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Verfasst: Sa 29. Nov 2008, 17:43
von Wolfgang Müller
Original von Helen Bont
Herr Kollege Müller, sicherlich können Sie auch erläutern, warum Sie Albernia als eine "demokratiefeindlichen Macht" bezeichnen.
Albernia ist eine Monarchie, welche während der Imperia- und Freistein-Sezession die Garantiemacht Imperias war und später Metternich die Staatsbürgerschaft, Adelsprivilegien und diplomatische Immunität neben Asyl gewährte. Auch wenn ich die Demokratische Union nur für noch zu undemokratisch halte, halte ich Albernia noch für rückständiger und undemokratischer.
Im übrigen ist es doch erstaunlich, dass ausgerechnet Sie plötzlich an irgendwelche Patriotismusgefühle appellieren. Ich will Ihnen, Herr Müller, gerne einmal die Konsequenzen vor Augen halten, für den Fall, dass der Entwurf für den Grundlagenvertrag nicht vom Unionsparlament ratifiziert werden sollte: von Metternich bleibt nicht nur auch in diesem Fall in seinem albernischen Exil, auch in Zukunft wird Albernia nicht verpflichtet sein, Straftäter an die Demokratische Union auszuliefern. Ihr Nein, Herr Müller, wird an der jetzigen und an zukünftigen Situation nichts ändern. Sie blockieren aus einer Fundamentalopposition aus und weigern sich von ihrem Abgeordnetenmandat verantwortungsvoll Gebrauch zu machen. Das ist schlecht für unser Land und alles andere als patriotisch.
Meine Position ist, keine Zusammenarbeit mit Monarchien. Patriot bin ich als Kommunist nicht. Ich kreide nur den Wendehals der konservativen, sogeannten patriotischen Parteien an, welche eigentlich laut "Nein" brüllen müssten bei diesen Vertrag.

@Hajo:
Freudscher Versprecher.

@Schneider:
Die ganze Situation entstand, weil mensch zugelassen hat, dass Albernia sich überhaupt einmischen konnte.

Verfasst: Sa 29. Nov 2008, 23:07
von Helen Bont
Original von Joeli Veitayaki

dem kann ich nur zustimmen. Der Unterzeichnung eines solch weitreichenden Vertrages bedarf es doch weit mehr als nur eine neutrale Beziehung. Allein die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft zeigt doch schon das gegenseitige Vertrauen beider Nationen ineinander. Allerdings sollten hier im Bezug auf Auslieferungen von Straftäter noch darauf gedrängt werden, dass eine doppelte Staatsbürgerschaft dies nicht verhindern sollte. Notwendigensfalls aber eine Anklage auch im jeweiligen anderen Land durchgeführt werden kann.
Herr Premierminister Dr. Montary, Herr Kollege Veitayaki,
wie der Kollege Schneider bereits richtigerweise festgestellt hat, kann man die Bezeichnung der Beziehungen nachträglich noch immer höher stufen. Und in der Tat, und das haben Sie beide zutreffend bemerkt, gehen die Beziehungen zum Königreich Albernia über ein rein neutrales Verhältnis hinaus: beide Seiten sehen sich als befreundete Mächte und als Partner an, und diese Wertschätzung kommt im vorliegenden Entwurf voll zur Geltung.
Was die konkrete Ausgestaltung der Regelungen für eine doppelte Staatsbürgerschaft angeht, Herr Kollege Veitayaki, so werden die Details demnächst ausgehandelt werden. Gleichwohl danke ich Ihnen für Ihre hilfreiche Anregung, die ích in den Gesprächen mit unseren albernischen Partnern berücksichtigen werde.
Original von Wolfgang Müller

Albernia ist eine Monarchie, welche während der Imperia- und Freistein-Sezession die Garantiemacht Imperias war und später Metternich die Staatsbürgerschaft, Adelsprivilegien und diplomatische Immunität neben Asyl gewährte. Auch wenn ich die Demokratische Union nur für noch zu undemokratisch halte, halte ich Albernia noch für rückständiger und undemokratischer.
Herr Kollege Müller,
diese Unionsregierung praktiziert dass, was die politische Linke nur in ihren Wahlkampfreden propagiert, aber nicht umzusetzen gedenkt: Völkerfreundschaft.
Wir alle miteinander haben zwei Möglichkeiten: entweder wir verweigern uns gegenüber Albernia nach dem Motto "Ihr habt uns damals geschadet, und deswegen reden wir nie wieder mit euch", oder wir sind bereit, die Hand zur Versöhnung zu reichen. Nicht bedinungslos, aber auch nicht unter Aufstellung von solchen Hürden, die für den anderen unerfüllbar sind. Beide Seiten, das Königreich Albernia und die Demokratische Union, sind sich auf halbem Weg entgegen gekommen, und ich denke, wir sollten gewillt sein, jetzt ein neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen aufzuschlsgen.
Ich habe, Herr Kollege Müller, ein sehr langes und ernstahftes Gespräch mit Premierminister Hygswitch geführt, und ich bin überzeugt, dass unseren albernischen Partner unsere Bedenken hinsichtlich der von-Metternich-Affaire versteht und diese teilt. Von Metternich hat mittlerweile die albernische Staatsbürgerschaft, und es ist so, dass Albernia eigene Staatsbürger nicht ans Ausland ausliefert. Wir können dies bedauern oder vielleicht sogar verurteilen, es ändert an der politischen Realität nichts. Die Unionsregierung hat mit dem vorliegenden Entwurf sichergestellt, dass Straftäter in Albernia keine Zuflucht mehr vor dem Zugriff der Justiz der Demokratischen Union haben werden, und diesen Fortschritt sollten wir nicht leichtfertig auf's Spiel setzen.
Original von Wolfgang Müller

Meine Position ist, keine Zusammenarbeit mit Monarchien. Patriot bin ich als Kommunist nicht. Ich kreide nur den Wendehals der konservativen, sogeannten patriotischen Parteien an, welche eigentlich laut "Nein" brüllen müssten bei diesen Vertrag.
...
Was Ihre Einschätzung zu Albernia angeht, Herr Müller, so verfügt Albernia als konstitutionelle Monarchie über ein frei gewähltes Parlament, dem gegenüber die Regierung verpflichtet ist, ist Bürger genießen alle Freiheitsrechte, eine unabhängige Justiz wacht über die Einhaltung der Gesetze, es gibt eine freie Presse ... Das Einzige was Albernia von der Demokratischen Union unterscheidet, ist, dass das albernische Staatsoberhaupt durch Geburtsrecht ins Amt kommt. Es steht uns aber nicht zu, Albernia hier irgendwelche ungebetenen Ratschläge zu erteilen, und die Unionsregierung hat dies auch nicht vor.
Und zu ihrer letzten Bemerkung, Herr Müller, von wegen Wendehals und ähnlichem Unsinn: Konservativ heißt nicht, sich verbissen auf eine Position zurückzuziehen, auch wenn diese ins Verderben führt. Konservativ heißt, unter Beachtung der übermittelten und für richtig empfundenen Werte, Politik zu gestalten, dass heißt, das Leben der Menschen zu erleichtern. Das tun beide Vertragspartner mit dem vorliegenden Vertragsentwurf. Wir lassen die Vergangenheit Vergangenheit sein und wagen den Neuanfang. Und ich bin mir absolut sicher, dass wir in Albernia einen wertvollen, einen treuen und einen absolut verlässlichen Partner gefunden haben.

Verfasst: Sa 29. Nov 2008, 23:52
von Fabian Montary
@Schneider, Bont: Was für ein Schmarrn, ändern Sie es doch gleich, wenn Sie doch selbst sagen, dass es ein freundschaftliches Verhältnis zu Albernia geben soll. :rolleyes:

Verfasst: So 30. Nov 2008, 04:29
von Palin Waylan-Majere
Original von Helen Bont
Wir lassen die Vergangenheit Vergangenheit sein und wagen den Neuanfang. Und ich bin mir absolut sicher, dass wir in Albernia einen wertvollen, einen treuen und einen absolut verlässlichen Partner gefunden haben.
Wodurch qualifiziert sich dieser Staat neuerdings als absolut verlässlich? Durch die hektische Anerkennung irgendwelcher selbsterklärter Monarchien oder durch das Scheitern der ISO?

Verfasst: So 30. Nov 2008, 12:02
von Michael Schneider
Original von Fabian Montary
@Schneider, Bont: Was für ein Schmarrn, ändern Sie es doch gleich, wenn Sie doch selbst sagen, dass es ein freundschaftliches Verhältnis zu Albernia geben soll. :rolleyes:
Warum dieses Aufhebens? Darüber muss dann erst wieder langwierig mit Albernia gesprochen werden. bringen wir das doch erst in trockene Tücher, dann wird das viel leichter.

Verfasst: So 30. Nov 2008, 18:38
von Rincewind
2. Ausgenommen von dieser Regelung sind solche Straftäter, die einen berechtigten Anspruch auf Asyl aufgrund politischer Verfolgung haben.
Wären das nicht gerade Sezessionisten und Personen, die unter Landesverrat verurteilt werden?

Verfasst: So 30. Nov 2008, 18:49
von Palin Waylan-Majere
Original von Rincewind

Wären das nicht gerade Sezessionisten und Personen, die unter Landesverrat verurteilt werden?
Hygswitch hat in Richtung Metternich versichert, "politisch Verfolgte" weiterhin schützen zu wollen. Das Auslieferungsabkommen wird von Albernia von vorneherein unterlaufen und gibt keinen Anlass, das Gegenteil anzunehmen. Wenn die ein verlässlicher Partner sein sollen, wer sind dann erst unsere Feinde?

Verfasst: So 30. Nov 2008, 18:54
von Helen Bont
Original von Fabian Montary
@Schneider, Bont: Was für ein Schmarrn, ändern Sie es doch gleich, wenn Sie doch selbst sagen, dass es ein freundschaftliches Verhältnis zu Albernia geben soll. :rolleyes:
Herr Premierminister Dr. Montary, ich habe keinen Problem damit in den Grundlagenvertrag hinzuschreiben, dass mit Abschluss des Grundlagenvertrags die Beziehungen als freundschaftlich deklariert werden. Ich habe einen entsprechenden Vorschlag dem albernischen Premierminister zukommen lássen.
Original von Palin Waylan-Majere

Wodurch qualifiziert sich dieser Staat neuerdings als absolut verlässlich? Durch die hektische Anerkennung irgendwelcher selbsterklärter Monarchien oder durch das Scheitern der ISO?
Weder noch, Herr Kollege Waylan-Majere, sondern durch die Einsicht, dass der damals eingeschlagene Kurs falsch war sowie durch den erklärten Willen, einen grundlegenden Wandel in den bilateralen Beziehungen zur Demokratischen Union herbeizuführen.
Original von Rincewind

Wären das nicht gerade Sezessionisten und Personen, die unter Landesverrat verurteilt werden?
Herr Imperialkanzler, die albernische Regierung und die Unionsregerierung sind sich darin einig, dass Sezessionisten nach dieser von Ihnen angesprochenen Regelung keinen Anspruch auf Asyl haben. Es ist ja gerade der Fall von Metternich gewesen, der dazu geführt hat, dass dieser Vereinbarung über die juristische Zusammenarbeit in den Entwurf für Grundlagenvertrag aufgenommen wurde.

Verfasst: So 30. Nov 2008, 19:00
von Helen Bont
Original von Palin Waylan-Majere

Hygswitch hat in Richtung Metternich versichert, "politisch Verfolgte" weiterhin schützen zu wollen. Das Auslieferungsabkommen wird von Albernia von vorneherein unterlaufen und gibt keinen Anlass, das Gegenteil anzunehmen. Wenn die ein verlässlicher Partner sein sollen, wer sind dann erst unsere Feinde?
Herr Kollege Palin Waylan-Majere,
ich wiederhole mich an dieser Stelle gerne für Sie: die albernische Regierung und die Unionsregierung sind sich darin einig, dass Personen, die wegen der gleichen Vergehen, wie von Metternich, von der Justiz gesucht werden, keinen Anspruch auf Asyl haben. Die Regelung zur juristischen Zusammenarbeit wurde gerade mit Blick auf von Metternich in den Grundlagenvertrag aufgenommen, um zu verhindern, dass sich ähnliches wiederholt. Es steht also nicht zu befürchten, dass in Zukunft Sezessionisten in Albernia Zuflucht finden werden.

Verfasst: So 30. Nov 2008, 19:05
von Rincewind
Was ist denn, dann die Definition von "politischer Verfolgung" und wieso benötigen wir diese Ausnahmeregel? Ich sehe keinen Grund dazu.

Wie der Premier das interpretiert ist sekundär, im Zweifelsfall ist der Wortlaut, die Definition und das Urteil des albernischen Gerichthofes ausschlaggebend.