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Original von Matt Suchard
Nein, sicherlich nicht. Aber sollte z.B. eine Bewerberauswahl nicht nach objektiven Gesichtspunkten geschehen. Es darf einfach nicht sein, dass jemand auf Grund seiner Rasse, seiner Herkunft, Alter, Geschlecht, etc.pp. benachteiligt werden darf.

Diese Praxis darf wiederum natürlich keine extremen Blüten treiben und ist auch wirklich schwer gesetzlich zu fixieren, aber gehört es nicht auch zur Freiheit eines Individuums sich frei zu entfalten und trotzdem gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt, an den Universitäten etc. zu haben?
Nehmen wir mal das Geschlecht. Was passiert vielen jungen Frauen? Sie bekommen Kinder. Was tun sie dann? Sie bleiben zu Hause und kümmern sich, ganz wie Mutter Natur es eingerichtet hat, um ihren Nachwuchs. Schon 6 Wochen vor der Geburt dürfen sie nicht mehr arbeiten, und kriegen weiter ihr Gehalt. Das geht auch 8 Wochen nach der Geburt so. Dann haben sie Anspruch auf bis zu 3 Jahre Mutterschaftsurlaub, der zwar unbezahlt ist, aber danach hat die Frau Anspruch, wieder auf ihren Arbeitsplatz zu kommen.

Jetzt stellen wir uns mal vor, wir stellen eine Frau ein, nachdem uns ein Mitarbeiter plötzlich verlassen hat. Die Arbeit, die sie tut, ist sehr wichtig für unser Unternehmen. Am ersten Arbeitstag kommt sie und sagt uns, dass sie schon seit 2 Wochen weiß, dass sie schwanger ist. Das hat sie uns bei der Einstellung verschwiegen. Wir können uns also bald wieder auf Mitarbeitersuche machen.

Bis sie in Mutterschutz geht, wird die Frau aber Kosten durch die Einarbeitung, Fehler usw. verursachen, diese Kosten aber nicht wieder reinbringen. Zumal wir in ihrem Mutterschutz auch noch das Gehalt 2 Mal zahlen dürfen.

Wirst du nun bei der nächsten Einstellung eher einen Mann (der nicht schwanger werden kann und daher risikoärmer ist) oder eine Frau (bei der du dasselbe Risiko) hast einstellen?

Diskriminierung hat eben manchmal auch was mit Vernunft zu tun.
 

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Beitrag von Matt Suchard »

Es geht mir nicht um irgendwelche positiven Rechte.
Es geht mir schlicht und ergreifend darum, dass man einen objektiv gesehen passenden Bewerber (um bei dem obrigen Beispiel zu bleiben) aufgrund der Reduktion auf ein subjektives Entscheidungskriterium aussiebt, ablehnt oder was auch immer.

Natürlich kann man IMO gerne subjektive Anforderungen stellen, so lange diese begründet sind und somit wieder zu objektiven Entscheidungskriterien werden. Einfach herzugehen und zu sagen, dass der Bewerber nicht passt, da er einen dunklen Teint hat und somit potentiellen Migrationshintergrund ist menschen- und volksverhetzend. In der DDR stand genau das auch unter Strafe... 8)
 

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Original von Matt Suchard
Es geht mir nicht um irgendwelche positiven Rechte.
Es geht mir schlicht und ergreifend darum, dass man einen objektiv gesehen passenden Bewerber (um bei dem obrigen Beispiel zu bleiben) aufgrund der Reduktion auf ein subjektives Entscheidungskriterium aussiebt, ablehnt oder was auch immer.

Natürlich kann man IMO gerne subjektive Anforderungen stellen, so lange diese begründet sind und somit wieder zu objektiven Entscheidungskriterien werden. Einfach herzugehen und zu sagen, dass der Bewerber nicht passt, da er einen dunklen Teint hat und somit potentiellen Migrationshintergrund ist menschen- und volksverhetzend. In der DDR stand genau das auch unter Strafe... 8)
Und wenn mir ein objektiv passender Bewerber ganz einfach persönlich unsympathisch ist?
 

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Beitrag von Matt Suchard »

Ja, da hast Du sicherlich Recht mit deinem Beispiel, aber auch hier muss man vorsichtig sein, da es wiederum nicht sein darf, dass man dieses Verhalten auf alle Frauen projiziert und somit ein ganzes Geschlecht pauschalisiert.

Deswegen finde ich es zB schwachsinnig, dass es nicht erlaubt ist, während eines Bewerbungsgespräches nach einer Schwangerschaft bzw. Familienwünschen zu fragen. Dies muss erlaubt sein, da ansonsten die Personalplanung ad absurdum geführt wird.
 

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Beitrag von Matt Suchard »

Original von Oliver von Palm
Und wenn mir ein objektiv passender Bewerber ganz einfach persönlich unsympathisch ist?
Dann schiebe ich objektive Gründe vor... 8)

"Bewerber zeigt nicht die für die Stelle geforderte soziale Kompetenz..."
 

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Ja, da hast Du sicherlich Recht mit deinem Beispiel, aber auch hier muss man vorsichtig sein, da es wiederum nicht sein darf, dass man dieses Verhalten auf alle Frauen projiziert und somit ein ganzes Geschlecht pauschalisiert.

Deswegen finde ich es zB schwachsinnig, dass es nicht erlaubt ist, während eines Bewerbungsgespräches nach einer Schwangerschaft bzw. Familienwünschen zu fragen. Dies muss erlaubt sein, da ansonsten die Personalplanung ad absurdum geführt wird.
Nur ist es leider so, dass die politisch Korrekten dafür gesorgt haben, dass die Frage nach einer Schwangerschaft oder Familienplanung als diskriminierend gilt und somit unzulässig ist. Eine Personalrechtsdozentin sagte mir mal auf eine kritische Frage meinerseits: Sie fragen doch einen Mann auch nicht, ob er schwanger ist.

Dazu fiel mir damals echt nichts mehr ein. Die Antwort hätte eigentlich den Dümmlichkeitsaward verdient.
 

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Dann schiebe ich objektive Gründe vor... 8)

"Bewerber zeigt nicht die für die Stelle geforderte soziale Kompetenz..."
Siehst du. Da ist "Halte Frauen für unfähig, habe eine Abneigung gegen Türken" oder sonstwas doch viel ehrlicher, wenn es so ist.
 

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Beitrag von Matt Suchard »

Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.

Niemand verlangt von einem Arbeitgeber "unsympathische", sozial nicht integrierbare Menschen einzustellen. Eine Ablehnung aufgrund "unüberwindbarer persönlicher Differenzen" ist daher nach meiner Moral- und Rechtsauffassung zulässig.
 

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Beitrag von Hajo Poppinga »

Diese ganze staatliche Gängelei bringt doch nichts. Es müßte vielmehr darum gehen, Vorurteile usw. abzubauen, anstatt diese beizubehalten und nur den Unmut weiter durch solche Gesetze zu schüren. Wenn jemand bspw. einen Homosexuellen nicht einstellen möchte, weil dieses seine tiefe religiöse Überzeugung ist, so sollte das auch weiterhin möglich sein.

Andererseits kann es natürlich nicht angehen, wenn jemand nur aufgrund der Hautfarbe eine Stelle nicht erhält. Hier ist aber Aufklärung gefragt, nicht staatliche Gängelei.
 

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Beitrag von Matt Suchard »

Wie sieht es eigentlich bei Unternehmen mit kirchlichen Trägern aus? Meines Wissens sind vor allem bei kirchlichen Kitas immer noch nur Personen, die auch in der Kirche sind.

Weiß da jemand zufälligerweise genaueres?
 

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