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Verfasst: So 28. Okt 2007, 16:56
von Helen Bont
Original von Hajo Poppinga

Natürlich, Frau Bont. Schauen Sie sich nur die Regierungspolitik an - die war nie von konservativen Ideen geprägt, oder haben Sie gegenteilige Beispiele?
Das ist kein Beleg für Ihre Aussage, Herr Poppinga. Sie wissen sehr gut, dass die derzeit amtierende Regierungskoalition primär angetreten ist, um eine längst überfällige Föderalismusreform auf den Weg zu bringen.

Aber um Ihre Frage zu beantworten: im Außenministerium sehe ich eine sehr eindeutige konservative Handschrift. Nehmen Sie nur als Beispiel die Heidenberg-Doktrin, mit deren Hilfe wir überaus erfolgreich erreichen konnten, dass eine Reihe Staaten, die vorher noch die Unabhängigkeit Imperias und Freisteins anerkannt haben, sich von dieser Politik bereits distanziert haben; nehmen Sie die internationale Regelung der Antarktis, die von dieser Regierung zu Ende geführt worden ist - eine eindeutig konservative Handschrift - ; die Wiederbesetzung des Amtes des Präsidenten der Unionspolizei wurde unter einem konservativen Innenminister erfolgreich angegangen; dass die Kriegshandlungen zwischen der DU und Barnstorvia beendet wurden und mit Gran Novara wieder Frieden herrscht, ist zum größten Teil dem Verhandlungsgeschick einer konservativen Außenministerin zu verdanken. Ich könnte diese Liste noch erweitern.

So, Herr Poppinga, und nun warte ich auf Ihre Belege für Ihre Aussage: "Die UFD war nie, genau wie ihre Vorgängerpartei VFD, wirklich konservativ."

Verfasst: So 28. Okt 2007, 16:58
von Hajo Poppinga
Liebe Frau Bont, daß die amtierende Regierung angetreten ist, um einen Reformkurs zu fahren, ist mir durchaus bewußt. Aber die Tatsache, daß ich mich auch auf die VFD bezog, impliziert ja bereits, daß ich nicht nur die amtierende Unionsregierung gemeint haben kann.

Verfasst: So 28. Okt 2007, 17:02
von Konrad Grimm
Oh, ja, reden wir mal über die Politik Ihrer Kanzlerkandidatin. Deren Diplomatie hat uns mit der halben Welt in den Krieg gestürzt. Die Politik Heidenberg hat im totalen Desaster geendet. Darüber wird im Wahlkampf umfassend zu reden sein.

Ein zentrales Ziel bei dieser Wahl wird es sein, die desaströse Aussenpolitik von Frau Heidenberg zu beenden und die UFD in die Opposition zu schicken.

Aber was ist das auch für eine Partei? Ein Sumpf liberalistischer Ideen, auf dem nicht grundlos auch die Sezession erblüht wird. War es nicht Ihr vormaliger Parteivorsitzender, der an der Spitze dieser Revolte gestanden hat? Das darf nicht wundern, bei einer Partei ohne Überzeugung.

Verfasst: So 28. Okt 2007, 17:06
von Helen Bont
Original von Amber Marie Ford
Ich als Außenstehende, die nie der UFD, einer ihrer Vorgänger- oder der in ihr aufgegangenen Parteien angehört hat kann jedenfalls sagen: ein klares Profil als irgendwas hatte die Partei nie: nominell gegründet als unionsweites Sammelbecken der bürgerlichen Kräfte schlug sie unter ihrem Vorsitzenden Burghammer und dem damals designierten Kanzlerkandidaten von Rohan-Mason rapide einen mehr und mehr linskliberalen Kurs ein, zerfiel größtenteils und vollzog unter dem neuen Vorsitzenden Schmelzer und seiner Generalsekretärin von Haren erst einen harten Rechtsschwenk, versuchte sich dann unter dem, dessen Namen nicht genannt werden sollte ;) an einer Regierung zu beteiligen der auch LL-Mitglieder angehören sollten, zerfiel als das scheiterte noch weiter und erstand unter den Herren von Rohan-Mason und Prometheus zwar auf aus Ruinen und stieg zum raschen Erfolg auf, wirkte aber trotz endlos erscheinender Regierungsbeteiligungen nur wie ein ziemlich wendiges und flexibles Sammelsurium für alle möglichen Ideen, alle möglichen Mitglieder und Wähler. Als klassische, konservative Volkspartei hat man weder UFD noch VFD je wahrgenommen, eine solche fehlt seit die RVP in deren Gründungsprozess geopfert wurde...

Edit: Grammatik
Da ist vieles dabei, was vor meiner Zeit ist, und was ich deswegen nicht beurteilen kann. Tatsache ist, dass "konservativ" nicht einfach zu definieren ist. Für eine Volkspartei, die bestrebt ist, das konservativ-bürgerliche Lage anzusprechen und zu repräsentieren, gilt dies um so mehr. Es wundert mich also nicht, wenn im Laufe der Geschichte verschiedene konservative Konzepte, die teils auch "Anleihen" im Liberalismus genommen hat, zum Zuge kamen. Wichtig aber ist, und das haben Sie, Frau Ford, ja auch beschrieben: die Union für Freiheit und Demokratie ist eine lebendige Volkspartei, die nicht in orthodoxer Erstarrung gefangen ist, sondern in der Lage ist, den konservativen Gedanken weiterzuentwickeln - Bewährtes bewahren und dennoch an der Spitze des Fortschritts zu stehen, dass ist ein Merkmal des Konservatismus.
In diesem Sinne sehe ich dieser pseudo-konservativen Neugründung völlig gelassen entgegen. Eine Neugründung, deren Initiatoren nun versuchen, aus den zurückliegenden Kriegswirren politisches Kapital zu schlagen.

Verfasst: So 28. Okt 2007, 17:09
von Helen Bont
Original von Hajo Poppinga
Liebe Frau Bont, daß die amtierende Regierung angetreten ist, um einen Reformkurs zu fahren, ist mir durchaus bewußt. Aber die Tatsache, daß ich mich auch auf die VFD bezog, impliziert ja bereits, daß ich nicht nur die amtierende Unionsregierung gemeint haben kann.
Lieber Herr Poppinga, auf was auch immer Sie sich bezogen, Tatsache ist, dass sich die damaligen Koalitionspartner auf einen Koalitionsvertrag geeinigt haben. Diesen gilt es vorrangig umzusetzen. Darüber hinaus haben sich die Minister der UFD, allen voran Außenministerin Heidenberg, hervorragend in ihren Ämtern bewährt.

Verfasst: So 28. Okt 2007, 17:22
von Helen Bont
Original von Konrad Grimm
Oh, ja, reden wir mal über die Politik Ihrer Kanzlerkandidatin. Deren Diplomatie hat uns mit der halben Welt in den Krieg gestürzt. Die Politik Heidenberg hat im totalen Desaster geendet. Darüber wird im Wahlkampf umfassend zu reden sein.

Ein zentrales Ziel bei dieser Wahl wird es sein, die desaströse Aussenpolitik von Frau Heidenberg zu beenden und die UFD in die Opposition zu schicken.

Aber was ist das auch für eine Partei? Ein Sumpf liberalistischer Ideen, auf dem nicht grundlos auch die Sezession erblüht wird. War es nicht Ihr vormaliger Parteivorsitzender, der an der Spitze dieser Revolte gestanden hat? Das darf nicht wundern, bei einer Partei ohne Überzeugung.
Herr Grimm, entweder Sie verdrehen bewusst die Tatsachen, oder Sie haben keinen Durchblick: wenn Sie sich die Ereignisse der letzten Tage und Wochen vor Augen halten, dann werden auch Sie feststellen müssen, dass es erstens nicht die Außenministerin gewesen ist, die den Krieg zu verantworten hat, sondern es waren die inzwischen abgewählten Regierungen Freisteins und Imperias. Mehr noch: ohne die umsichtige und beharrliche Außenpolitik von Frau Heidenberg, die deswegen zu Recht Spitzenkandidatin der UFD bei der kommenden Wahl zum Unionsparlament ist, wären die kriegerischen Auseinandersetzungen nicht so schnell beendet worden, wäre eine Rückkehr der friedlichen Beziehungen zu Gran Novara nicht möglich gewesen und wären alle Staaten, die die Unabhängigkeit von Imperia und Freistein anerkannten, nicht wieder davon abgerückt.
Wenn Sie meinen, Herr Grimm, die erfolgreiche Außenpolitik von Frau Heidenberg gehöre im Wahlkampf thematisiert, dann kann ich Ihnen nur beipflichten: unsere Spitzenkandidatin, die Spitzenkandidatin der großen konservativen Union für Freiheit und Demokratie, braucht sich wahrlich vor niemandem verstecken.

Und was Ihre Anspielung auf Herrn von Metternich angeht: seine verwirren Unabhängigkeitideen sind ja erst hzoch gekommen, nachdem er sich innerlich von den Grundsätzen der UFD längst verabschiedet hat. Von daher zielen Ihre Vorwürfe ins Leere, so wie Ihre Thesen sich im Gründungsaufruf im ideologischen Nirwana zerstäuben werden.

Edit: Grammatikfehler korrigiert.

Verfasst: So 28. Okt 2007, 17:33
von Konrad Grimm
Dem sehe ich sehr gelassen entgegen, Frau Bont.

Verfasst: So 28. Okt 2007, 17:40
von Helen Bont
Original von Konrad Grimm
Dem sehe ich sehr gelassen entgegen, Frau Bont.
Tun Sie das nur, Herr Grimm. Mir kann es nur recht sein, wenn Sie sich Ihrer Sache so sicher sind.

Verfasst: So 28. Okt 2007, 23:39
von Michael Schneider
Original von Amber Marie Ford
Ich als Außenstehende, die nie der UFD, einer ihrer Vorgänger- oder der in ihr aufgegangenen Parteien angehört hat kann jedenfalls sagen: ein klares Profil als irgendwas hatte die Partei nie: nominell gegründet als unionsweites Sammelbecken der bürgerlichen Kräfte schlug sie unter ihrem Vorsitzenden Burghammer ...
Ja und schon der erste fehler da Burghammer zurück- und austrat recht zu Beginn als sich Opportunismus vor Überzeugung für einen festen Standpunkt durchsetzte.

Im übrigen ist eben die UFD vielleicht wirklich eine Volkspartei. Nur krankt sie auch daran zu versuchen zuviel auf einmal in sich zu vereinen. Wenn man 20 verschiedene Dinge versucht in Kompromisse zu fassen darf man sich nciht wundern wenn das Ergebnis derart wässrig ist, dass es nicht mehr als Verbesserung zu verkaufen ist. Ich kann mich jedenfalls an keine Reform erinnern die den Namen wert wäre und die ich mit dem Namen UFD in Verbindung bringen würde. Ansonsten sehe ich lediglich keine schlechte Erledigung von Tagespolitik, aber vollkommen innovations- und ziellos, allein mit dem Anspruch den Laden am laufen zu halten.

Das ist zuwenig, ist nicht zukunftsträchtig und wir werden ganz sicher die Dinge anders handhaben.

Verfasst: So 28. Okt 2007, 23:56
von Sean William Connor
Unabhängig von einigen Analysen, die ich so nicht teilen kann, wünsche ich der Vaterländischen Union viel Erfolg. Es ist schön, dass sich eine konservative Kraft in der Union versucht aktiv in die Unionspolitik einzubinden.