweifellos eine gewaltige Bedrohung.
Wie konkret äussert sich denn diese "gewaltige Bedrohung"?

Vor einiger Zeit hatte ich bei einem islamischen Verein mit einem Liegenschaftsverkauf zu tun, damit dieser das Gebäude als Kulturzentrum nutzen kann, inkl. Moscheeteil (letzterer einfach ein grosser Saal in der Liegenschaft, verziert mit dem üblichen Schnickschnack).

Man hat mich dann auch mal hineingebeten, grad in den Moscheesaal. Vorher Schuhe abziehen. Und zum Dank haben die dann noch ihrem Gott per Gebet gedankt. Ich hatte nicht den Eindruck, in einer Wolfsgrube zu sitzen.

Als gläubiger Katholik hatte ich auch kein Problem damit, in einer Moschee zu sitzen. Ich fand die Erfahrung interessant.

Gleiches war beim Verkauf eines Königreichssaales für die Zeugen Jehovas. Auch dort war ich in einer - wie sagen die das, keine Ahnung, sagen wir in einer Art Gottesdienst.

Wo ist das Problem? Ich sehe nirgends eine Gefahr. Ihr hört das Gras wachsen, meine lieben virtuellen Freunde.

Verfasst: Fr 28. Mär 2008, 23:55
von Konrad Grimm
Es war einmal ein fruchtbarer Kontinent, da wohnte ein Volk von verweichlichten Waschlappen, die sich Wunder was einbildeten auf ihre sog. "Kultur", auf ihre phantasierten "Menschenrechte", ihre christliche "hau mir bitte noch eine rein"-Moral, und emanzipierten Weibchen, die nicht mal mehr zu Kinderkriegen zu gebrauchen waren.
Südlich davon gab es einen Kontinent, der war sehr arm und wurde es noch mehr, weil das Klima sich änderte (die Waschlappen vertrugen nämlich keine Kälte und heizten zu viel), aber darauf lebten Millionen und Abermillionen von wilden Bestien, die sich in gewaltigem Tempo vermehrten und daran glaubten, dass sie nach dem Tod fünfzig Jungfrauen zu Füßen ihres Götzen vergewaltigen dürfen, wenn sie vorher das Blut eines der Waschlappen saufen.

Als Relikt aus besseren Zeiten hatten die Waschlappen noch eine Technik, mit der sie nur einen Knopf hätten drücken müssen und die Bestien wären in ihre atomaren Bestandteile zersprengt worden. Aber Waschlappen sprengen niemanden. Und so kamen die Bestien und betranken sich am Blut der Waschlappen. Und die Vergewaltigung zogen sie schonmal ins Diesseits vor, für die emanzipierten Weibchen der Waschlappen.

Nur so ein Märchen...

Verfasst: Fr 28. Mär 2008, 23:55
von Rainer Zufall
Die Darstellung des Islam als "Große Bedrohung des Westens" seitens westlicher Medien und Regierungen zielt auf einen einfachen Zweck ab: Sie dient den Herrschenden des Westens, besonders der USA, dazu ihre Bevölkerungen vor den internen sozialen Konflikten und Ungerechtigkeiten abzulenken. Und was wäre hier passender als ein ominöser, obskurer äußerer Feind? Die Islamophobie die wöchentlich stärker aufgebaut und durch die Medien verbreitet wird stellt alle Muslime als böse Fanatiker dar, die in ihrer Boshaftigkeit die westliche Demokratie zerstören wollen, der Islam sei eine per se haßerfüllte Religion, ungeachtet der Tatsache, daß islamischer Fundamentalismus ein Phänomen der Moderne und Folge des westlichen Imperialismus ist. Ebenjener verstärkt in seinen aktuellen Bewegungen die Tendenz zur Radikalisierung innerhalb der islamischen Länder noch. Terrorismus ist in diesem Sinne ein soziales Phänomen, eines des vermeintlich (oder tatsächlich) Unterdrückten, der sich -weil mißverstanden und an sich unzufrieden- gegen den vermeintlich (oder tatsächlich) Unterdrückenden auflehnt. Was macht denn so einen jungen Mann aus Deutschland zum Soldaten Allahs? Das hat alles soziale Gründe, sind Probleme, die die kapitalistische Gesellschaft hervorgebracht und zu verantworten hat. Die Religion wird für einige Menschen so zum Ventil ihrer sozialen Wut und Ohnmacht. Die sind natürlich der ideale Sündenbock- Wer will das Deutsche Volk vernichten? Die Juden. Wer will die Freiheit vernichten? Die Kommunisten. Und wer will "den Westen" vernichten? Der Islam. Im Prinzip eine alte Taktik der herrschenden Klasse: Ein Gegner (andere Kultur - und was der deutsche Bauer nicht kennt, das frißt er bekanntlich nicht), mit dessen Hilfe man alte Vorurteile schüren kann, der dann auch noch anderer Ethnie ist (Islamfeindlichkeit ist meist und gerade bei Stammtischrednern auch ein Zeichen von Rassismus - der Ali von nebenan, wieso hat der so ein tolles Auto, wo der doch eigentlich gar kein Deutscher ist??) und der Bevölkerung als Hauptfeind á la Fortsetzung des Kalten Krieges vorgesetzt wird - ideal um die Menschen gar nicht erst über das eigene Elend und die Ungerechtigkeiten zu Hause nachdenken zu lassen; wir basteln uns einen Sündenbock. Es gibt nachher Menschen, die dieser Panikmache und Hetzaktion auch noch glauben schenken, und so ihre beschränkte Geisteswelt und ihre eigene selbstgerechte Minderwertigkeit offenbaren; klar gibt es Fundamentalisten im Islam. Doch würde ich tausendmal lieber unter deren Knute leben als in einer idealen Gesellschaft (oder Führerstaat?) des Herrn von Palm.

Verfasst: Sa 29. Mär 2008, 00:12
von Nicolas Seroux de Fay
Doch würde ich tausendmal lieber unter deren Knute leben als in einer idealen Gesellschaft (oder Führerstaat?) des Herrn von Palm.
Ich möchte unter gar keiner Knute leben und tue es auch nicht.

@ Rainer Zufall
Der Kalte Krieg und auch der Klassenkampf ist vorbei. ;) Auch wenn du damit leider dein Feindbild nicht mehr hast.

Beide Begriffe - Rasse und Klasse - sind willkürlich und dienen genau dem, was du selbst kritisierst - der Schaffung eines Sündenbocks, eines Feindbildes.

v. Palm hat den Islam als Feind entdeckt, du die kapitalistische Gesellschaft.

Wann fangt ihr zwei Jungs mal an, Freunde zu suchen anstatt Feinde?

Verfasst: Sa 29. Mär 2008, 00:17
von Konrad Grimm
Original von Nicolas Seroux de Fay
Wann fangt ihr zwei Jungs mal an, Freunde zu suchen anstatt Feinde?
Und jetzt haben wir uns alle lieb und kuscheln.

Existieren bedeutet kämpfen, struggle for life. Die einzigen, die das begriffen haben, sind die Israelis. Die werfen die Atombombe auf Teheran, wenn die Zeit kommt.

Verfasst: Sa 29. Mär 2008, 10:22
von Wesirat für Äußeres
Original von Oliver von Palm
Rainer Zufall, das ist keine Stammtischmeinung. Es steht, verdammt noch mal, im Koran so drin. Auch wenn es dir nicht passt, wird sich der Wortlaut dadurch nicht ändern.

@Sulla

Du weißt, was "Evangelium" heißt? Nein? Dann sage ich es dir: Frohe Botschaft. Nicht Hassbotschaft, nicht Gewaltbotschaft, auch nicht Angstbotschaft. Einfach nur Frohe Botschaft. Der Auszug aus der Bergpredigt, den du da lieferst, beziehst sich auf die Abdrängung der Sünde aus dem eigenen Leben. Man soll sich selbst läutern. Von Gewaltexzessen gegen andere steht da indes nichts.

Wenn du nun sagst, dass sich Sure 2, Vers 192 nur auf Angriffe an heiligen Orten bezöge, dann zeigst du nur, dass du nicht richtig liest.

Der erste Satz wird also nur an heiligen Orten eingeschränkt. An jedem nichtheiligen Ort darf ein Muslime dich mit völliger Deckung durch den Koran auch dann angreifen und töten, wenn du ihm gar nichts getan hast, solange du kein Muslime bist. Der Islam schützt "Leute der Schrift" nämlich nur dann, wenn sie die islamische Oberhoheit anerkennen. Ansonsten bist du im Menschenbild des Islam genau das, was Juden oder Slawen im Menschenbild der Nazis waren: Ein "Untermensch", noch unter den Tieren stehend.
Lesen bildet, man sollte schon die beiden Suren insgesamt lesen, dann wüsstest du, dass es das Recht ist, sich mit tödlicher Gewalt gegen Angriffe und Vertreibung zu wehren.

Ich bin nicht gekommen zu bringen den Frieden, sondern das Schwert.(das darf man gerne mal nachschlagen)

Ich sage: Religion ist die eine Sache, der Gläubige eine andere. Wie man für sich selbst heilige Schriften auslegt, darauf kommt es an. Aber das ist nur die Meinung eines Religionswissenschaftsstudenten, der sich weit mehr wissenschaftlich mit Religionen als Ganzes auseinandergesetzt hat.

Weiter will ich euch bei euren persönlichen Kreuzzügen und dem Predigen eurer persönlichen "Religionsvorstellungen", auch Ideologien genannt, nicht stören.

Verfasst: Sa 29. Mär 2008, 10:41
von Baudouin de Billancourt
Original von Aaron Sulla
Ja, so kommt man vorwärts. Teilen wir die Welt in 0 und 1 ein, in Schwarz und Weiß in Fear und Love.... ou ja...
Moral kennt zwei Farben. Schwarz und Weiß.