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Verfasst: So 14. Mär 2010, 19:19
von Helen Bont
Original von Melissa Adelaide
Soweit ich weiß erhalten die Mitglieder des Unionsparlamentes jedes eine Diät aus Steuergeldern? Dann können die Steuerzahler denke ich erwarten, dass diese jedenfalls in ihrer Eigenschaft als Parlamentarier auch nur Themen diskutieren bei denen "hinten was rauskommt" (Formulierung nach einem Zitat Helmut Kohls).

Zu welchem Ergebnis soll eine Diskussion über Sklaverei kommen?
Im Rahmen der parlamentarischen Arbeit ist eine zielgerichtete Diskussion und ein zielgerichtetes Handeln - Letzteres insbesondere in Regierungsverantwortung - unabdingbar.
Unabhängig davon sollte es aber auch Politikern vergönnt sein, Grundsatzfragen, wie etwa die Wehrpflicht, zu erörtern, ohne dass dies nun gleich als eine Befürwortung moderner Sklaverei gedeutet wird.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 19:19
von Hajo Poppinga
Innenminister Poppinga, bei einem Krabbenwettpulen zugunsten von Familienförderung, Freiheit und verbesserten Fangbedingungen auf das Interview von PWM angesprochen, äußerte sich wie folgt:

Letztlich verhält es sich mit den Bürgern unserer Union ebenso, wie mit einer Krabbenkolonie: Aus der Einheit wächst die Stärke, will meinen, es gibt Einstandspflichten füreinander. Dazu gehört nach meinem Verständnis auch das Einstehen aller wehrfähigen Männer für unser demokratisches Gemeinwesen. Die Wehrpflicht kann, sofern sie vernünftig ausgestaltet ist, zu einer tatsächlichen "Schule der Union" werden. Hier können sowohl Fähigkeiten in praktischen Bereichen vermittelt werden, wie auch Fähigkeiten im Bereich Menschenführung und Zusammenleben. PWM hat meines Erachtens zurecht auch auf die beruflichen Bildungsmöglichkeiten eines solches Wehrdienstes hingewiesen.

Die Verengung auf die Wehrpflicht halte ich allerdings für unangebracht - vielmehr würde ich die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht begrüßen.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 19:21
von Melissa Adelaide
Original von Helen Bont
Im Rahmen der parlamentarischen Arbeit ist eine zielgerichtete Diskussion und ein zielgerichtetes Handeln - Letzteres insbesondere in Regierungsverantwortung - unabdingbar.
Unabhängig davon sollte es aber auch Politikern vergönnt sein, Grundsatzfragen, wie etwa die Wehrpflicht, zu erörtern, ohne dass dies nun gleich als eine Befürwortung moderner Sklaverei gedeutet wird.
Es ist doch ganz einfach, Frau Unionskanzlerin: leugnen Sie, dass die Wehrpflicht eine Form der Sklaverei ist, ja oder nein?

Falls nein, wem bringt es Ihres Erachtens welchen Nutzen, wenn das Unionsparlament über Sklaverei debattiert?

Verfasst: So 14. Mär 2010, 19:23
von Hajo Poppinga
Original von Melissa Adelaide
Es ist doch ganz einfach, Frau Unionskanzlerin: leugnen Sie, dass die Wehrpflicht eine Form der Sklaverei ist, ja oder nein?
Es wird schon wesentlich Ungleiches verglichen. Wehrpflichtige sind mündige Staatsbürger, Sklaven rechtelos.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 19:25
von Melissa Adelaide
Original von Hajo Poppinga
Innenminister Poppinga, bei einem Krabbenwettpulen zugunsten von Familienförderung, Freiheit und verbesserten Fangbedingungen auf das Interview von PWM angesprochen, äußerte sich wie folgt:

Letztlich verhält es sich mit den Bürgern unserer Union ebenso, wie mit einer Krabbenkolonie: Aus der Einheit wächst die Stärke, will meinen, es gibt Einstandspflichten füreinander. Dazu gehört nach meinem Verständnis auch das Einstehen aller wehrfähigen Männer für unser demokratisches Gemeinwesen. Die Wehrpflicht kann, sofern sie vernünftig ausgestaltet ist, zu einer tatsächlichen "Schule der Union" werden. Hier können sowohl Fähigkeiten in praktischen Bereichen vermittelt werden, wie auch Fähigkeiten im Bereich Menschenführung und Zusammenleben. PWM hat meines Erachtens zurecht auch auf die beruflichen Bildungsmöglichkeiten eines solches Wehrdienstes hingewiesen.

Die Verengung auf die Wehrpflicht halte ich allerdings für unangebracht - vielmehr würde ich die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht begrüßen.
Wofür Sie in der Zukunft auch kandidieren mögen, Herr Poppinga, bitte träumen Sie nicht einmal von meiner Stimme! Ihr Vergleich von Menschen mit Weichtieren und Ihre Fantastereien vom Sklavendienst als Mittel der Konditionierung des Individuums zur Unterwerfung unter das Kollektiv sind ethisch fundamentasl inakzeptabel!

Verfasst: So 14. Mär 2010, 19:26
von Palin Waylan-Majere
Zu welchem Ergebnis soll eine Diskussion über Sklaverei kommen?
Ich muss doch sehr bitten. Jede Arbeit muss so entlohnt werden, dass ein soziokulturelles Existenzminimum - sprich ein menschwnwürdiges Leben - gewährleistet ist. Die Wehrpflicht soll auch nicht darauf hinauslaufen, junge Menschen jahrelang des Nachts durch Sumpfgebiete robben zu lassen, sondern sie für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Die Einsatzgebiete sollen dabei je nach persönlicher Eignung gewählt werden und wer sich um pflegebedürfte Familienmitglieder oder Kinder kümmern muss soll ebenso von der Dienstpflicht befreit sein wie diejenigen, die bereits einen festen Ausbildungsplatz haben oder denen gegenüber der Wehr(ersatz)dienst körperlich oder psychisch nicht zumutbar ist.
Original von Pandora Friedmann
Der Bereich zur Wehrpflicht liest sich wie die Argumentation von stark Konservativen.
Nur weil es jahrelang keinerlei Diskussion über das Thema gegeben hat, kann man doch nicht einfach sagen "Igitt, konservativ!" und somit ernsthaftes Abwägen von Argumenten durch das Hervorrufen von Ekel unterbinden.
Mit ideologischen Scheuklappen durch die Weltgeschichte laufen überlasse ich lieber anderen.

(der Übersichtlichkeit wegen ein zweiter Beitrag zur Replik auf die Pressemitteilung des SPDU-LV Roldem) ...

Verfasst: So 14. Mär 2010, 19:26
von Melissa Adelaide
Original von Hajo Poppinga
Es wird schon wesentlich Ungleiches verglichen. Wehrpflichtige sind mündige Staatsbürger, Sklaven rechtelos.
Ein mündiger Bürger entscheidet selbst, ob er den Staat dessen Bürger er ist unter Einsatz seines Lebens zu verteidigen bereit ist.

Ein Sklave wird von seinem Herrn mit Gewalt gezwungen zu tun, was dieser von ihm verlangt.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 19:27
von Palin Waylan-Majere
Ich freue mich über die Pressemitteilung der Genossen aus Roldem. Die SPDU wird wieder eine diskussionsfreudige und aktive Partei, in der nicht alle wie tote Fische in die gleiche Richtung schwimmen. Natürlich möchte ich auf den Inhalt eingehen.
Original von Sean William Connor
[...]Sie sind es schon und sie bilden schon längst das Rückgrat unserer demokratischen Gesellschaft. Eine sozialdemokratische Politik muss darauf hinwirken militärische Institutionen weltweit obsolet zu machen und den Bürgerinnen und Bürger nicht noch in veraltete Zwangsdienste zu schieben.
Ich muss die Genossen aus Roldem auf einen Denkfehler aufmerksam machen: wie kann es Ziel sozialdemokratischer Politik sein, das "Rückgrat unserer demokratischen Gesellschaft" obsolet zu machen?
Diese von mir angestoßene Debatte soll doch keine Erörterung von Utopien sein, sondern ganz reale Probleme thematisieren. Wir leben in einer unsicheren Welt: vor zweieinhalb Jahren marschierten ausländische Truppen ein, um die Sezessionsversuche in Freistein und Imperia zu unterstützen. In unserem Nachbarland Kaysteran konnte im letzten Jahr ein Bürgerkrieg nur durch das militärische Eingreifen severanischer und novarischer Truppen beendet werden. In der Nähe der WI überfielen Piraten die Schiffe, in Aquila/Reezka Bunda (oder wie die sich gerade nennen) kam es letzlich erst zum Krieg, auch unter Einsatz von Massenvernichtungswaffen. Die Krisen in Cuelho oder Grasonce sind auch nicht gerade lange her.
Wir sollten uns fragen, ob wir als Sozialdemokraten die Fragen der Verteidigungspolitik unter dem Aspekt des reinen und unverfälschten Pazifismus beantworten wollen - und die Unionsstreitkräfte dabei Leuten wie Graf Falkenstein überlassen. Oder aber wir formulieren eigenständig Antworten auf die vielschichtige Bedrohungslage der Welt.
Weiterhin gibt es in Friedenszeiten ein weiteres Problem: welchen konkreten Nutzen haben Ausgaben für die Unionsstreitkräfte? Es müssen erhebliche Steuermittel aufgewendet werden, um Nachwuchs zu rekrutieren - dies kann man mit der Wehrpflicht einsparen. Des weiteren ist die Ausbildung in der Unionswehr allein auf militärische Aspekte ausgelegt. Wer dann nach seiner Dienstzeit wieder ins zivile Berufsleben einsteigt, ist doch mit erheblichen Problemen konfrontiert.
Auch ist der Nutzen der Militärausgaben für die Allgemeinheit doch eher gering, wenn damit gegenwärtig nur Kasernen und die Rüstungsindustrie subventioniert werden, während beim Katastrophenschutz, in Krankenhäusern, Jugendhäusern, Altenheimen, im Rettungsdienst und Krankentransport sowie in der Behindertenbetreuung bis dato keine öffentliche Förderung und Ausbildung stattfindet?
Die Antwort auf die Fragen der WiSim wird aus Heroth ebenso unzureichend beantwortet. Es kann nicht sein, dass die Verantwortlichen in unserer Gesellschaft es nicht hin bekommen die WiSim zu aktivieren und die Lösung der Verzicht bedeutet.
Ich sehe die Wisim nicht als oberste Priorität an. Zuvorderst sollten die verschiedenen staatlichen Organe und Institutionen wieder funktionieren. Der Verzicht auf die WiSim muss nicht für immer festgeschrieben, wie dies einmal im imperianischen Wisim-Ausstiegs-Gesetz geschah. Doch bevor wir uns an diesem süßen Bonbon 'WarenSim' verschlucken, haben wir wahrlich Wichtigeres zu tun.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 19:27
von Hajo Poppinga
Original von Melissa Adelaide

Wofür Sie in der Zukunft auch kandidieren mögen, Herr Poppinga, bitte träumen Sie nicht einmal von meiner Stimme! Ihr Vergleich von Menschen mit Weichtieren und Ihre Fantastereien vom Sklavendienst als Mittel der Konditionierung des Individuums zur Unterwerfung unter das Kollektiv sind ethisch fundamentasl inakzeptabel!
Je öfter Sie den Sklavenvergleich auch penetrieren, desto richtiger wird er nicht.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 19:31
von Hajo Poppinga
Original von Melissa Adelaide

Ein mündiger Bürger entscheidet selbst, ob er den Staat dessen Bürger er ist unter Einsatz seines Lebens zu verteidigen bereit ist.
Richtig und aus diesem Grunde besteht die Möglichkeit der Teilnahme und Einwirkung auf unsere Union, einzeln oder in Verbindung mit anderen. Nur damit Sie mich richtig verstehen, möchte ich darauf hinweisen, daß ich das Wort der allgemeinen Dienst- und nicht der Wehrpflicht führe.

Niemand würde bei einer allgemeinen Dienstpflicht zum Einsatze seines Lebens gezwungen, denn die Teilnahme am Militärdienst wäre lediglich eine Option.
Ein Sklave wird von seinem Herrn mit Gewalt gezwungen zu tun, was dieser von ihm verlangt.
Der Sklave hat auch keine systemimmanente Möglichkeit der Änderung; der Bürger schon.