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Das ist harter Tobak. Ich nehme nicht an, dass Sie für Sippenhaft plädieren - aber im Grunde könnte man diese Aussage in der Richtung interpretieren. Ich hoffe, Sie nehmen davon Abstand.
Kennen Sie den Satz: Eltern haften für ihre Kinder?

Ich werde nicht die Schwester oder die Großtante verantwortlich machen, wie sie ihre Sippenhaft andeuten, sondern die Erziehungsberechtigten. Ich sehe im Erziehungsrecht auch eine Erziehungspflicht. Wer seinen Pflichten nicht nachkommt verspielt auch sein Recht.

Ich habe es andernorten schonmal gesagt und wiederhole mich hier: Ich erwarte nicht dass Eltern noch einen 17jährigen erziehen können. Das muss vorher passiert sein. Nur es auf äußere Einflüsse hinauslaufen zu lassen... einer muss ja dafür egsorgt haben, dass das Kind nicht so gefestigt ist durch eigenständige Überlegungen recht und falsch zu unterscheiden. Aber wer natürlich selbst zu Hause Waffen ehrumliegen läßt, für jedermann verwendbar der dort zur Familie gehört, dem spreche ich es ab verantwortungsvoll genug zu sein ein Kind erziehen zu dürfen.

ZUnehmender Leistungsdruck ist lächerlich. Der war und ist seit ewigkeiten gleich groß. Jede Generation beschwert sich aufs neue, so wie jede Rentnergeneration beschwört das früher alles besser war. Freizeitangebote gibt es wahrlich genug.
 

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Haudegen
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Beitrag von Carmen I. »

Ach, gibt es in der DU tatsächlich ein Gesetz wo das verankert ist "Eltern haften für ihre Kinder"?

Wie dem auch sei, Sie können trotzdem nicht die Schuld allein bei den Eltern suchen, da zu viele Faktoren auf eine Person einwirken, die sich ihr Ventil dann in einem Amoklauf sucht. Und das werden Sie nicht abstreiten können.
 

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Carmen von Hohenburg-Lohe
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Beitrag von pjotr »

Original von Michael Schneider

Kennen Sie den Satz: Eltern haften für ihre Kinder?
Ja, und der ist ungefähr zu gültig wie "Für Garderobe wird nicht gehaftet" =)
 

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RA Prof. Prof. Pjotr Jerkov
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Original von Michael Schneider
...
Wenn man Ihre Worte so hört, dann scheint in der DU nur die Sonne, es ist alles in Ordnung, nur die Eltern versagen auf ganzer Linie.

Ich habe gestern Abend ein wenig in den Geschichtsbüchern der DU gelesen und musste erschreckendes feststellen:

Einige gewaltätige Sezessionen, Terrorattentate auf prominente Persönlichkeiten, Bürgerkriege mit vielen vielen Opfern, unschuldig erschossen. Aufrüstung der Armee, eine starke Waffenlobby usw.
Alles schlechte Vorbilder, wo mit Mord und Totschlag Ziele verfolgt wurden. Darüber sollten Sie anfangen nachzudenken und wie man auch von staatlicher Seite versuchen sollte Werte, Moral usw. zu vermitteln.

Im übrigen habe ich in den Geschichtsbüchern keinen einzigen 17 jährigen entdeckt der Menschen erschossen hat, dafür jede Menge gesellschaftliche Probleme.
 

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Wie dem auch sei, Sie können trotzdem nicht die Schuld allein bei den Eltern suchen, da zu viele Faktoren auf eine Person einwirken, die sich ihr Ventil dann in einem Amoklauf sucht. Und das werden Sie nicht abstreiten können.
Ihre Formulierung trifft es ganz genau!
 

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Beitrag von Robert Cullen »

Original von Alessio Barbaresi

Das würde ich nicht so sehen, Herr Cullen. Sicher haben Eltern eine gewisse Verantwortung über Ihre Kinder, auch im vermitteln von Werten, Moral etc.

Eltern haben jedoch auf Heranwachsende Jugendliche mit zunehmenden Alter immer weniger Einfluss. Eltern können zwar Vorraussetzungen für ein gesundes Umfeld schaffen, welche Freunde sich das Kind im Jugendalter sucht oder trifft, darauf haben Eltern weniger Einfluss.
Eltern schaffen die Vorraussetzung stimmt. Haben sie gut gearbeitet wird ein Kind auch nicht in den sozialen Sumpf fallen. Meistens suchen diese Kinder doch nur etwas, was sie von Zuhause nicht kennen. Und sei es einfach zuwendung und liebe...
 

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Tot.
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Original von Robert Cullen
Eltern schaffen die Vorraussetzung stimmt. Haben sie gut gearbeitet wird ein Kind auch nicht in den sozialen Sumpf fallen. Meistens suchen diese Kinder doch nur etwas, was sie von Zuhause nicht kennen. Und sei es einfach zuwendung und liebe...
Ich bestreite ja nicht das Eltern unbedingt in der Verantwortung stehen. Das es Fälle gibt wo dies eindeutig nicht der Fall ist auch klar.

Ich bin aber gegen die allgemeine pauschale Aussage: Nur die Eltern haben Schuld usw.

Meiner Meinung nach muß das gesellschaftliche und das familiäre Umfeld stimmen.
 

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Die Eltern tragen die Hauptschuld. ich sagte nicht Alleinschuld.
 

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Beitrag von Robert Cullen »

Original von Alessio Barbaresi

Ich bestreite ja nicht das Eltern unbedingt in der Verantwortung stehen. Das es Fälle gibt wo dies eindeutig nicht der Fall ist auch klar.

Ich bin aber gegen die allgemeine pauschale Aussage: Nur die Eltern haben Schuld usw.

Meiner Meinung nach muß das gesellschaftliche und das familiäre Umfeld stimmen.
Klar gibt es Ausnahmen, aber ich bleibe dabei, dass wenn die Eltern eine gute Grundlage schaffen, es schwer ist, dass das Umfeld nicht gut ist. Alleinschuld tragen Sie nicht, aber die Hauptschuld, dabei bleibe ich.
 

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Beitrag von Carmen I. »

Das ist doch nicht richtig!

Kinder lechzen nach Anerkennung unter ihres Gleichen. Sie wollen freiwillig keine Aussenseiter sein. Welcher Gruppe sie sich anschließen, richtet sich danach, welches Selbstwertgefühl sie haben. Oftmals fühlen sie sich zu Gegensätzlichkeiten hingezogen, wären gerne auch so, wie ihr Gegenüber, weil es eine Charaktereigenschaft ist, die ihnen fehlt, sie aber toll finden. Uns so wird ratzfatz der Obermacker der Gang, der immer cool angezogen ist, dem "alle" folgen und der die hübschesten Mädchen am Start hat, zur Gallionsfigur der eigenen Wünsche. Da ist es sowas von egal, welche Meinung man im Elternhaus darüber hat, ob man dort akzeptiert, geliebt und wohl behütet ist. Wenn man außerhalb des Elternhauses in den Augen von Gleichaltrigen als "nicht der Regel entsprechend" angesehen wird und dadurch evt. mit Repressalien zu rechnen hat, dann ist das der Auslöser für den immer größer werdenden Wunsch "anders zu sein und dazu zu gehören", egal, was von einem verlangt wird.
 

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