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Verfasst: Mo 6. Okt 2008, 23:54
von Kreittmayr
Mir persönlich wäre es schon recht, wenn aus der Massenkultur eine Kultur von Individualisten werden würde. Dann fänden sich die aristoi schon. Und welche Eigenschaften sie haben, kann man in historischer Perspektive nachlesen bei Edwin Locke: "The Prime Movers. Traits of the Great Wealth-Creators", und in systematischer Perspektive bei Tara Smith: "Ayn Rand's Normative Ethics. The Virtuous Egoist".

Verfasst: Di 7. Okt 2008, 00:05
von Konrad Grimm
Original von Kreittmayr
Mir persönlich wäre es schon recht, wenn aus der Massenkultur eine Kultur von Individualisten werden würde.
Die Masse der Menschen ist nicht zu irgendetwas höherem fähig. Der Glaube an die Gleichheit der Menschen ist der fundamentale Fehler aller neuzeitlichen Ideologien. Ebenso könnte man über die Gleichheit der Tiere sprechen, wenn sich Wolf und Lamm gegenüberstehen.

"Die Massen scheinen mir nur in dreierlei Hinsicht einen Blick zu verdienen: einmal als verschwimmende Copien der grossen Männer, auf schlechtem Papier und mit abgenutzten Platten hergestellt, sodann als Widerstand gegen die Grossen und endlich als Werkzeuge der Grossen; im Übrigen hole sie der Teufel und die Statistik!" - Nietzsche

Verfasst: Di 7. Okt 2008, 00:18
von Joseph A. Gladstone
Original von Kreittmayr

Das freut mich zu hören. Wenn man mal die sog. Libertären hier ausblendet, kenne ich eigentlich auch nur Leute, denen er sehr gefallen hat. Ich würde mich dann jedenfalls für deine Meinung über das Buch interessieren. :)
Ich werde mich dann zu gegebenem Zeitpunkt dazu äußern, ein Austausch ist ja immer interessanter, als es nur zu lesen.

Verfasst: Di 7. Okt 2008, 00:25
von Kreittmayr
Original von Joseph A. Gladstone
Ich werde mich dann zu gegebenem Zeitpunkt dazu äußern, ein Austausch ist ja immer interessanter, als es nur zu lesen.
Ja, eben. Danke. :)

Verfasst: Di 7. Okt 2008, 17:15
von Literoy Goldheart
Original von Kreittmayr
Mir persönlich wäre es schon recht, wenn aus der Massenkultur eine Kultur von Individualisten werden würde.
Da ist das Internet sicherlich der wesentliche Schritt. Mit der Techno-Generation "We are one family" blablabla konnte ich mich nie anfreunden, allerdings muss man auch bedenken das Individualität auf verschiedenen Ebenen stattfindet - das sich jemand in grün-gelbe Karos kleidet dient sicherlich als Alleinstellungsmerkmal, wenn er aber nach wie vor die BILD liest, hilft das alles nichts.

Verfasst: Di 7. Okt 2008, 17:58
von Kreittmayr
Naja, zum einen sind Nonkonformismus und Individualität nicht das gleiche; zum anderen würde Individualität als gesellschaftliches Leitbild eine weitgehend vernunftorientierte Kultur voraussetzen, und die haben wir leider derzeit nicht. Entsprechend sollte man vielleicht damit beginnen, die richtigen Ideen in die Kultur und die Erziehung zu bringen. Ich glaube nicht, dass das Internet allein da etwas bewirken kann.

Verfasst: Di 7. Okt 2008, 19:00
von Damian Fuller
Original von Konrad Grimm
Nicht demos, sondern aristos ist zur Herrschaft berufen.
Zur Herrschaft vielleicht schon. Aber auch zum Wirtschaften? Bzw. sollte/n der/die vorausschauende/n Herrscher nicht die Wirtschaft denen überlassen, die das am Besten können. Und diese schälen sich vermutlich eher im Wettbewerb heraus als durch Zuteilung.

Verfasst: Mi 8. Okt 2008, 03:00
von Konrad Grimm
Islands Regierungschef: Staatsbankrott nicht auszuschließen

Verfasst: Mi 8. Okt 2008, 03:06
von Konrad Grimm
Original von Damian Fuller
Und diese schälen sich vermutlich eher im Wettbewerb heraus als durch Zuteilung.
Wettbewerb herrscht sowieso immer, wo kein absolutes Monopol besteht.

Wir müssen aber zum Beispiel auch unseren Wohlstandsbegriff überdenken. Besteht nicht ein Großteil der kapitalistischen Marktwirtschaft darin, dass die Unternehmen Bedürfnisse befriedigen, die ihre eigenen Marketingabteilungen überhaupt erst erschaffen haben?

Verfasst: Mi 8. Okt 2008, 08:27
von Susan Jefferson
Original vo Kreittmayr
Ich gaube, darüber kann man ausgesprochen unterschiedlicher Ansicht sein. Ich weiß nicht, was Du von ihr gelesen hast. Sollten es die deutschen Übersetzungen gewesen sein, dann vergiss es. Das ist nicht Rand, sondern Dreck. Die literarische Qualität Rands eröffnet sich einem nur, wenn man sie im englischen Original liest
Danke, meine Lektion über die ästhetische Schönheit von Übersetzungen habe ich im Lateinunterricht gelernt, entsprechend lese ich Bücher bevorzugt in ihrer Originalsprache, sofern ich diese lesen kann.

Und mal ernsthaft: du findest Atlas Shrugged sprachlich schön?? Fändest dessen Stil auch schön, wenn der Roman eine andere Philosophie beschreiben und verfechten würde? ;)
Original von Konrad Grimm
Islands Regierungschef: Staatsbankrott nicht auszuschließen
Sollen wir ein Spiel spielen? Jeder nennt abwechselnd ein Land, das längst bankrott ist ;)