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Verfasst: Fr 18. Sep 2009, 17:46
von McBryan
Ich habe doch nicht gesagt, das alles in bester Ordnung ist in Afghanistan oder das die Taliban überall wieder regieren?

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Und wenn, die Taliban die absolute Oberhand hätten, würden die Frauen wieder voll verschleiert herum laufen, zumindest in Kabul.
Und die Taliban könnten herrschen wie sie wollten, was sie doch nicht können, überall.
Hätten die Amis damals den franzosen zugestimmt und hätten Deutschland ausbluten lassen nach dem WK II, stünden wir nicht hier in einem hoch technologisiertem Land. Wie lange waren die Amis bei uns im Land, nach dem WK II mit überaus starker Truppenpräsenz?

Beides ist wohl kaum vergleichbar. Aber es braucht Zeit in Afghanistan.
Wenn die Alliierten nach 7-8 Jahren aus der BRD komplett abgezogen wären, was wäre dann? Und uns sämtliche finanzhilfen und sonstige Hilfe verweigert hätten und (west) Berlin sich selbst überlassen hätte? 1945-1952 ca.

Man kann einem Staat nicht ein System aufzwingen und die Amis sind ohne Pllan zum Hindukusch gestürmt. Was danach wird oder wie der Wiederaufbau stattfinden sollte, gabs keine Antworten, der damaligen Bush Regierung.
Genauso wie im Irak.

Und lesen tu ich die FAZ, SZ, KN, SK, Schwäbische Zeitung, Münchner Merkur, Zürcher Zeitung und wenns schnell gehen soll den Spiegel.
Dazu noch ein paar ausländische Zeitungen..

Schauen tu ich N24, ZDF, NTV, BBC (World), RTP International oder France I und II, RAI und Al Dschasira usw

Und wenn man es genau nehmen würde, wäre es eine Angelegenheit zwischen den Russen und Amis und wir Europäer haben eigentlich nichts dort zu suchen, weil der Krieg mitunter von den russen ausgelöst wurde, weil die Russen die damalige kommunistische Regierung retten wollte und einmarschierte, weil Afghanistan zum Interessensgebiet der Sowjetunion gehörte.
Deswegen konnten damals die Amiss nicht wie heute einmarschieren, weil sie auch woanders beschäftigt waren und haben einen verbündeten gesucht der die kommunistische Regierung zu Fall bringt und die einmarschierten Russen vertreiben sollte und das ganze finanziert und ausgerüstet.
Und hätten die Russen damals erfolg gehabt beim Einmarsch, hätte Afghanistan einverleibt werden könne und das wäre eine Vormachtstelllung der Sowjetunion in dem Gebiet gewesen und das hätten die Amis nie geduldet.

Wenn ich falsch liege, kann man wiedersprechen oder nach legen

Und da Pakistan eine Atommacht ist und wie man sehen konnte schnell stürzbar wäre, wäre es fatal, von heut auf morgen, ohne plan, rauszugehen.
Denn die "Taliban" waren im Swattal und kurz vor Islamabad gewesen und so stabil ist die Regierung in Pakistan auch nicht.

Verfasst: Fr 18. Sep 2009, 22:10
von Palin Waylan-Majere
Original von McBryan
Man kann einem Staat nicht ein System aufzwingen und die Amis sind ohne Pllan zum Hindukusch gestürmt. [...]

Und da Pakistan eine Atommacht ist und wie man sehen konnte schnell stürzbar wäre, wäre es fatal, von heut auf morgen, ohne plan, rauszugehen.
Erst führt man dort widersinnig den "Krieg gegen den Terror" und verteidigt Deutschland am Hindukusch. Jetzt wird ja gerne behauptet, man wäre nicht kopflos dort, und deswegen dürfe man auch nicht kopflos wieder raus. Selbstverständlich sollen die Soldaten schon noch ein paar Tage Zeit haben, ihre persönlichen Sachen einzupacken, bevor sie ausgeflogen werden. Aber mir ist es lieber, die Besatzer ziehen ab und einige der Militärs verlieren darüber vielleicht ihr Gesicht, als dass man weiterhin dort bleibt und sich viele blutige Nasen holt.

In Österreich sind die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges übrigens 1955 abgezogen. Ich sehe nicht, dass man Länder 50 Jahre besetzen muss, um sie zu befrieden - nichtsdestotrotz bleibt der Vergleich zwischen Afghanistan heute und Deutschland nach 1945 abstrus. Besser passt wohl der Vergleich mit Vietnam - da gab es hinterher auch keine Dominosteine, die umgefallen sind.

Verfasst: Fr 18. Sep 2009, 22:54
von Lady Enigma
Kambodscha?

Verfasst: Fr 18. Sep 2009, 23:19
von Palin Waylan-Majere
Original von Lady Enigma
Kambodscha?
Dort wurden die Roten Khmer von den Vietnamesen vertrieben. Insofern schlechtes Beispiel.

Verfasst: Fr 18. Sep 2009, 23:30
von Izmir Schlecht
Und wenn, die Taliban die absolute Oberhand hätten, würden die Frauen wieder voll verschleiert herum laufen, zumindest in Kabul. Und die Taliban könnten herrschen wie sie wollten, was sie doch nicht können, überall. Hätten die Amis damals den franzosen zugestimmt und hätten Deutschland ausbluten lassen nach dem WK II, stünden wir nicht hier in einem hoch technologisiertem Land. Wie lange waren die Amis bei uns im Land, nach dem WK II mit überaus starker Truppenpräsenz?
Also ob Afghanistan mit einer jahrtausendealten, von der Abendländischen so grundverschiedenen Kultur im Rücken auch nur Ansatzweise mit Deutschland vergleichbar wäre. Und Ja: Die Tal-e-ban haben bereits so gut wie überall wieder die Oberhand gewonnen (Ausnahmen sind nur Kabul - wo der korrupte Karzai herrscht, dem an Menschenrechten nicht das geringste liegt - und die amerikano-europäischen Militärbasen; überall sonst herrscht schon wieder die Schari'a) und wenn du glaubst, in Afghanistan könnten auch nur in hundert Jahren mehr Frauenrechte existieren als im Rest der islamischen Welt, bist du leider ziemlich naiv. Da unten ist es menschenrechtstechnisch seit Jahrtausenden schon dunkel und das wird es zu unseren Lebzeiten auch bleiben, ob wir das nun wollen oder nicht.
Der Tommy hat's versucht, der Russe auch (mit WEITAUS mehr Truppen als wir) und beide sind gescheitert. Wir müssen da raus, solange wir noch können.
Und da Pakistan eine Atommacht ist und wie man sehen konnte schnell stürzbar wäre, wäre es fatal, von heut auf morgen, ohne plan, rauszugehen. Denn die "Taliban" waren im Swattal und kurz vor Islamabad gewesen und so stabil ist die Regierung in Pakistan auch nicht.
Nein, nicht richtig. Du gehst in deiner Analyse davon aus, daß die Tal-e-ban ein monolithischer Block seien, mit einem Anführer und festen Strukturen. Die Bezeichnung an sich wird im Westen verwendet für jedem, der ihm in Afghanisaten Widerstand leistet, das ist aber Unsinn - sobald wir da raus sind, werden die das tun, was sie seit Jahrhunderten tun: Sich gegenseitig befehden in Form von Stammeskämpfen oder in Form von Kriegen um diese Provinz oder Jene. Wenn es wirklich darum ginge, irgendwelche Islamisten auszuschaulten oder "Bin Laden" zu finden: Glaubst du ernsthaft, die Amis brauchen dafür acht Jahre und das völlig ergebnislos? Das ist gar nicht der wahre Grund der NATO-Präsenz dort.

Verfasst: Sa 19. Sep 2009, 00:51
von McBryan
So...Und was ist der wahre Grund für die Präsenz der Nato?

Hab ich gesagt, die Taliban haben einen Führer?

Und Deutschland mit Afghanistan verglichen hab ich auch nicht.

Verglichen wurde nur, das die Amis auch lange hier waren und noch immer sind bis es eine Staatsform gab, Regierung usw, und das es nicht selbstverständlich war, das es in Deutschland so gekommen ist. Und ohne die Amis, hätte Frankreich, Deutschland verkommen und zum Agrarland werden lassen und die Bevölkerung auf unter 50millionen Menschen schrumpfen lassen. So einen haß hatten die Franzosen, noch nach dem Krieg, gehabt gegen uns.

Ausserdem bin ich kein Befürworter von diesem unsinnigen Scharmützel. Im Gegenteil, ich wäre gar nicht erst mit gezogen.
Die deutsche Bundesregierung hat sich halt übers Ohr hauen lassen und meinte das wir jetzt mit hin müssten.

Und es gibt noch eine schöne Theorie. Und zwar das die Bush Regierung die Piloten selbst angewiesen hat, (natürlich nicht nach- und beweisbar), in die Türme zu fliegen um einen Grund zu haben in Afghanistan einzumarschieren.
Der Bush Regierung traute ich alles zu.

Warum die USA plus Nato einmarschiert ist, verschließt sich mir, da ich keinen Grund sehe, ausser diese unmenschlichen Lebensbedingungen.

Rohstoffe gibt es keine in dem Land, ausser den bislang bekannten.

Verfasst: Sa 19. Sep 2009, 01:05
von McBryan
Ich hab von Deutschland geredet und nicht von Österreich.

Und die Russen haben Ostdeutschland/ DDR erst nach der Einigung verlassen.
Und da bin ich ganz ihrer Meinung, Herr Majere, das wir da raus sollten.

Verfasst: Sa 19. Sep 2009, 01:26
von Palin Waylan-Majere
Original von McBryan
Und die Russen haben Ostdeutschland/ DDR erst nach der Einigung verlassen.
Die Amis sind immernoch da. Juhu! ;)

Verfasst: Sa 19. Sep 2009, 14:54
von McBryan
Ja sind sie.;)
Es soll auch atomare Sprengköpfe geben in Deutschland,, die die Amis hier stationiert haben, aber wenn man den Medien alles glauben würde, würde ich auch Herrn Sack jedes Wort glauben.

Ach, übtigens fängt Herr Carstensen an um die Grünen zu buhlen, weil die Mehrheit für Schwarz/Gelb laut Umfragen brökelt.

CDU hat in Schleswig-Holstein, nur noch 32%, wenn das auch am Wahlabend zutreffen würde, würde es mich sehr freuen.
Nur solche hohen verluste bringt die CDU zum nachdenken.

Verfasst: Sa 19. Sep 2009, 15:04
von Sven Wenzel
Carstensen ist doch so ungefähr der unfähigste MP, den es jemals in Schleswig-Holstein gab, wenn man es mal drastisch ausdrücken will. Das Land steht in einer seiner größten Krisen und der Vorsitzende des ganzen Wahnsinns ist ein Li-La-Launebär erster Güte, der monatelang von Ralf Stegner vorgeführt wurde. Mit Grausen erinnere ich mich an das Interview im heute-journal kur nach Koalitionsbruch, wo "das rollende Buffet" schon einfachste Fragen komplett überforderten.

Zur angedachten Lösung in Thüringen: Wirklich interessant. Die Grünen scheinen ja gesprächsbereit. Ich bin mal gespannt, wie die SPD das Angebot aufnimmt.