Das ist vorallem schwierig, wenn man keine Argumente hat außer das aus NPD-Kreisen stammende "Die nehmen uns Deutschen die Arbeitsplätze weg".Original von Kathryn Janeway
Ich sehe schon, es lohnt sich da nicht zu debattieren. Gegen Ideologie kann ich nichts ausrichten und das will ich auch nicht.
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Ich habe genug Argumente gebracht:Original von Montgomery Scott
Das ist vorallem schwierig, wenn man keine Argumente hat außer das aus NPD-Kreisen stammende "Die nehmen uns Deutschen die Arbeitsplätze weg".
- dieTürkei ist weder geographisch noch kulturell oder religiös Teil Europas.
- dieTürkei ist unterentwickelt und wäre auf Jahrzehnte hin ein reiner Kostenfaktor. Kein Land würde es auf Dauer mitmachen, letztlich einen großen Teil seines Staatshaushaltes an die Türkei abzuführen.
- die EU würde an Länder wie Syrien, Iran, Irak grenzen, also an eine konfliktreiche Region. Das kann nicht im Sicherheitsinteresse liegen.
- der europäische Arbeitsmarkt würde die Massen aus der Türkei, die zuwandern möchten nicht auffangen können.
Kathryn Janeway-Palm
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fp
Zuletzt geändert von Lady Enigma am Di 8. Sep 2009, 15:02, insgesamt 1-mal geändert.

Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila
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Diese Theorie gab es ja schon, bevor es die NPD gab. "Die italienischen Gastarbeiter nehmen uns die Arbeitsplätze weg. Die Jugos nehmen uns die Arbeitslätze weg. Die Türken nehmen den Italienern und uns die Arbeitsplätze weg." u.s.w.Original von Montgomery Scott
...das aus NPD-Kreisen stammende "Die nehmen uns Deutschen die Arbeitsplätze weg".
Wahrscheinlich gab es das schon zu Zeiten des Brian: "Die Römer nehmen uns Juden die Arbeitsplätze weg."
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Kurzer Exkurs: "Was haben die Römer denn schon je für uns getan?"
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Ich halte die pauschale Theorie "XY nehmen Z die Arbeitsplätze weg" ökonomisch wie moralisch für falsch. Trotzdem haben viele Menschen - die nicht der NPD oder deren sonstigem Gedankenmüll nahestehen - auch Angst davor, dass Sie ihren Arbeitsplatz verlieren und Ausländer hier Jobs "wegnehmen".
Man sollte diese Sorge ernst nehmen und sachlich gegen eine solche Angst, die sich für eine Gesellschaft negativ auswirkt, argumentieren.
Zuletzt geändert von Rafael van der Linden am Di 8. Sep 2009, 16:48, insgesamt 2-mal geändert.
Rafael van der Linden, Kellner im Café Sonderbar Manuri
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Das wäre doch schon mal was. Zumindest da, wo es keine gravierenden Qualitätsrückgang bei der sozialen Dienstleistung bedeuten würde.Original von Montgomery Scott
Ja, die will eine riesen Verwaltungsreform durchführen, um Kosten zu reduzieren.
Keine revolutionären Änderungen glaube ich. Aber das Schonvermögen - der Vermögens-Freibetrag, mit dem man trotzdem noch ALGII-Anspruch hat - soll deutlich erhöht werden.Was den Umgang mit Arbeitslosen angeht, wäre mir da wenig bekannt.
Der Verein für ein soziales Leben e.V. zu diesem Vorschlag.
War ja auch ein Werk der Brandt-Ära.Ich weiß nicht wie ich das verstehen soll aber das ist der ursprüngliche Grundsatz der Ausbildungsförderung und steht bis heute etwa so am Anfang des Bafög.
Ich habe bei "Nach Neigung und Eignung" einfach an das Prinzip des Kommunismus: "Jeder nach seinen Fähigkeiten – jedem nach seinen Bedürfnissen!" denken müssen.
Zuletzt geändert von Rafael van der Linden am Di 8. Sep 2009, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.
Rafael van der Linden, Kellner im Café Sonderbar Manuri
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Aprops Ideologie: Das ist natürlich eine gute Antwort, wenn ich dich deinerseits nach dem Beleg für deine These frage, dass die Türken den Deutschen Arbeitsplätze wegnehmen.Original von Kathryn Janeway
Ich sehe schon, es lohnt sich da nicht zu debattieren. Gegen Ideologie kann ich nichts ausrichten und das will ich auch nicht.
Einbildung is halt auch ne Bildung..
RA Prof. Prof. Pjotr Jerkov
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Wie war das nochmal mit Griechenland? Ach, ich vergaß ja die riesige orthodoxe Mehrheit in der EU...Original von Kathryn Janeway
- dieTürkei ist weder geographisch noch kulturell oder religiös Teil Europas.
Wie war das mit Irland in den Siebzigern?- dieTürkei ist unterentwickelt und wäre auf Jahrzehnte hin ein reiner Kostenfaktor. Kein Land würde es auf Dauer mitmachen, letztlich einen großen Teil seines Staatshaushaltes an die Türkei abzuführen.
Im Sicherheitsinteresse der EU nicht, in dem der NATO aber schon, oder wie?- die EU würde an Länder wie Syrien, Iran, Irak grenzen, also an eine konfliktreiche Region. Das kann nicht im Sicherheitsinteresse liegen.
Hättest du mit dem Argument übrigens auch in den Neunzigern Österreich und Italien aus der EU ausgeschlossen?
Das ist wirklich lahm und schon lange widerlegt worden. Wo sind denn die Massen irischer Einwanderer, die unser Land seit den Siebzigern erdrücken?- der europäische Arbeitsmarkt würde die Massen aus der Türkei, die zuwandern möchten nicht auffangen können.
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Darauf habe ich bereits geantwortet.Original von Kathryn Janeway
- dieTürkei ist weder geographisch noch kulturell oder religiös Teil Europas.
Das ist bereits heute in der EU so und ist eben nicht zuletzt ein Sinn der EU.- dieTürkei ist unterentwickelt und wäre auf Jahrzehnte hin ein reiner Kostenfaktor. Kein Land würde es auf Dauer mitmachen, letztlich einen großen Teil seines Staatshaushaltes an die Türkei abzuführen.
Oder Irland? Oder Serbien? Klingt logisch...- die EU würde an Länder wie Syrien, Iran, Irak grenzen, also an eine konfliktreiche Region. Das kann nicht im Sicherheitsinteresse liegen.
Das ist pure Spekulation, die ihre Gründe in der ganz normalen und alltäglichen Xenophobie hat. Die "Massen" aus Süd- und Osteuropa hat Deutschland auch verkraftet.- der europäische Arbeitsmarkt würde die Massen aus der Türkei, die zuwandern möchten nicht auffangen können.

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Naja, wenn es wirklich so einfach wäre, die Kosten zu senken ohne die Leistung zu mindern, bräuchte man wohl nicht die FDP, um darauf zu kommen. So ist es im Grunde bei all diesen "Entbürokratisierungs"-Vorhaben.Original von Rafael van der Linden
Das wäre doch schon mal was. Zumindest da, wo es keine gravierenden Qualitätsrückgang bei der sozialen Dienstleistung bedeuten würde.
Das ist auch ein guter Schritt aber die Dramen spielen sich gerade auch in den Schichten ab, in denen es kein zu schonendes Vermögen gibt. Und da ist die FDP knallhart, mit dem Arbeitslosengeld II am unteren Rand des Sittlichen zu kratzen, um ja keine Anreize zur Aufnahme eines ausbeuterischen Arbeitsverhältnisses ungenutzt zu lassen.Keine revolutionären Änderungen glaube ich. Aber das Schonvermögen - der Vermögens-Freibetrag, mit dem man trotzdem noch ALGII-Anspruch hat - soll deutlich erhöht werden.
Achso, naja ganz falsch liegst Du damit sicher nicht. Aber es gab in der BRD mal eine Ära, wo das Maßstab der Sittlichkeit war. Da hat sogar noch ein Karl-Heinz Koch für ein gebührenfreies Studium gestritten.War ja auch ein Werk der Brandt-Ära.
Ich habe bei "Nach Neigung und Eignung" einfach an das Prinzip des Kommunismus: "Jeder nach seinen Fähigkeiten – jedem nach seinen Bedürfnissen!" denken müssen.
Zuletzt geändert von Montgomery Scott am Di 8. Sep 2009, 20:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Irgendwie erinnern die Vorurteile die man teilweise der Türkei gegenüber hat, erinnern doch arg an die Diskussion, die sehr unsachlich vor der Osterweiterung geführt wurde. Die "Argumente" waren sehr ähnlich, bis auf die hier angebliche geographische, kulturelle und religiöse Inkompabilität.
Auf das "Heer" von polnischen, tschechischen oder sonstwoher stammenden Arbeitern, die hier überall reihenweise Arbeitsplätze klauen, warte ich übrigens noch heute.
Aus meiner Sicht laufen die Argumente, die nicht auf die oben angesprochene Inkompabilität hinauslaufen, ins Leere. Heute kann noch keiner sagen, was am Ende der Gespräche, die sich noch sehr lange hinziehen können, stehen wird.
Und noch etwas zu dem Religionsargument, was vollkommen an der gesamten Thematik vorbeiführt. Erstens zeugt es von erhöhter Intoleranz gegenüber dem Islam, wenn man Europa als reinen Christenclub begreift (Das ist übrigens auch eine sehr ideologische Betrachtungsweise). Und zweitens finde selbst ich, als Christ, dass die Religion in dieser Frage keine Rolle spielen darf.
Auf das "Heer" von polnischen, tschechischen oder sonstwoher stammenden Arbeitern, die hier überall reihenweise Arbeitsplätze klauen, warte ich übrigens noch heute.
Aus meiner Sicht laufen die Argumente, die nicht auf die oben angesprochene Inkompabilität hinauslaufen, ins Leere. Heute kann noch keiner sagen, was am Ende der Gespräche, die sich noch sehr lange hinziehen können, stehen wird.
Und noch etwas zu dem Religionsargument, was vollkommen an der gesamten Thematik vorbeiführt. Erstens zeugt es von erhöhter Intoleranz gegenüber dem Islam, wenn man Europa als reinen Christenclub begreift (Das ist übrigens auch eine sehr ideologische Betrachtungsweise). Und zweitens finde selbst ich, als Christ, dass die Religion in dieser Frage keine Rolle spielen darf.
