Original von James Didot
Wenn es festes Regierungsprogramm gibt, was vor den Wahlen bekannt ist und dann 1:1 so umgesetzt wird, aber die Praxis dürfte zeigen, dass das eher selten der Fall ist.
Nein, das liefe letztlich auf eine Parteiendiktatur hinaus, bei der eine Partei, Fraktion oder Koalition schalten könnte wie sie wollte.
Herr Didot, diese Äußerung ist, mit Verlaub, einfach nur verleumderisch und geht an den Tatsachen vorbei. Sie verkennen, dass die Parteien politische Dienstleister für das Volk sind, indem Sie politische Vorstellungen im Volke aufgreifen, bündeln und artikulieren - die eine Partei mit dem einen Schwerpunkt, die andere mit einem anderen Schwerpunkt.
Sie, die Parteien, formulieren Programme und stellen Personal, die sie den Menschen zur Wahl auf Zeit vorschlagen.
Und wenn Sie bemängeln, dass Programme nicht 1:1 umgesetzt werden, das deshalb, weil im Laufe einer Legislaturperiode unvorhergesehen Ereignisse eintreten können, auf die flexibel reagiert werden muss.
Und wenn Sie der Ansicht sind, dass Programme auf eine Parteiendiktatur hinausliefen, dann verkennen Sie die Tatsache, dass die Meschen ein Recht darauf haben zu erfahren, welche Zielsetzungen sich eine Partei für eine Legislaturperiode gesetzt hat und ein Anspruch darauf hat, anhand dieses Programms am Ende der Legislaturperiode die geleistete Arbeit zu bewerten.
Original von James Didot
Wenn Sie mich gleich in Ihrem ersten Satz derart insultieren, wieso soll ich mir dann überhaupt noch die Mühe machen auf ihre weiteren Argumente einzugehen?
Herr Didot, wie würden Sie den die folgenden Sätze chrakterisieren?:
"Abgeordneten ..., die sich ... nur die Sitzpolster warm halten halten und die dicken Geldbündel ihrer großzügigen Abgeordnetensalärs zählen, wenn sie doch sonst überhaupt nichts zu Wege bringen."
"...Zustand einer Politiker-Oligarchie, in der sich eine kleine Kaste von "Berufspolitikern" zunehmend immer weiter von den Bedürfnissen und Sorgen des einfachen Volkes entfernt, nur um ihren eigenen Berufsstand zu erhalten und sich in Scheindebatten selbst zu beklatschen, wenn man mal zufällig aus der Dauerlethargie erwacht ist, weil der Nebenmann im Parlament einen Furz gelassen hat?"
Ich denke, wenn Sie nicht jeden Funken von Anstand, Würde und Fairness verloren haben, dann würden Sie genau diese, Ihre, Aussagen als insultierend bezeichnen.
Original von James Didot
Dann gestatte ich mir die Frage, wieso es bei einem verfassungswidrigen Parlament nicht unverzüglich zu Neuwahlen gekommen ist?
Das hängt damit zusammen, dass sich alle Abgeordneten des Unionsparlaments darin eing waren, dass man diesen Zustand durch entsprechende Nachwahlen beheben kann und eine komplette Neuwahl des Unionsparlaments daher nicht erforderlich ist. Dass dann zum Schluss wieder drei Abgeordnete wegbrechen, hat erstens niemand vorsehen können und hätte, auch bei einer kompletten Neuwahl, letztendlich zum selben Ergebnis geführt. Über das Für und Wider dieser Übereinkunft kann man jetzt wunderbare akademische Debatten führen, an den Realitäten ändern sie nichts.
Original von James Didot
Nunja, dass Sie das als Machtpolitikerin so sehen, ist wenig verwunderlich und natürlich werden Sie wie immer darum bemüht sein, sich nicht den allzu starken Stimmungsschwankungen des "Pöbels" zu unterwerfen.
Zunächst, Herr Didot, würde ich es mir nicht im Traum erlauben, den Souverän als "Pöbel" oder der gleichen zu verunglimpfen und verwahre mich ganz entschieden dagegen, dass Sie den Eindruck zu vermitteln suchen, ich würde solche Gedanken hegen.
Die Verfassungsväter und -mütter haben sich mit gutem Grund für das demokratische System einer repräsentativen Demokratie entschieden. Gründe dafür sind, wie Imperialkanzler Ehrlach bereits erläutert hat, stabile Mehrheiten zu sichern und so das Land regierbar zu halten. Diese parlamentarischen Mehrheiten werden alle vier Monate neu durch den souveränen Wähler vergeben, so dass die politische Macht immer zeitlich begrenzt bleibt. Durch unser Verfassung und die Verfassungsorgane wird diese Macht zudem effektiv begrenzt, do dass Missbrauch nicht möglich ist.
Und in dieser repräsentativen Demokratie muss sich jeder Politiker dem Votum des souveränen Wählers stellen; er muss nicht nur für sich, sondern für die Ziele und die Programmatik seiner Partei werben und um Mehrheiten kämpfen. Und er muss sich immer vor Augen halten, dass die politische Macht nur eine auf Zeit verliehene ist.
Was Sie vorschlagen, Herr Didot, wird zur Folge haben, dass Mehrheiten ständig wechseln können, dass ständig Kanzler gestürzt werden und das Land unregierbar wird und im Chaos versinkt.
Ich versichere Ihnen: mit der Konservativ-Demokratisch Union wird dies nicht zu machen sein.