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Verfasst: So 11. Nov 2007, 03:30
von Amber Marie Ford
Auch wenn es irgendwelchen intellektuell total aufgeklärten, superdemokratischen und überhumanistischenn Rot- ("Die Linke"), Rot- (SPD) oder Grünwähler (Bündnis 90/Die Grünen), denen die "scheiß Amerikaner" so kotz zu Wider sind dass ihnen die letzte Mahlzeit wieder hochkommt: ohne unsere amerikanischen Freunde (!) säßen wir heute in kackbraunen Uniformen am Ural, oder wären die Großeltern oder Eltern so mancher von uns nach dem 2. Weltkrieg schlicht elendig verhungert oder erfroren, oder wäre Deutschland noch immer in einen Teilstaat und eine russische Besatzungszone gespalten.
Denn es waren die USA, deren wirtschaftliche und militärischer Macht den Sieg der Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit über den Nationalsozialismus ermöglicht haben, es waren die USA, die den Deutschen das Überleben der ersten Nachkriegsjahre und den wirtschaftlichen Wiederaufschwung entscheidend ermöglicht haben, und es waren die USA, die unbeirrt des Augenrollens und Würgens welches die friedliche Revolution in der "DDR" und die Rufe nach der deutschen Einheit in weiten Teilen der Welt ausgelöst haben die Wiedervereinigung der Bundesrepublik mit der Sowjetischen Besatzungszone als selbstverständliche Herstellung natürlicher Gerechtigkeit erachtet und gefördert haben.
Was haben wir hingegen der sog. "Volksrepublik" China zu verdanken? Gar nichts!
Defizite in der Verwirklichung der Demokratie und Achtung der Menschenrechte haben wir in Deutschland genug, da steht es uns nicht zu, mit dem Finger auf unsere zuverlässigsten Freunde und Partner die wir jemals hatten, die USA, zu zeigen - das Bemühen Deutschlands um zumindest weitestgehende Demokratie, relative Freiheit und Grundrechtsschutz erlaubt und erzwingt es jedoch, perverse menschenschlachtende Regimes wie jenes in Beijing vor aller Welt anzuklagen!
Verfasst: So 11. Nov 2007, 11:41
von Damian Fuller
Original von Rainer Zufall
...Sagt die Tagesschau. Und die muß es ja wissen, schließlich wissen wir aus gutunterrichteten Tagesschau-Quellen, daß die Tagesschau jederzeit objektiv ist.
Naja, es gibt ja nicht nur staatliches Fernsehen.

Sondern auch staatlich lizensiertes Privatfernsehen von politisch zugelassenen Konzernen.
Aber Deutschland ist meiner Meinung nach wirklich noch keine Diktatur. Wenn ich was anderes sagen würde, würde ich allerdings hoffentlich nicht in den Knast kommen.
Verfasst: So 11. Nov 2007, 12:33
von Rainer Zufall
Ich halte die BRD zumindest für einen repressiven Staat.
@ Amber: Es geht doch wohl nicht um "Dankbarkeit".....? Die historische Leistung der US-Armee bei der Beseitigung des Faschismus steht außer Frage, aber heißt das, daß wir jetzt nicht mehr das höchstillegale und menschenverachtende Lager Guantanamo (rechtsfreier Raum), wo erwiesenermaßen Folter und Freiheitsberaubung stattfinden und das ohne gesetzliche Grundlage, kritisieren dürfen? Oder die Tatsache, daß die USA den Westen erneut in einen endlosen und sich in Haß verzehrenden Krieg gegen die arabische Welt geführt hat? Daß sie versucht "den Terrorismus zu bekämpfen", wo sie doch eigentlich sagen will "Ölquellen zu sichern"? Gemäß dem Worte Kissingers: Öl ist zu kostbar um es den Arabern zu überlassen? Die amerikanische Heuchelei und Doppelmoral geht mir indes gewaltig auf die Nerven und das wage ich sagen zu dürfen- als Europäer und als vernunftbegabter Mensch- da nützt es nichts, Verdienste der Geschichte aufzuzählen oder zu behaupten wir seien einer bestimmten Seite historisch oder gar kulturell verpflichtet......mit dieser McDonalds- und Davoskultur möchte ich nicht identifiziert werden.
Verfasst: So 11. Nov 2007, 16:13
von Konrad Grimm
Original von Amber Marie Ford
ohne unsere amerikanischen Freunde (!)
Ohne "unsere" "amerikanischen Freunde" hätten "wir" den Zweiten Weltkrieg gewonnen und wären nunmehr als "Vollblutarier" wohl grade mit Vogelsang oder Sonthofen fertig, um Gauleiter in Kasachstan zu werden.
(wieviele Anführungszeichen man in einem Satz brauchen kann...)
Verfasst: So 11. Nov 2007, 16:30
von Heinrich Julius von Jagonburg
Ohne "unsere" "amerikanischen Freunde" hätten "wir" den Zweiten Weltkrieg gewonnen und wären nunmehr als "Vollblutarier" wohl grade mit Vogelsang oder Sonthofen fertig, um Gauleiter in Kasachstan zu werden.
Genau und dann hätten gefälligst die Briten, Franzosen, Niederländer, Belgier etc. uns dankbar sein müssen, dass wir sie vom Joch des Kommunismus geschützt hätten...
Verfasst: So 11. Nov 2007, 17:29
von Carl Philipp van Tulpe
Original von Heinrich Julius von Jagonburg
Genau und dann hätten gefälligst die Briten, Franzosen, Niederländer, Belgier etc. uns dankbar sein müssen, dass wir sie vom Joch des Kommunismus geschützt hätten...
Du meinst hoffentlich das Joch des Stalinismus.
Und an alle die die USA so toll finden, als Befreier und Überbringer der Demokratie, den sei gesagt das die USA seit 1883 insgesamt 14 Regierungen gestürzt haben. Immer mit dem Vorwand Demokratie und Freiheit zu bringen, naja und die US-Konzerne im Schlepptau, welche dann die jeweilige Wirtschaft dominieren.
Die USA hat auch Deutschland nicht nur aus Uneigennützigkeit befreit. Wenn die USA wirklich gewollt hätte, hätten man ein von Anfang an vereinigtes, neutrales, blockfreies, demokratisches Deutschland erschaffen können. Aber Adenauer wurde auf die pro-amerikanische, pro-NATO-Linie getrimmt und so wurde Deutschland gut 40 Jahre in einen von den USA kontrollierten und einen von der UdSSR kontrollierten Teil gespalten.
Verfasst: So 11. Nov 2007, 17:51
von vSzP
Soll man weinen oder lachen über eine solche Dummheit?
Verfasst: So 11. Nov 2007, 18:01
von Montgomery Scott
Original von vSzP
Soll man weinen oder lachen über eine solche Dummheit?
Da hat wohl mal wieder jemand die gehaltvolle und umgängliche Argumentation für sich gepachtet...
Verfasst: So 11. Nov 2007, 19:03
von Oliver von Palm
Stalin hat sich schon was dabei gedacht, als er die deutsche Vereinigung unter den Österreichbedingungen anbot. Er wusste, würde Deutschland darauf eingehen, hätte er mit Westeuropa leichtes Spiel. Dann wäre ihm nicht nur ganz Deutschland in die Hände gefallen, sondern noch der Rest des Kontinents. Frankreich und das United Kingdom waren vom Krieg stark geschwächt, ebenso die Benelux-Staaten.
Die deutsche Teilung war der bittere Preis, den Stalin dafür erpresst hat, dass Westeuropa frei vom kommunistischen Dreckssystem bleiben konnte.
Verfasst: So 11. Nov 2007, 19:08
von Heinrich Julius von Jagonburg
In dem Fall bin ich gern bereit Philipp Recht zu geben. Die Angelegenheit in Chile hat mich da wirklich jeglicher Illusionen beraubt.