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Verfasst: So 14. Mär 2010, 22:47
von Melissa Adelaide
Ach herrje - "in der Verfassung steht..." :rolleyes:

Was wäre denn, wenn in der Verfassung stünde das alle Leute namens Manuel Lehmann zu erschießen sind? Wäre das für Herrn Lehmann auch der großartige Maßstab, dem sich alle zu beugen haben?

Selbst wenn in der Verfassung irgendwas von der Wehrpfloicht stünde, sie wäre und bliebe verbrecherisch.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 22:58
von Manuel Lehmann
Liebe Frau Adelaide,

es geht hier nicht um Eventualitäten, sondern um Tatsachen und um die politische Zukunft einer Republik im Ressort Verteidigung.
Ihre Art der politischen Gesprächsführung und speziell die Argumente, die Sie bringen sind (bei allem Respekt) nicht niveauvoller, als die eines 12-Jährigen.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 23:08
von Melissa Adelaide
Das Niveau eines 12-Jährigen geht mit Sicherheit über: "In der Verfassung steht..." hinaus. Mich interessieren zuvörderts nicht irgendwelche Republiken und ihre Verteidigung, sondern die natürlichen Rechte und Freiheiten der Menschen, die auf Grunf welcher Umstände auch immer Bürger dieser Republik sind.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 23:13
von Manuel Lehmann
Und wer legt diese Rechte und Freiheiten der Menschen fest?
Richtig, die Legislative des jeweiligen Staates, die Exekutive hingegen führt alles aus, was die Legislative beschließt und dann ist da noch die Judikative, die aufpasst und darüber urteilt, wann und ob jemand gegen eine vom Staat festgelegte Norm verstößt.
Sie sehen also, es geht nicht ohne die Staatsgewalten. Sie allein können nicht festlegen ob und wann Rechte und Freiheiten des Einzelnen beschränkt oder gar verletzt sind. Damit werden Sie sich wohl anfreunden müssen. Andrerseits würde ich in Ihnen eine echte Gefahr gegen die FDGO sehen.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 23:22
von Melissa Adelaide
Um es abzukürzen: ja, ich bin offensichtlich eine Gefahr für das, was Sie "freiheitlich-demokratische Grundordnung (FDGO)" nennen!

Denn ich leugne entschieden, dass ein Mensch darauf angewiesen ist, dass seine Rechte von irgendeiner Legislative festgelegt werden! Jedem Mensch wohnt von Natur aus das Recht inne, zu tun und zu lassen was keinem anderen Menschen schadet (Nichtaggressionsprinzip). Außer dem Unterlassen von Aggression gegen seine Mitmenschen hat er keine Pflichten, außer der Sicherheit vor Aggression seitens seiner Mitmenschen keine Rechte.

Ein Staat hat keine andere Befugnis oder Aufgabe, als genau das zu überwachen und durchzusetzen: kein Mensch handelt aggressiv gegenüber einem anderen.

"Wir sind die Mehrheit, und wir beschließen, dass du jetzt dies oder das zu tun oder zu lassen hast..." ist eine From von Aggression und somit illegitim.

Schluss, aus, Micky Maus.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 23:28
von Manuel Lehmann
Original von Melissa Adelaide
Um es abzukürzen: ja, ich bin offensichtlich eine Gefahr für das, was Sie "freiheitlich-demokratische Grundordnung (FDGO)" nennen!

Denn ich leugne entschieden, dass ein Mensch darauf angewiesen ist, dass seine Rechte von irgendeiner Legislative festgelegt werden! Jedem Mensch wohnt von Natur aus das Recht inne, zu tun und zu lassen was keinem anderen Menschen schadet (Nichtaggressionsprinzip). Außer dem Unterlassen von Aggression gegen seine Mitmenschen hat er keine Pflichten, außer der Sicherheit vor Aggression seitens seiner Mitmenschen keine Rechte.

Ein Staat hat keine andere Befugnis oder Aufgabe, als genau das zu überwachen und durchzusetzen: kein Mensch handelt aggressiv gegenüber einem anderen.

"Wir sind die Mehrheit, und wir beschließen, dass du jetzt dies oder das zu tun oder zu lassen hast..." ist eine From von Aggression und somit illegitim.

Schluss, aus, Micky Maus.
Wer die Mehrheit ist und wer was beschließt, entscheiden die demokratisch legitimierten Volksvertreter in den jeweiligen Parlamenten. Und ja, Sie haben komplett Recht, dass die Mehrheit entscheidet. Was wäre denn die Option dazu? Sollen Minderheiten entscheiden? Oder doch jeder für sich selbst, sodass wir innerhalb kürzester zeit in einer Anarchie leben?

Verfasst: So 14. Mär 2010, 23:36
von Melissa Adelaide
Wie bitte? Irgendwelche anderen Leute entscheiden, was ich zu tun und zu lassen habe? Nein, mein Guter, das sitzen Sie einem gründlichen Irrtum auf.

Nur weil ich auf den Planeten Erde lebe hat noch niemand das Recht irgendwas von mir zu verlangen, außer dass ich ihn in Ruhe lasse. Wenn er mehr will, hat er das zu begründen. Und: "Mein Nachbar findet das auch, also sind wir zwei und du nur eine, wir sind somit die Mehrheit und du hast zu machen was wir wollen" ist keine Begründung, sondern Aggression.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 23:47
von Manuel Lehmann
Ich glaube wir verstehen uns falsch.
Während Sie Argumente bringen, die Sie mit äußerst (politisch) unpassenden Beispielen versuchen zu belegen, da es Ihnen anscheinend an rudimentären Kenntnissen im StaatsR mangelt, spreche ich von politischer Willensbildung auf Unionsebene.
Und was jeder Einzelne nicht machen darf regelt das Gesetz bzw. sollte das Gesetz regeln.
Und jetzt denken Sie mal wieder scharf nach, wer diese Gesetze beschließt.
Und dann denken Sie auch dran, wer beschließt, dass diese Leute Gesetze beschließen dürfen. Nämlich Sie und ich und alle anderen Bürgerinnen und Bürger der DU.

Verfasst: Mo 15. Mär 2010, 00:01
von Melissa Adelaide
Wir vestehen uns offensichtlich falsch.

Zunächst unterschätzen Sie meine Kenntnisse im normativen/positiven Staatsrecht. Ich weiß und verstehe sehr wohl, wie ein Staatswesen das für sich das Attribut "demokratisch" beansprucht funktioniert. Nur im Gegensatz zu Ihnen folgt für mich aus diesem Sein noch längst nicht der Beweis des Sollens aus ethischer Überlegenheit.

Sie sagen: "Und was jeder Einzelne nicht machen darf regelt das Gesetz bzw. sollte das Gesetz regeln."

Ich sage: Dünnschiss! Jeder darf tun und lassen, was keinem anderen schadet. Und wenn zwei beschließen, dass ein Dritter irgendwas tun oder lassen soll, ist er dazu noch längst nicht verpflichtet.

Sie argumentieren dann mit Demokratie, Parlamentarismus und Rechtspositivismus. Kenne und verstehe ich alles besser als mancher, der Ihren Theorien zustimmt. Und weise es trotzdem als illegitim zurück.

Der einziger von uns der irgendwas nicht versteht sind Sie, und was Sie nicht verstehen ist das Konzept der Freiheit.

Verfasst: Mo 15. Mär 2010, 00:07
von Manuel Lehmann
Ich habe das Konzept der Freiheit durchaus verstanden.
Ich teile jedoch Ihre Meinung nicht, dass Freiheit = Anarchie bedeutet.
Ich bin ein Demokrat und werde dies auch bleiben. Jegliche Form von Anarchie ("Freiheit" in Ihrem Sprachgebrauch) lehne ich entschieden ab und genau das darf mir keiner verübeln.