Tritt vor die Presse:
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die Unionsregierung hat heute nach sorgfältiger Prüfung der Faktenlage, nach eingehender Beratung und Abwägung der Gesamtlage die sogenannte "Church of Unitology" sowie ihre Teil- und Nebenorganisationen auf dem Territorium der Demokratischen Union Ratelon verboten.
Die Unionsregierung tat dies mit dem festen Willen, ihrem Amtseid zu entsprechen, und Schaden vom ratelonischen Volk und dem Staat abzuwenden.
Die Faktenlage spricht eideutig für sich: die sogenannte "Church of Unitology" sowie ihre Teil- und Nebenorganisationen stellen eine eklatante Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung unseres Gemeinwesens und für den Rechtsstaat dar. Das Agieren der sogenannten Unitologen in Astor legen dafür ein eindeutiges Zeugnis ab.
Lassen Sie mich das im Einzeln erläutern:
Die sogenannte "Church of Unitology" hat einen Geheimdienst aufgebaut, das sogenannte "Office of Special Affairs", kurz OSA, mit dessen Hilfe sie ihre Mitglieder überwacht und die Orgisation vor Infiltration von Außen und legitimen Aktionen der Staatsgewalt schützt.
Das OSA verfügt zudem nachweislich über mittel- bis schwerbewaffnete paramilitärische Einheiten. Dass diese nicht zum Organisieren von Kaffeekränzchen bereitgehalten und trainiert werden, kann sich jeder vorstellen. Im Gegenteil: diese werden für Kampfeinsätze trainiert und bereitgehalten.
Damit stellt die sogenannte "Church of Unitology" das Gewaltmonopol nicht nur in Frage, sie fordert diese geradezu heraus.
Die sogenannte "Church of Unitology" bietet Kurse zur angeblichen Vervollkommnung des Mernschen an. Tatsächlich handelt es sich um pseudopsychologische Kurse, deren Aussagekraft gegen Null geht, jedoch wird mit der Zeit ein so hoher psychologischer Druck ausgeübt und werden diese Kurse zu so hohen Preisen angeboten, dass Menschen dadurch in ein Abhängigkeitsverhältnis zur sogenannten "Church of Unitology" gebracht werden.
In ähnlicher Weise verfährt das sogenannte "Narconon"-Programm zum Drogenentzug. Es ist erwiesen, dass Narconon keine Erfolge in der eigentlichen Kerndisziplin, nämlich in der Rehabilitation der Kranken vorzuweisen hat; viele der Suchtkranken bleiben süchtig und mit der Droge in Kontakt. Viele der Schutzbedürftigen sowie deren Angehörige werden zudem durch die kostspieligen Kurse und die Unterbringung finanziell in ein Abhängigkeitsverhältnis gebracht und somit faktisch versklavt. Bei "Narconon" handelt es sich um ein pseudomedizinisches Verfahren mit sehr geringen bis keinen positiven Effekten.
Indem sie Menschen in Abhängigkeit zu sich bringt und faktisch versklavt, verletzt die sogenannte "Church of Unitology" auf's schwerste die durch unsere Verfassung geschützte Menschenwürde.
Ein weiterer Ansatzpunkt ist der Versuch der sogenannten "Church of Unitology", Einfluss auf die Politik zu üben, indem sie entweder selbst Personen in die Politik entsendet, die ihre Interessen vertreten, oder indem sie versucht, durch eine Strategie der Anbiederung politische einflussreiche Personen für sich einzunehmen. Hierzu werden politisch einflussreiche Personen zu Besichtigung ihrer pseudosozialen Projekte eingeladen. Mit großer sorge beobachtet die Unionsregierung den derzeitigen Versuch der sogenannten "Church of unitology" in Astor an staatliche Subventionen zu kommen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
wir sehen heute, welchen Einfluss die sogenannte "Church of Unitology" in Astor gewinnen konnte, weil man sie nicht rechtzeitig in ihre Schranken wies: tausende Menschen befinden sich in einem sklavischen Abhängigkeitsverhältnis zur sogenannten "Church of unitology", mit ihrem Geheimdienst und ihren bewaffneten paramilitärischen Verbänden stellt sie eine ständige Bedrohung für den Rechtsstaat und ist eine permanente Negierung des staatlichen Gewaltmonopols.
Es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die sogenannte "Church of Unitology" bestrebt sein wird, auch in Ratelon ein solches System zu errichten. Angesichts der damit einhergehenden Gefahren für Rechtsstaat und Gesellschaft konnte die Unionsregierung, im Sinne einer präventiven Schutzstrategie daher gar nicht anders handeln, als die sogenannte "Church of Unitology" bereits jetzt, im Vorfeld, zu verbieten, solange sie hier in Ratelon noch keine Wurzeln schlagen und ihr gefährliches Werk beginnen konnte. Dabei stützen wir uns auf Recht und Gesetz der Demokratischen Union Ratelon.
Die Unionsregierung ist sich bewusst, dass die sogenannte "Church of Unitology" in Astor über großen Einfluss verfügt, und sie alles versuchen wird, diese Entscheidung in der Öffentlichkeit zu diskreditieren. Aber, meine Damen und Herren, die Unionsregierung, und mit ihr das ratelonische Volk, werden standhaft ihre Freiheit, ihren Rechtsordnung und ihre Freiheit verteidigen. - Gegen jeden Angriff.