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Verfasst: Mi 3. Okt 2007, 13:59
von Hjalmar Sörensen
Original von Werner Frittsche
Bei solchen Sprüchen kommt es mir einfach hoch, wenn irgendein verpickeltes Jüngelchen sowas abläßt.
Original von Werner Frittsche
Mir fällt es schwer Aussagen zu akzeptieren, welche sich auf dem Niveau von "scheiße ist schön und schmeckt gut" bewegen.
Deine Aussagen sind allerdings auch mindestens so sachlich und objektiv.
Verfasst: Mi 3. Okt 2007, 14:03
von Patrick van Bloemberg-Behrens
Original von Oliver von Palm
Sie kostet im Übrigen jährlich 5 x so viel wie die von Deutschland zu zahlenden EU-Beiträge.
Das ist es mir wert.
Verfasst: Mi 3. Okt 2007, 14:06
von Istvan Schwartzwälder
Original von Patrick Behrens-Nilsson
Das ist es mir wert.
=) Klingt so, als würdest Du das alleine und aus der Portokasse bezahlen.

Aber für solche größeren staatlichen Übernahmen sind ja alle finanziell "ein Volk".
Verfasst: Mi 3. Okt 2007, 14:10
von Oliver von Palm
Original von Patrick Behrens-Nilsson
Das ist es mir wert.
Dieses Spiel hat in seinen 17 Jahren ungefähr soviel gekostet, wie Deutschland in einem Jahr als BIP hat.
Verfasst: Mi 3. Okt 2007, 14:26
von Patrick van Bloemberg-Behrens
Jajaja, du kannst mir noch soviele Beispiele bringen wie megamäßig viel das nun kostet... Eine Vereinigung ist nun mal nicht gratis.
Verfasst: Mi 3. Okt 2007, 14:30
von Albert von Rotbart
Nüx ist heutzutage umsonst. Selbst der Tod nicht, denn der kostet das Leben.
Edit: Hast Du in deine Kalkulationen auch die humane Arbeitskraft verrechnet, die von Ost nach West gezogen ist und den alten Bundesländern zu deren Produktivität beiträgt ????
Da hört es nämlich auch schon auf, da man dies nicht messbar machen kann.
Verfasst: Mi 3. Okt 2007, 14:36
von Hjalmar Sörensen
Original von Patrick Behrens-Nilsson
Jajaja, du kannst mir noch soviele Beispiele bringen wie megamäßig viel das nun kostet... Eine Vereinigung ist nun mal nicht gratis.
Die Frage ist aber - unbahängig davon was man von der Art der Vereingung unter dem Führer Kohl hielt - wie man heute die strukturellen Probleme Mitteldeutschlands lösen kann. Und da ist es tatsächlich die Frage, ob Milliarden Subventionen nicht großteils planwirtschaftlich in den Sand gesetzt werden.
Original von Albert von Rotbart
Edit: Hast Du in deine Kalkulationen auch die humane Arbeitskraft verrechnet, die von Ost nach West gezogen ist und den alten Bundesländern zu deren Produktivität beiträgt ????
Stellt sich nur die Frage, warum so viele engagierte und fleißige Mitteldeutsche inzwischen nach Westen gezogen sind. Das hat großteils eben strukturelle Gründe. Und diese strukturellen Probleme konnten wohl anscheinend auch durch die Steuermilliarden Solidaritäts-Subventionen nicht verbessert bzw. gelöst werden.
Verfasst: Mi 3. Okt 2007, 14:43
von Amber Marie Ford
Dass der Sturz des SED-Unrechtsregimes ein grandioser Sieg der Freiheit und Menschlichkeit über die perverse Irrlehre des Sozialismus war bestreitet wohl - nee, Moment, einige bestreiten das ja. Na, Schwamm darüber, gewisse Leute muss man wohl einfach spinnen lassen.
Ich gehöre zu jenen Glücklichen, die die "DDR" nur aus Erzählungen, Filmen und von Fotos kennen, ich musste sie niemals erleben. Nach den Eindrücken die ich aus den genannten Quellen von diesem "Phänomen" (Kieisnger) habe kann ich nur sagen: es muss schrecklich dort gewesen sein! Wahrscheinlich können wir, die wir es nicht erleben mussten, es uns nicht wirklich ausmalen. Ich hätte es keinen Tag in diesem tristen, grauen und ärmlichen Riesenzwangsarbeitslager ausgehalten, und ich wünsche niemanden an so einen Ort.
Natürlich ist es ein nettes Gedankenspiel zu sagen, die "DDR" hätte sich nach der Wende erst einmal über einen längeren Zeitraum selbst politisch und wirtschaftlich reformieren sollen, und in einigen Jahrzehnten hätten sich die Bundesrepublik und die ehemalige Sowjetische Besatzungszone dann auf gleicher Augenhöhe wiedervereint. Aber ich denke es leuchtet ein, dass das nicht funktioniert hätte. Die "DDR" wäre, trotz demokratischer und marktwirtschaftlicher Reformen, binnen weniger Jahre völlig ausgeblutet, der Anstrom von Übersiedlern in die Bundesrepublik hätte diese vor größere Probleme gestellt als heute der Wiederaufbau des von sozialistischer Misswirtschaft zerstörten Teils Deutschlands.
Verfasst: Mi 3. Okt 2007, 14:58
von Hjalmar Sörensen
Original von Amber Marie Ford
Die "DDR" wäre, trotz demokratischer und marktwirtschaftlicher Reformen, binnen weniger Jahre völlig ausgeblutet, der Anstrom von Übersiedlern in die Bundesrepublik hätte diese vor größere Probleme gestellt als heute der Wiederaufbau des von sozialistischer Misswirtschaft zerstörten Teils Deutschlands.
Das muss nicht sein. Es ist ein "Was wäre wenn gewesen", aber viele Insaßen der DDR wollten nach dem Mauerfall nur mal schnell rüber schauen und den Duft der Marktwirtschaft genießen und danach wieder zurück und in ihrer Heimat etwas aufbauen. Ich vermute, dass hätte sogar besser funktioniert als die Kohlsche Übernahme auf Kosten der Steuerzahler und der Sozialkassen.
Verfasst: Mi 3. Okt 2007, 15:05
von Albert von Rotbart
Original von Amber Marie Ford
Dass der Sturz des SED-Unrechtsregimes ein grandioser Sieg der Freiheit und Menschlichkeit über die perverse Irrlehre des Sozialismus war bestreitet wohl - nee, Moment, einige bestreiten das ja. Na, Schwamm darüber, gewisse Leute muss man wohl einfach spinnen lassen.
Ich gehöre zu jenen Glücklichen, die die "DDR" nur aus Erzählungen, Filmen und von Fotos kennen, ich musste sie niemals erleben. Nach den Eindrücken die ich aus den genannten Quellen von diesem "Phänomen" (Kieisnger) habe kann ich nur sagen: es muss schrecklich dort gewesen sein! Wahrscheinlich können wir, die wir es nicht erleben mussten, es uns nicht wirklich ausmalen. Ich hätte es keinen Tag in diesem tristen, grauen und ärmlichen Riesenzwangsarbeitslager ausgehalten, und ich wünsche niemanden an so einen Ort.
Natürlich ist es ein nettes Gedankenspiel zu sagen, die "DDR" hätte sich nach der Wende erst einmal über einen längeren Zeitraum selbst politisch und wirtschaftlich reformieren sollen, und in einigen Jahrzehnten hätten sich die Bundesrepublik und die ehemalige Sowjetische Besatzungszone dann auf gleicher Augenhöhe wiedervereint. Aber ich denke es leuchtet ein, dass das nicht funktioniert hätte. Die "DDR" wäre, trotz demokratischer und marktwirtschaftlicher Reformen, binnen weniger Jahre völlig ausgeblutet, der Anstrom von Übersiedlern in die Bundesrepublik hätte diese vor größere Probleme gestellt als heute der Wiederaufbau des von sozialistischer Misswirtschaft zerstörten Teils Deutschlands.
Ich muss dich bei den Aussagen ehrlich nur bedauern, dass Du es nicht erleben durftest. Wenn alles so grau gewesen wäre, wie Du es hier darstellst, hätte es in der ehmaligen "DDR" niemals 16 Millionen Bürger geben dürfen, da alle eigentlich nur das Leben satt gehabt haben müssten. Suizid hätte demzufolge wesentlich höher liegen müssen, als es in Japan/China ??? der aktuell der Fall ist.
Sicherlich sind zahlreiche Investitionen nach der Wende vor die Wand gesetzt worden, aber letztlich hätte es die Falschinvestitionen nicht gegeben, wenn die DDR nicht dazu gekommen wäre ????? Das mag ich anzweifeln.