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Verfasst: So 7. Jun 2009, 13:28
von Jan-Claudius von Blomkohl Cullen
Ich hab keine Wahlbenachrichtigung per Email bekommen :(

Verfasst: So 7. Jun 2009, 13:28
von Montgomery Scott
Original von Fiete Schulze
Naja aber wenn die SPD jetzt ihren Vorstellungen entspricht, dann war sie entweder nur wegen der Posten in der PDS oder es war immer ein großer Irrtum von ihr gewesen, denn auch die PDS war politisch in den letzten Jahren nicht mit der SPD vergleichbar. Wenn halt ihre politische Auffassung in der SPD mehr verankert ist, dann war sie halt viele viele Jahre in der falschen Partei. Ich kenne nun mal nicht viele PDSler die Hatz4, Praxisgebühren, Kriegseinsätze u.s.w. als ihre politische Auffassung ansehen.
Ich kenne auch nicht viele SPDler, bei denen das so ist...und wer auf Posten aus war, der war in den großen Parteien schon immer besser aufgehoben. Das ist also wenig plausibel. Klar, den Schritt, zur SPD zu gehen, finde ich auch seltsam, aber: Man kann es auch andersherum sehen, wenn kompetente Linke zur SPD wechseln, wird das auf Dauer auch die SPD beeinflussen.

Verfasst: So 7. Jun 2009, 13:29
von Montgomery Scott
Original von Jan-Claudius von Blomkohl
Ich hab keine Wahlbenachrichtigung per Email bekommen :(
Lässt sich sicher über ICQ klären ;)

Verfasst: So 7. Jun 2009, 13:36
von joukersendler
Original von Jan-Claudius von Blomkohl
Ich hab keine Wahlbenachrichtigung per Email bekommen :(
bei Kauli melden

Verfasst: So 7. Jun 2009, 13:40
von Lady Enigma
Original von Montgomery Scott

Ich kenne auch nicht viele SPDler, bei denen das so ist...und wer auf Posten aus war, der war in den großen Parteien schon immer besser aufgehoben. Das ist also wenig plausibel. Klar, den Schritt, zur SPD zu gehen, finde ich auch seltsam, aber: Man kann es auch andersherum sehen, wenn kompetente Linke zur SPD wechseln, wird das auf Dauer auch die SPD beeinflussen.
"kompetente Linke".......
schwarzer Schimmel.....

Verfasst: So 7. Jun 2009, 13:44
von Vanessa Garland
Original von Michael Schneider
Bis zum Ende letzten Jahres und der großen Bankenkrise waren die Zahlen der Bundesregierung eigentlich vorbildlich und sogar ein Schuldenstop im bereich des möglichen. Das wäre für mich ein extremer Erfolg für unser Land gewesen und hätte die große Koalition vollauf gerechtfertigt
Entschuldige, aber die Finanzkrise ist keine Naturkatastrophe, die ganz ohne menschliches Zutun über uns hereingebrochen ist. Sie ist das Produkt und die Quintessenz der Politik der letzten knapp dreißig Jahre, an der die Große Koalition ungerührt festgehalten hat.

Und ein einjähriger Bundeshaushalt ohne Schulden (vielleicht sowieso nur bis zum Nachtragshaushalt) wäre überhaupt kein greifbarer Erfolg gewesen. Denn die Große Koalition hat es nicht einmal im Ansatz geschafft, ja gar nicht ernsthaft versucht, die strukturellen Probleme zu lösen, die im Ergebnis zu einer chronisch defizitären Haushaltwirtschafts führen: Millionen Menschen in diesem Land können ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft bestreiten, weil sie entweder arbeitslos sind, oder zwar vollschichtig und mitunter sogar länger arbeiten, ihr Verdienst aber nicht ausreicht.

Die gesetzliche Sozialversicherung ist anstatt einer starken Solidargemeinschaft ein mit Milliarden subventionierter bürokratischer Moloch und Selbstbedienungsladen korrupter Funktionäre. Gerade in der Krankenversicherung ist das Zwei-Klassen-System längst Realität: wer viel hat, zahlt wenig und bekommt dafür fürstliche Leistungen. Wer wenig hat und auf Solidarität angewiesen ist, wird erst ausgeblutet bis es wehtut, und wenn er dann die Unterstützung seiner Solidargemeinschaft braucht, werden seine Leistungsansprüche immer weiter gekürzt und beschränkt, und er wird nochmals zur Kasse gebeten.

Hart und ehrlich arbeitende Menschen rackern bis zum Umfallen und zahlen Steuern und Sozialabgaben, bis ihnen kaum noch das Nötigste zum Leben bleibt. Großkonzerne erwirtschaften Milliardenumsätze, schmeißen zur Belohung dafür ihre Mitarbeiter, die diesie erarbeitet haben raus und rechnen sich arm, um keinen Cent Steuern zahlen zu müssen.

Die Große Koalition hat rein gar nichts unternommen, um irgendwas an diesen Zuständen zu ändern, sondern nur hier und da mit Kürzungen am Budget herumgedoktert. Kosmetik löst aber keine Probleme.
Rot-Rot-Grün und Kurswechsel... Also wenn man im Regen steht sollte man nciht auch noch in die Güllegrube springen. Vielleicht solltest du mal wegkommen von deinem "Hauptsache der CDU gehts schlecht" hin zu einem "Es geht um Deutschland", denn einfach nur gegen alles sein macht nichts besser.
Noch mal: die Finanzkrise ist keine Krise des so geschimpften "Wohlfahrtsstaates"! Sie ist eine Krise des Neoliberalismus, der etwa seit den späten Jahren der Ära Schmidt auch zur bundesrepublikanischen Staatsideologie erhobenen Lehre!

Die Antwort der CDU ist: "Weitermachen wie gehabt, nur noch brutaler und radikaler als bisher!" Frau Merkel kann ihre gefälligen Lippenbekenntnisse zu einer verstärkten Kontrolle der Finanzmärkte gerne stecken lassen, sie sind erkennbar bloßer Populismus. Die wahre Agenda der CDU ist unverändert: Dumpinglöhne, Hire-and-Fire, Deregulierung, Privatisierung und Entsolidarisierung.

Daraus folgt nun mal die Gleichung "Der CDU geht's schlecht = Deutschland geht's endlich besser!"

Was wir brauchen ist kein "Mentalitätswechsel" hin zu noch mehr Marktradikalismus, sondern ein Mentalitätswechsel weg vom Glauben an die Allheilungskraft der Märkte und des Kapitalismus, zurück zu einem Staat, der sich der Aufgabe, menschenwürdige Lebensbedignungen für alle und soziale Gerechtigkeit zu verwirklichen aktiv annimmt! Das ist mit CDU und FDP derzeit nicht zu machen. Die schaufeln noch mehr Kohlen ins Feuer, während das Schiff auf den Eisberg zurast. Motto: "Wir rauschen einfach mitten durch das Scheißding durch!"

Verfasst: So 7. Jun 2009, 13:58
von Lady Enigma
Mal eine Frage: Von welcher Regierung haben wir denn Dinge wie Hartz IV geerbt?
Und beschäftige Dich mal mit der Steuerpolitik der SPD. Nicht mit den Sprüchen sondern mit der Realität.
Wenn die Sozen das Wort Solidarität in den Mund nehmen, wird mir übel!
Wenn ich nur darüber nachdenke, was wir in der Zeitarbeit unter denen gelitten haben! Arbeiter interessieren die doch lang nicht mehr.
Und die "Unterschicht" ? Wählt selten, hat wenig Einfluss und ist daher nur für Sonntagsreden interessant.
Aber tröste Dich, die anderen sind auch alle nicht besser.

Verfasst: So 7. Jun 2009, 14:03
von Klaus Quistorp
Original von joukersendler
wählt halt die Piraten Partei
falls ihr deren Inhalten zustimmt ;)

eine einThemen Partei die gewählt werden muss!
Done. ;)

Verfasst: So 7. Jun 2009, 14:11
von joukersendler
Original von Klaus Quistorp

Done. ;)
:prost:
ich muss auch noch wählen, mach ich in 1-2 stunden dann ;)

Verfasst: So 7. Jun 2009, 16:13
von Fiete Schulze
So...nun hab ich auch mein Kreuzchen gemacht...hat 2 sek. gedauert, der Versuch den Wahlzettel wieder zusammen zu falten so ca. 2 min. ^^