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Verfasst: So 14. Mär 2010, 17:52
von Hajo Poppinga
Interessante Lektüre. ;)

Verfasst: So 14. Mär 2010, 17:54
von Lord Macshire
Original von Helen Bont
Zur WiSim: wenn wir diese nicht mittelfristig einführen, und so eine stabile Grundlage für Steuereinnahmen schaffen, wird die Union ihren finanziellen Verpflichtungen irgendwann nicht mehr nachkommen können.
Was paradox ist, da die WiSim genaugenommen ja erst die Grundlage bietet, um finanzielle Transaktionen zu gewährleisten. Ohne WiSIm, also keine finanziellen Verpflichtungen.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 18:04
von Melissa Adelaide
Original von Palin Waylan-Majere
Auf der Basis von "soll das verdammte Ding doch den Ausguss hinuntergehen!" kann man natürlich bestes diskutieren. Ihre Ansicht vom Einreißen einer ethischen Grenze ist faktisch ein Denk- und Redeverbot.
Auf einer grünen Wiese sitzend kann meinetwegen jeder mit jedem über alles grübeln und streiten. Aber darum geht es ja weder Ihnen, noch der Unionskanzlerin. Sie beide wollen eine Diskusison anstoßen bzw. führen, die im Ergebnis in einer praktischen Entscheidungsfindung mit erheblichen Auswirkungen auf das Leben anderer Menschen münden soll. Und an dieser Stelle gilt, es den Anfängen zu wehren! Vom Volk bezahlte Volksvertreter sollten gar nicht erst diskutieren, was sie sowieso nicht zu beschließen haben.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 18:06
von Helen Bont
Original von Melissa Adelaide
Womit Sie, Frau Unionskanzlerin, bereits eine ethische Grenze niederreißen.

"Wehrpflicht ist Sklaverei, und ich finde nicht, dass irgendein Volk oder irgendeine Nation das Recht hat, sich selbst um den Preis von irgendjemandes Versklavung zu retten, egal wie man es bezeichnet. [...] Wenn ein Land sich nicht durch den freiwilligen Dienst seiner eigenen freien Bürger retten kann, dann sage ich: soll das verdammte Ding doch den Ausguss hinuntergehen!" (Robert Heinlein, Übersetzung aus dem Englischen von mir)
Ich halte nichts von Tabus, an die man nicht rütteln darf. Genauso wenig halte ich etwas von Versuchen, Diskussionen von vornherein zu ersticken.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 18:08
von Helen Bont
Original von Lord Macshire

Was paradox ist, da die WiSim genaugenommen ja erst die Grundlage bietet, um finanzielle Transaktionen zu gewährleisten. Ohne WiSIm, also keine finanziellen Verpflichtungen.
Mit WiSim meine ich jetzt nicht den reinen Zahlungsverkehr und das Kontensystem, was wir ja bereits haben, sondern die Möglichkeit, betriebswirtschaftlich aktiv zu werden und Gewinne zu erzielen, die wiederum Grundlage für eine Besteuerung sind.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 18:26
von Melissa Adelaide
Original von Helen Bont
Ich halte nichts von Tabus, an die man nicht rütteln darf. Genauso wenig halte ich etwas von Versuchen, Diskussionen von vornherein zu ersticken.
Ich bitte meine auf Herrn Waylan-Majaeres Erwiderung hin erläuterte Einschränkung zu beachten. Privat und persönlich darf jeder über alles nachdenken und alles als philosophisch gerechtfertigt oder zweckmäßig vertreten. Dem Staat müssen aber in dem von ihm nur erwogenen Handlungen von vornherein rigide Grenzen gesetzt werden.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 18:28
von Pandora Friedmann
Der Bereich zur Wehrpflicht liest sich wie die Argumentation von stark Konservativen. Ich bin negativ von Ihnen überrascht, Mr. Waylan-Majere - ein weiteres Mal.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 18:31
von Sean William Connor
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Pressemitteilung des SPDU-Landesverbands Roldem:
NEIN ZUR WEHRPFLICHT!

Der SPDU Landesverband Roldem wiest den neuerlichen Vorschlag der Genossen aus Heroth zurück und spricht sich entschieden gegen eine Einführung der Wehrpflicht aus. Wir teilen nicht die Einschätzung, dass die Soldatinnen und Soldaten schleichend zu Söldnern mutieren, weil es keine Wehrpflicht gibt. Die Soldatinnen und Soldaten in den Unionsstreitkräften benötigen keine Wehrpflicht, um demokratieverträglich zu sein. Sie sind es schon und sie bilden schon längst das Rückgrat unserer demokratischen Gesellschaft. Eine sozialdemokratische Politik muss darauf hinwirken militärische Institutionen weltweit obsolet zu machen und den Bürgerinnen und Bürger nicht noch in veraltete Zwangsdienste zu schieben.

Die Antwort auf die Fragen der WiSim wird aus Heroth ebenso unzureichend beantwortet. Es kann nicht sein, dass die Verantwortlichen in unserer Gesellschaft es nicht hin bekommen die WiSim zu aktivieren und die Lösung der Verzicht bedeutet.

Einverstanden sind wir hingegen mit der Einschätzung der Genossen bezüglich der letzten Wahl zum Unionsparlament.

Für den Landesvorstand
Dr. Sean William Connor

Verfasst: So 14. Mär 2010, 18:48
von Helen Bont
Original von Melissa Adelaide

Ich bitte meine auf Herrn Waylan-Majaeres Erwiderung hin erläuterte Einschränkung zu beachten. Privat und persönlich darf jeder über alles nachdenken und alles als philosophisch gerechtfertigt oder zweckmäßig vertreten. Dem Staat müssen aber in dem von ihm nur erwogenen Handlungen von vornherein rigide Grenzen gesetzt werden.
Sei es die grüne Wiese, der akademische Elfenbeinturm, die freie Presse oder das Plenum des Parlaments: wenn Personen oder Personengruppen der Überzeugung sind, dass ein bestimmtes Thema zur Sprache kommen muss, dann werden sie es zur Diskussion stellen dürfen. Man mag mit ihrer Begründung, den vorgeschlagenen Konsequenzen oder generell mit der Thematik übereinstimmen oder nicht, in einem Land, das stolz ist auf das Praktizieren der Meinungs- und Diskussionsfreiheit, wird man die Diskussion aushalten müssen.

Jeder Eingriff in die individuellen Freiheitsrechte bedarf der besonderen Rechtfertigung, dass ist doch unstrittig. Deswegen aber gleich die Diskussion unterbinden, halte ich doch für eine Überreaktion.

Verfasst: So 14. Mär 2010, 18:56
von Melissa Adelaide
Soweit ich weiß erhalten die Mitglieder des Unionsparlamentes jedes eine Diät aus Steuergeldern? Dann können die Steuerzahler denke ich erwarten, dass diese jedenfalls in ihrer Eigenschaft als Parlamentarier auch nur Themen diskutieren bei denen "hinten was rauskommt" (Formulierung nach einem Zitat Helmut Kohls).

Zu welchem Ergebnis soll eine Diskussion über Sklaverei kommen?