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RE: Amoklauf in Landshut

Verfasst: Mi 8. Apr 2009, 12:31
von Konrad Grimm
Original von Antonio Sandro
Die Frage, die sich mir aber wieder aufdrängt, wie konnte er die Waffe in das Gerichtsgebäude bringen?
Ich behaupte, man kommt sogar in den Bayerischen Landtag bewaffnet rein, wenn ich mir die dortigen Sicherheitsvorkehrungen in Abgrenzung zum Bundestag ansehe. Vielleicht hat der Seehofer insofern einfach Angst?

Die Gerichtsabsicherung ist noch witzloser. Am hiesigen Amtsgericht gibt es überhaupt keine Kontrollen, und die Schleuse am LG / OLG ist nur besetzt, wenn sie mit besonderen Sicherheitsanforderungen rechnen.

Verfasst: Mi 8. Apr 2009, 12:40
von Konrad Grimm
Original von Kathryn Janeway
Àuch wenn mich jetzt bei einigen Leuten unbeliebt mache: Man sieht, das privater Waffenbesitz verboten gehört.
Wenn es kriminell ist, eine Waffe zu besitzen, dann besitzen eben nur die Kriminellen Waffen.

Tatsache ist, dass ein Blick nach Großbritannien zeigt, dass selbst ein Totalverbot privaten Waffenbesitzes sich in keiner Weise positiv auswirkt. Im Gegenteil ist in GB die Zahl insbesondere der Raubüberfalle seit Kriminalisierung des privaten Waffenbesitzes erheblich angestiegen.
Waffenverbote sind populistisch und spielen denjenigen Politikern in die Hände, die sich nichts mehr wünschen als eine wehrlose Bevölkerung. Bekanntlich war eine der ersten Maßnahmen der Nazis das Verbot des privaten Waffenbesitzes durch Juden.

Verfasst: Mi 8. Apr 2009, 12:59
von Kathryn Janeway
Original von Konrad Grimm

Wenn es kriminell ist, eine Waffe zu besitzen, dann besitzen eben nur die Kriminellen Waffen.

Tatsache ist, dass ein Blick nach Großbritannien zeigt, dass selbst ein Totalverbot privaten Waffenbesitzes sich in keiner Weise positiv auswirkt. Im Gegenteil ist in GB die Zahl insbesondere der Raubüberfalle seit Kriminalisierung des privaten Waffenbesitzes erheblich angestiegen.
Waffenverbote sind populistisch und spielen denjenigen Politikern in die Hände, die sich nichts mehr wünschen als eine wehrlose Bevölkerung. Bekanntlich war eine der ersten Maßnahmen der Nazis das Verbot des privaten Waffenbesitzes durch Juden.
Es ist auch verboten, Plutonium zu besitzen. Deiner Logik zu Folge müßte der Besitz ab sofort erlaubt werden, damit nicht nur Kriminelle Plutonium besitzen.

Und ich wage zu behaupten, dass privater Waffenbesitz mehr Schaden als Nutzen mit sich bringt.

Der Verweis auf die Nazis ist wieder mal unangebracht. Tatsächlich hätte privater Waffenbesitz den Juden nicht im geringsten gegen den Holocaust geholfen. Oder denkt hier jemand Gegenteiliges?

Verfasst: Mi 8. Apr 2009, 14:42
von Sean William Connor
Irgendwie gefällt mir die Idee, dass man zur Abwendung jeglicher Fremdeingriffe in die persönliche Autonomie auf der Terasse eine Atombome zu liegen hat. Wenn der Nachbar dann zu laut werden sollte bekommt er eine Erstschlag-Doktrin einmalig in den Briefkasten eingeworfen, wenn es dann nochmal zu laut werden sollte: Knallt eben der Atompilz bei Nachbars ein. =)

Ich bin etwas verwundert, weshalb man nicht untersucht, ob der gute Mann auf "Killer-Spiele" in den Nächten gezockt hat, die ihn da aggressiv werden ließen. Wo ist Professor Pfeiffer? Ein generelles Waffenverbot, dessen muss man sich im klaren sein ist purer Aktionismus. Wer eine Waffe (Schusswaffe) haben will um anderen Menschen damit zu schaden, der wird sie sich im Zwiefel zu besorgen wissen.

Verfasst: Mi 8. Apr 2009, 14:46
von Kathryn Janeway
Das wird er sowieso. Legale Privatwaffen werden aber eben sehr häufig bei Austicktaten benutzt. Wären private Schusswaffen verboten, wären sehr viele Amokläufe und Familientaten nie passiert, da kann man sicher sein.

Verfasst: Mi 8. Apr 2009, 17:01
von Lady Enigma
Und? Das liegt nicht an den Waffen. Wieso gibt es überhaupt diese Amokläufe? Das ist doch das entscheidende.

Verfasst: Mi 8. Apr 2009, 17:06
von Konrad Grimm
Original von Kathryn Janeway
Das wird er sowieso. Legale Privatwaffen werden aber eben sehr häufig bei Austicktaten benutzt. Wären private Schusswaffen verboten, wären sehr viele Amokläufe und Familientaten nie passiert, da kann man sicher sein.
Ah ja, werden sie das? Nach meinem Kenntnisstand sind 99 % der Feuerwaffen, die bei Straftaten verwendet werden, nicht in legalem Besitz.

Verfasst: Mi 8. Apr 2009, 17:19
von Kathryn Janeway
Original von Konrad Grimm

Ah ja, werden sie das? Nach meinem Kenntnisstand sind 99 % der Feuerwaffen, die bei Straftaten verwendet werden, nicht in legalem Besitz.
Das trifft auf rational geplanten Mord zu, nicht auf irrationale Amokläufe und familiäre Affekthandlungen.

Verfasst: Mi 8. Apr 2009, 21:43
von Konrad Grimm
Original von Kathryn Janeway
Das trifft auf rational geplanten Mord zu, nicht auf irrationale Amokläufe und familiäre Affekthandlungen.
Nein, das ist die Gesamtstatistik.

Ein Totalverbot von privatem Waffenbesitz ist kontraproduktiv, das belegt das Beispiel Großbritannien eindeutig.

http://de.wikipedia.org/wiki/Waffenmiss ... britannien

Man könnte aber natürlich darüber nachdenken, die Waffen von Sportschützen künftig zwingend in den Vereinsräumen verwahren zu lassen. Das wäre ökonomisch sinnvoll, weil selbst die teuersten Sicherheitsvorkehrungen am Vereinsgebäude kaum teurer sein können als die vorgeschriebenen Panzerschränke für die heimische Aufbewahrung, Mitglied eines Schützenvereins muss ohnehin jeder Sportschütze sein, und es würde die Kontrolle gegen unbefugten Zugriff deutlich verbessern.

Verfasst: Fr 10. Apr 2009, 21:08
von Lady Enigma
Klar. Dann knack ich das Vereinshaus und hab ein richtiges Arsenal...