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Verfasst: Mi 24. Mär 2010, 14:21
von Melissa Adelaide
Original von Montgomery Scott
Die Qualifikation ist nicht nur eine für zukünftige Sozialarbeiter und Sonderpädagogen sondern eine für jedermann, weil jeder Beruf mehr oder weniger ein sozialer ist, wenn nicht normativ, so doch funktionalistisch betrachtet.

Da hast Du zweifellos recht aber die CDU ist die einzige Partei, der ich zutrauen würde, sich mit Händen und Füßen gegen eine Ausweitung auf die Frauen zu wehren.
Darin schwingt nun die Unterstellung mit, Menschen seien von Natur aus "unsozial" und müssten durch eine Dienstpflicht erst gewisse soziale Kompetenzen wie Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Entscheidungsfreude, Mut usw. erlernen. Das bestreite ich entschieden. Die fachlichen Kompetenzen die Dienstpflichtigen angeeignet werden nutzen nach deren Beendigung nun mal niemandem mehr.

Und ansonsten ist die CDU die einzige Partei der ich es zutrauen würde, ernsthaft ein "Pflichtjahr" für Männer und Frauen zu fordern wenn die Ungleichbehandlung der Geschlechter der Wehrpflicht irgendwann das Genick zu brechen drohte. ;)

Verfasst: Mi 24. Mär 2010, 15:27
von SRM
Die Christdemokraten haben nichts verstanden: Anstatt das undemokratische Konstrukt der Wehrpflicht in die Tonne zu geben und eine Berufsarmee zu schaffen, wie es bspw. die Franzosen praktizieren, doktern wir am Patienten herum und fesseln diesen ans Bett.

Verfasst: Mi 24. Mär 2010, 15:33
von Melissa Adelaide
Und nicht nur die Franzosen. Innerhalb der EU z. B. klammern sich neben Deutschland nur noch Finnland, Griechenland und Österreich in vergleichbarem Maße an die Wehrpflicht. Auf dem Papier besteht diese zwar auch noch in Dänemark und Schweden, doch wird dort bereits eine Art "freiwilliger Wehrpflicht" wie von Teilen der SPD vorgeschlagen (siehe von Palin Waylan-Majere gelieferte Quelle) praktiziert und Schweden hat auch deren Abschaffung und Umstellung auf eine reine Berufsarmee bereits beschlossen.

Verfasst: Mi 24. Mär 2010, 18:45
von Bernardo Macaluso
Original von Melissa Adelaide

Darin schwingt nun die Unterstellung mit, Menschen seien von Natur aus "unsozial" und müssten durch eine Dienstpflicht erst gewisse soziale Kompetenzen wie Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Entscheidungsfreude, Mut usw. erlernen. Das bestreite ich entschieden.
"Von Natur aus" ist der Mensch überhaupt nichts. Er erwirbt jede Disposition in seiner Sozialisation und gerade das Gefühl, in einer Gemeinschaft integriert zu sein, deren Bestand und Qualität auf individuellen Leistungen basiert, ist ganz und gar nichts Selbstverständliches sondern wird im besten Fall im familiären Umfeld, mehr oder weniger aber auch immer in der Phase der Jugend angeeignet.
Die fachlichen Kompetenzen die Dienstpflichtigen angeeignet werden nutzen nach deren Beendigung nun mal niemandem mehr.
Das ist nicht gesagt. Im Vordergrund stehen für mich im Übrigen ganz andere Erfahrungen wie der Kontakt zur arbeitenden Bevölkerung und zu bedürftigen Menschen, die Erprobung seiner selbst bei der eigenverantwortlichen Erledigung wichtiger Aufgaben, die Orientierung in bürokratischen Angelegenheiten etc.
Original von SRM
Die Christdemokraten haben nichts verstanden: Anstatt das undemokratische Konstrukt der Wehrpflicht in die Tonne zu geben und eine Berufsarmee zu schaffen, wie es bspw. die Franzosen praktizieren, doktern wir am Patienten herum und fesseln diesen ans Bett.
Wenn man frei zwischen Wehrdienst und Zivildienst wählen kann, gibt es ja keine Wehrpflicht mehr. Insofern hat man dann quasi schon eine "Berufsarmee light".

Verfasst: Mi 24. Mär 2010, 18:45
von Bernardo Macaluso
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Verfasst: Mi 24. Mär 2010, 19:30
von Melissa Adelaide
Original von Bernardo Macaluso
"Von Natur aus" ist der Mensch überhaupt nichts. Er erwirbt jede Disposition in seiner Sozialisation und gerade das Gefühl, in einer Gemeinschaft integriert zu sein, deren Bestand und Qualität auf individuellen Leistungen basiert, ist ganz und gar nichts Selbstverständliches sondern wird im besten Fall im familiären Umfeld, mehr oder weniger aber auch immer in der Phase der Jugend angeeignet.

Das ist nicht gesagt. Im Vordergrund stehen für mich im Übrigen ganz andere Erfahrungen wie der Kontakt zur arbeitenden Bevölkerung und zu bedürftigen Menschen, die Erprobung seiner selbst bei der eigenverantwortlichen Erledigung wichtiger Aufgaben, die Orientierung in bürokratischen Angelegenheiten etc.
Ich wollte jetzt eigentlich keine philosophisch anthropologische Diskussion beginnen. Mir geht es allein darum, dass es nicht Aufgabe des Staates ist ein Menschenideal zu deklarieren und seine Bürger in dessen Sinne zu formen.

Wenn eine Dienstpflicht einen besseren Menschen macht, müssten in fast allen demokratischen Staaten der Welt Frauen wie Männer, in einigen wenigen wie Deutschland Frauen und mittlerweile eine Mehrzahl der jungen Männer irgendwelche ethischen Defizite aufweisen.

Und selbst wenn es so ist, hat das nicht die Sorge des Staates zu sein. Ein Mensch und sein Leben gehören ihm selbst. Er allein entscheidet, wie er dieses leben und was er in diesem erreichen will. Und was er dazu lernen und sich aneignen muss.

Verfasst: Mi 24. Mär 2010, 19:35
von Bernardo Macaluso
Original von Melissa Adelaide
Ich wollte jetzt eigentlich keine philosophisch anthropologische Diskussion beginnen. Mir geht es allein darum, dass es nicht Aufgabe des Staates ist ein Menschenideal zu deklarieren und seine Bürger in dessen Sinne zu formen.
Nein, darum geht es auch gar nicht. Es geht um den Dienst an der Gemeinschaft, der nicht aus ideologischen sondern aus ganz grundsätzlichen und fast schon universellen Überlegungen eine Pflicht ist und darum, die jungen Erwachsenen in die Realität einzubinden und ihn mit ihr zu konfrontieren.
Wenn eine Dienstpflicht einen besseren Menschen macht, müssten in fast allen demokratischen Staaten der Welt Frauen wie Männer, in einigen wenigen wie Deutschland Frauen und mittlerweile eine Mehrzahl der jungen Männer irgendwelche ethischen Defizite aufweisen.
Ethische Defizite haben wir alle irgendwie. Das kann nicht das Kriterium sein.
Und selbst wenn es so ist, hat das nicht die Sorge des Staates zu sein. Ein Mensch und sein Leben gehören ihm selbst. Er allein entscheidet, wie er dieses leben und was er in diesem erreichen will. Und was er dazu lernen und sich aneignen muss.
Das entspricht weder dem Staats-, noch dem Familien- und Gesellschaftsverständnis in unserem Land (oder sonstwo).

Verfasst: Mi 24. Mär 2010, 20:05
von Tony Gold
Zunächst mal schummelst du wenn du so tust, als müsste ohne Dienstpflichtige jeder Rettungswagen mit zwei oder mehr Rettungsassistenten besetzt werden. Rettungssanitäter ist meines Wissens z. B. gar kein mit einer vollschichtigen Ausbildung verbundener Beruf, sondern erfordert nur einen nach Stunden bemessenen Lehrgang. Ebenso der Rettungsdiensthelfer.
Soderla, Rettungsdienst für Anfänger, Teil 1:
Ich habe von Anfang an gesagt : Auf einem Rettungswagen können nicht zwei Zivis fahren (womit ich dir Recht gegeben habe), weil mindestens 1 Rettungsassistent dabei sein muss. Und der "zweite Mann" (zumeist Fahrer) ist dann ein Rettungssanitäter, ein Lehrgang der meist aus mehreren Wochenenden sowie zwei Praktika (Klinikum und Rettungswache besteht). Dies ist ein Lehrgang der meist von Ehrenamtlichen Helfern gemacht wird, oder eben im Rahmen des Zivildienstes oder FSJ. Und nicht wenige dieser Zivis oder FSJler bleiben später weil sie die Faszination des "Abenteuers Menschlichkeit" entdecken.
Ein Krankentransportwagen könnte sogar nur mit Zivildienstleistenden besetzt werden, nämlich mit Rettungssanitätern, Rettungsdiensthelfern (der grundsätzlich ein RS ohne Praktika ist) und auch mit Sanitätshelfern / Sanitätern. So sinken die Kosten erheblich und man kann eine bessere, flächendeckendere Abdeckung bei gleich hoher Qualität bieten.
Der Wegfall des Zivildienstes böte die Möglichkeit, im Rettungswesen Arbeitsplätze für Leute zu schaffen, die eine berufliche Betätigung ohne mehrjährige Ausbildung suchen, oder eine Teilzeitbeschäftigung oder eine Zuverdienstmöglichkeit. Auch sage ich ja nichts gegen freiwilliges ehrenamtliches Engagement, oder will dieses irgendwem verbieten.
Du vergisst hier einen zentralen Punkt - Arbeitsplätze sind Kostenfaktoren. Und diese kann sich das Rettungswesen nicht erlauben. Nicht noch mehr. Nicht wenn Qualität und Flächendeckung gewährleistet sein sollen.
Dann müsste man entweder Geld für den RD verlangen (was armen Leuten eine Rettung unmöglich machen würde) oder an Material oder Wachen sparen. In jedem Fall ein Qualitätsverlust.
Und natürlich muss der Rettungsdienst wirtschaftlich im Sinne von mindestens kostendeckend sein. Was glaubst du denn wo das Geld herkommen soll? Wenn der Rettungsdienst seine Kosten nicht wieder hereinholt, muss er irgendwie subventioniert werden. Sei es direkt durch finanzielle Zuschüsse oder eben indirekt durch die Bereitstellung z. B. für ihn zunächst preiswerter Arbeitskräfte. Auch das kostet aber irgendwann irgendwo Geld. Dienstpflichtige zahlen wie schon gesagt keine Steuern und Sozialabgaben, und haben weniger Geld für Konsum zur Verfügung. Man kann die Kosten nur verlagern, aber nicht gänzlich verschwinden lassen.
Rettungsdienst für Anfänger, Teil 2:
Der Rettungsdienst ist Sache des Landkreises. Dieser beauftragt eine oder mehrere Hilfsorganisationen (Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser, Arbeiter-Samariter-Bund etc pp) mit der Durchführung von rettungsdienstlichen Maßnahmen. Der Kreis ist hierbei zum Teil für die Finanzierung zuständig, zum Teil finanziert sich der Rettungsdienst durch Spenden, und zum Teil durch Mitgliedsbeiträge der ehrenamtlichen Helfer. Jeder weitere Kostenfaktor schädigt aber dieses System in dem jetzt schon das Geld knapp ist. Schaut man sich in Deutschland fahrende Rettungsfahrzeuge an schüttelt man oftmals entsetzt mit dem Kopf - weil schon hier das Geld fehlt. Wenn nun noch höhere Personalkosten entstehen als bislang schon, wird die Qualität noch weiter nachlassen.
Deine Argumentation, dass Leistungsempfänger etwas für die erhaltene Leistung zurückgeben sollen geht schon in die richtige Richtung. Nur ist die Erbringng un- oder schlechtbezahlter Arbeitsleistungen als Lösungsansatz falsch. Richtig ist vielmehr, dass Rettungseinsätze eben adäquat bezahlt werden müssen. Wem das eigene Leben und die eigene Gesundheit nichts wert sind, dem ist ironisch gesprochen nicht zu helfen.
Du kannst von niemandem ernsthaft verlangen wollen für Rettungsmaßnahmen auch noch Geld zu bezahlen oder? Also mal ganz im Ernst, das wäre mE sogar verfassungsrechtlich fraglich (Recht auf Leben etc pp). Deutschland ist im RD vorbildlich weil eben jeder zu jeder Zeit die Möglichkeit hat bei gesundheitlichen Notfällen kompetente Hilfe zu bekommen - von Zivildienstleistenden, FSJlern, ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften der Hilfsorganisationen sowie der Feuerwehren in Deutschland. An diesem System das sich so bewährt hat zu rütteln halte ich für sinnfrei, da es sich als das beste herausgestellt hat.
Falsch ist hingegen dein Versuch, die Dienstpflicht durch ihren temporären Charakter nicht als Verletzung der Berufsfreiheit zu qualifizieren. Dann wäre es ja auch keine Verletzung der Freiheit, jemanden "nur" vorübergehend einzusperren. Später würde er ja schließlich wieder freigelassen und könnte gehen, wohin er will?
Tja nun. Die Dienstpflicht verletzt nicht die Berufsfreiheit da immer noch jeder seinen Beruf frei wählen kann - er ist ja schließlich nicht beruflich im Rettungs- oder Sozialwesen eingebunden, sondern im Rahmen einer verfassungsmäßigen Pflicht.
Dass nur Männer einer Dienstpflicht unterliegen habe ich mir schließlich auch nicht ausgedacht. Demokratie ist nun mal nicht die Herrschaft von Vernunft und Gerechtigkeit, sondern von Meinungen und Stimmungen. Da ist automatisch im Vorteil, wer wie Frauen eine lautstarke und gefürchtete Lobby hat, die andere Leute eben nicht haben.
Das durchaus. Aber die Gesetze macht der Bundestag, und der sollte mal für die Einhaltung der Verfassung sorgen. Denn Männer werden hier klar benachteiligt. Es heißt immer Frauen wollen die gleichen Rechte wie Männer - aber den gleichen Pflichten nachkommen, das geht dann natürlich zu weit.

Verfasst: Do 25. Mär 2010, 11:29
von Melissa Adelaide
Halt mich bitte nicht für doof, ja? :rolleyes: Du wärst platt wenn du wüsstest, was ich alles über das Rettungswesen in Deutschland weiß und welche Gedanken ich mir zu verschiedenen Problemen bereits gemacht habe.

Rettungssanitäter oder Rettungsdiensthelfer müssen nicht Dienstpflichtige oder Ehrenamtliche sein. Man kann daraus auch Stellen für reguläre Angestellte schaffen, die aus welchen Gründen auch immer keine Vollausbildung zum Rettungsassistenten durchlaufen wollen sondern stattdessen gegen ihrer Ausbildung und Leistung angemessene Vergütung eben in diesen Tätigkeiten arbeiten möchten. Sei es vorübergehend, in Teilzeit, als Zuverdienst oder was weiß ich. Auch wer das dauerhaft und vollschichtig machen möchte um seinen Lebensunterhalt daraus zu bestreiten kann das doch tun.

Dienstpflichtige sind wie ich bereits vorgerechnet habe ein saftiger volkswirtschaftlicher Kostenfaktor und für die Wirtschaft wie die öffentlichen Haushalte langfristig erheblich teurer als reguläre Angestellte.

Ansonsten glaubst du doch hoffentlich nicht wirklich, dass ein Rettungswagen umsonst ausrückt und allein aus den Zuschüssen des Landkreises und der Trägerorganisation bezahlt wird? Natürlich entstehen dem Patienten durch einen Rettungseinsatz Kosten, für die seine Krankenkasse oder -versicherung aufkommt. Das Problem ist hier wie auch bei der ambulanten ärztlichen Versorgung oder stationären Krankenhausbehandlung, dass die gesetzlichen Krankenkassen nur Pauschbeträge erstatten. Damit muss Schluss sein, weil dieses System natürlich nicht mal kostendeckend ist Der Einsatz eines Rettungswagens muss ordentlich betriebswirtschaftlich abgerechnet werden: Anfahrt, Lohnkosten der Besatzung, eingesetztes Gerät und verwendetes Material, Transport des Verletzten/Erkrankten.

Da hilt es nichts vom falsch verstandenen "Recht auf Leben" zu lamentieren. Den Tod gibt es umsonst, alles andere kostet Geld. Wenn jemand nicht bereit ist, eine Krankenversicherung abzuschließen und zu bezahlen die vernünftige Rettungseinsätze abdeckt, warum sollen andere Leute dann dafür aufkommen? Wie sehr kann so jemand denn an seinem Leben hängen? Nicht besonders, würde ich sagen.

Und dein Verständnis der Berufsfreiheit ist so irrig wie dein Verständnis des Rechts auf Leben. Grundrechte gelten immer und überall. Dich heute einzusperren und morgen wieder freizulassen würde dein Recht auf Freiheit verletzen. Dir zu sagen, du darfst nur noch sonntags zwischen 10 und 12 beten würde dein Recht auf freie Religionsausübung verletzen, oder dir zu sagen du dürftest nur noch dienstags zwischen drei und fünf deine Meinung sagen dein Recht auf Meinungsfreiheit.

Und schließlich dreht sich Demokratie um nichts anderes als Vorteile auf Kosten anderer zu erlangen, weil man die Mittel und Wege zur Verfügung hat das demokratisch so zu beschließen. Das fängt damit an, dass im Schnitt über 50-jährige Abgeordnete die ca. 12.000 € allein für diese Tätigkeit bekommen beschließen, dass junge Leute für Naturalverpflegung und Taschengeld Arbeitsleistungen zu erbringen haben. Und es endet eben damit, dass die demokratischen Entscheidungsträger sich von Lobby- und Interessengruppen, Stimmungen und der Presse unter Druck setzen lassen. Du kannst von Gleichberechtigung singen, trommeln oder tanzen, eine Dienstpflicht auch für Frauen wird es so bald nicht geben.

Verfasst: Do 25. Mär 2010, 11:45
von Melissa Adelaide
Original von Bernardo Macaluso
Nein, darum geht es auch gar nicht. Es geht um den Dienst an der Gemeinschaft, der nicht aus ideologischen sondern aus ganz grundsätzlichen und fast schon universellen Überlegungen eine Pflicht ist und darum, die jungen Erwachsenen in die Realität einzubinden und ihn mit ihr zu konfrontieren.

Ethische Defizite haben wir alle irgendwie. Das kann nicht das Kriterium sein.

Das entspricht weder dem Staats-, noch dem Familien- und Gesellschaftsverständnis in unserem Land (oder sonstwo).
Ein Mensch dient seiner Gemeinschaft, indem sein eigennütziges Handeln auch positive Auswirkungen auf die Gesellschaft hat. Kommt diese Wechselwirkung partout nicht zustande, muss die Gemeinschaft sich eben fragen, ob sie erstens die falschen Ansprüche und Vorstellungen an ihre Mitglieder hat oder zweitens jemanden aufgenommen hat, der mit seinen Zielen nicht zu ihren Zielen passt.

Das Eigennutz und Eigenverantwortung nicht dem bundesrepublikanischen Staats- und Gesellschaftsverständnis entsprechen ist mir wohlbewusst. Wohin uns das geführt hat sehen wir ja: Staat überschuldet, soziale Sicherungssysteme trotz Millardenzuschüssen und Enteignungen von Beitragszahlern defizitär, MIllionen arbeitslos, es flieht wer nur kann.

Die Familie ist übrigens etwas anderes.