Tut mir leid aber wenn die Neuprüfung der unter Täuschung der Bürgerorganisationen antidemokratisch zustandegekommenen Genehmigung zur Flughafenerweiterung und die Schaffung von Alternativen zum diskrimierenden Schulsystem für dich "ewiggestrige Forderungen" sind, dann weiß ich wirklich nicht, warum Du in einer Partei bist, die sich zumindest der Form halber sozialistisch nennt.Original von Joseph A. Gladstone
Das ist doch absoluter Quatsch. Sorry, wenn ich das so sage. Aber wenn linke Politik aus ewiggestrigen Forderungen besteht, dann ist die Linke allenfalls ein billiger Abklatsch der Vergangenheit.
Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30

Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Treffender hätte ich es nicht sagen können.Original von James Didot
Zu dem Wortbruch von Ypsilanti möchte ich außerdem noch anfügen. Jeder, der die SPD in Hessen gewählt hatte, mußte doch damit rechnen, daß es eine mögliche Zusammenarbeit mit der Linken geben könnte. Zumal man ja eine Partei idR nicht nach ihren Koalitionsaussagen wählt, sondern nach ihrem politischen Programm, also Energiepolitik, Bildungspolitik, etc...

Beiträge: 5996
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 16:23
Mehrwertsteuererhöhung?Original von Hajo Poppinga
Es verhält sich doch wohl vielmehr so, daß es in der SPD Menschen mit Gewissen und Gespür für das Empfinden der Menschen gibt, die Wissen, daß man herausragende Wahlverbrechen keinesfalls brechen darf, damit man anschließend noch glaubhaft darsteht und seinen Anstand gewahrt hat.
Was in Hessen als Wortbruch hochstilisiert wurde, ist in Hamburg superschlau. Auf die Verrenkungen von CDU und FDP nach der Wahl wurde hier im Thread ja schon eingegangen.
Außerdem haben, abgesehen von Metzger, diese sog. "Rebellen" (Amokläufer wäre passender) in Probeabstimmungen mit Ja gestimmt. Das hat nichts mit Gewissen, Gespür oder Anstand zu tun, das ist entweder korrupt, dumm oder eine Mischung aus beidem. Sorry @ Kauli. Diese Parteirechtsradikalen helfen sich damit ja nicht mal selbst, sondern vernichten die hessische SPD auf Jahre hinaus und beschädigen auch selbst noch den kürzlich ins Amt geputschten Münte samt Schröders Klon Steinmeier.
Die West-CDU hat die Blockparteien CDU und DBD geschluckt, die FDP hat die LDPD und die NDPD aufgenommen. Die Linke in Hessen besteht aus Ex-Sozis und Leuten, die in den 80ern für Abrüstung waren. Das ist ein ziemlich konstruiertes Geschichts"bewusstsein"...Mal ganz davon abgesehen, daß dieser Kreis geschichtsbewußter Abgeordneter bewiesen hat, daß es zum Glück im Westen noch immer ein Tabu ist, mit den SED-Nachfolgern zusammenzuarbeiten.
Palin Waylan-Majere OEL
Altkanzler
Altkanzler
Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Sorry Hajo aber dieser Mist mit "SED-Nachfolgern" ist einfach Unsinn. Das ist so, als wollte man die BRD aus der EU ausschließen, weil sie die Nachfolgerin des 3. Reiches ist. Entweder an den Forderungen oder Praktiken der Linken ist etwas auszusetzen oder nicht. Aber Frau Metzger hat sich mit ihrer Argumentation für die politische Arbeit disqualifiziert.

Beiträge: 11945
Registriert: So 25. Mär 2007, 10:50
Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Beiträge: 5
Registriert: Mi 19. Dez 2007, 23:32
Frankfurter Rundschau vom 30.10.2008 (!): "Zweifel an Landtagsabgeordneter"
Soviel zur spontan ausgebrochenen Heldenverehrung bei manchen. Der Wortbruch von Andrea Ypsilanti war falsch und wurde dementsprechend heute bestraft. Aber Wortbruch hat Carmen Everts genauso begangen.Einige Sozialdemokraten im Kreis Groß-Gerau haben Bedenken, ihre Landtagsabgeordnete Carmen Everts könne bei der Wahl Ypsilantis zur Ministerpräsidentin am 4. November nicht für die SPD-Frau stimmen. Auf dem außerordentlichen Parteitag des SPD-Unterbezirks am Dienstag entbrannte ein heftiger Streit über einen Antrag, in dem die Delegierten von den beiden Landtagsabgeordneten Everts und Renate Meixner-Römer die Zustimmung zur Ypsilanti-Wahl einfordern wollten.
Carmen Everts, die auch Vorsitzende des Unterbezirks Groß-Gerau ist, wies die Zweifel an ihrer Person zurück und sprach von einem Affront. "Ich will den Regierungswechsel, da braucht es keine Aufforderung", sagte sie. Die Zweifel an Everts haben insofern Brisanz, als nur ein Abweichler genügen würde, um die Regierungsbildung aus SPD und Grünen unter Tolerierung der Linken zu kippen. [...]
Ernst Peter Layer vom SPD-Ortsverein Rüsselsheim hatte den Streit mit dem harmlos klingenden Antrag, die Bildung einer rot-grünen Minderheitsregierung Hessens unter Tolerierung der Linken zu unterstützen, ins Rollen gebracht. Jochen Auer vom Groß-Gerauer Ortsverband sprach dann Klartext. Everts könne wegen ihrer politischen Nähe zu Walter die Wahl Ypsilantis gefährden, sagte er und beantragte den Zusatz, die Landtagsabgeordneten zur Wahl Ypsilantis aufzufordern. "Metzger, Walter, Everts - ich möchte die Reihe so nicht sehen", sagte Auer.
Konrad Korzeniowski
Bürger Wislaniens
Bürger Wislaniens
Kaiser
Beiträge: 2902
Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Ypsilanti hat verdient, was heute passiert ist. Diese Frau ist grenzenlos dumm. Dass es so jemand beinahe an die Spitze einer Landesregierung geschafft hätte, bestätigt die These der Negativauswahl. Sie hatte nicht mal ihre Fraktion im Griff - wie will so jemand ein Land regieren?
Kaiser
Beiträge: 2902
Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Kaiser
Beiträge: 2902
Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Entnommen meinem Lieblingsblog, bestätigt von mir mit beifälligem Kopfnicken:
"Ihre [Frau Metzgers] anderen 3 Kolleginnen und Kollegen müssen sich aber in der Tat fragen lassen, ob sie unter dem Stichwort “politische Verantwortung” nicht schwer auf dem falschen Planeten ihre Zelte aufgeschlagen haben. Man konnte das geplante Politabenteuer von Frau Ypsilanti unterstützen oder man konnte dagegen sein, und beides mit durchaus guten Argumenten. Aber man kann ja wohl schlecht monatelang mit den Wölfen heulen, sogar noch federführend in vorderster Front am geplanten Vorhaben mitwerkeln, aber dann, wenn’s zum Schwur kommt, sich plötzlich hinstellen und sagen: “Och nö, will ich jetzt aber doch nicht mehr!”. Und das, allem Anschein nach, keineswegs aus “politischer Überzeugung” sondern offensichtlich aus nichts anderem als verletzter Eitelkeit. In keinem Unternehmen, ja noch nicht mal in irgendeinem popeligen Kleingärtnerverein, wären diese 3 Damen und Herren jetzt noch satisfaktionsfähig. Sie sind schlicht Armleuchter, man möge mir die harsche Ausdrucksweise verzeihen. Jegliche “Heldenverehrung” ist hier völlig fehl am Platz, mit Ausnahme wie gesagt von Dagmar Metzger, die von der ersten bis zur letzten Minute standhaft blieb und daher jetzt auch niemanden mehr überraschte. Dass die 3 Abgeordneten, unter ihnen Ypsilantis Stellvertreter Jürgen Walter, jetzt treuherzig meinen, sie würden ja aus “Gewissensgründen” handeln, ihre Mandate behalten wollen und gerne weiterhin mit der Fraktion zusammenarbeiten, darf man mit Fug und Recht als “Totalverarsche” der Partei und aller übrigen Abgeordneten bezeichnen. Wenn die hessische SPD daher auch nur noch einen Funken Ehrgefühl in sich trägt, schmeißt sie diese 3 Verräter hochkant aus ihren Reihen, noch bevor sich der Tag dem Ende neigt."
"Ihre [Frau Metzgers] anderen 3 Kolleginnen und Kollegen müssen sich aber in der Tat fragen lassen, ob sie unter dem Stichwort “politische Verantwortung” nicht schwer auf dem falschen Planeten ihre Zelte aufgeschlagen haben. Man konnte das geplante Politabenteuer von Frau Ypsilanti unterstützen oder man konnte dagegen sein, und beides mit durchaus guten Argumenten. Aber man kann ja wohl schlecht monatelang mit den Wölfen heulen, sogar noch federführend in vorderster Front am geplanten Vorhaben mitwerkeln, aber dann, wenn’s zum Schwur kommt, sich plötzlich hinstellen und sagen: “Och nö, will ich jetzt aber doch nicht mehr!”. Und das, allem Anschein nach, keineswegs aus “politischer Überzeugung” sondern offensichtlich aus nichts anderem als verletzter Eitelkeit. In keinem Unternehmen, ja noch nicht mal in irgendeinem popeligen Kleingärtnerverein, wären diese 3 Damen und Herren jetzt noch satisfaktionsfähig. Sie sind schlicht Armleuchter, man möge mir die harsche Ausdrucksweise verzeihen. Jegliche “Heldenverehrung” ist hier völlig fehl am Platz, mit Ausnahme wie gesagt von Dagmar Metzger, die von der ersten bis zur letzten Minute standhaft blieb und daher jetzt auch niemanden mehr überraschte. Dass die 3 Abgeordneten, unter ihnen Ypsilantis Stellvertreter Jürgen Walter, jetzt treuherzig meinen, sie würden ja aus “Gewissensgründen” handeln, ihre Mandate behalten wollen und gerne weiterhin mit der Fraktion zusammenarbeiten, darf man mit Fug und Recht als “Totalverarsche” der Partei und aller übrigen Abgeordneten bezeichnen. Wenn die hessische SPD daher auch nur noch einen Funken Ehrgefühl in sich trägt, schmeißt sie diese 3 Verräter hochkant aus ihren Reihen, noch bevor sich der Tag dem Ende neigt."
Zuletzt geändert von Anonymous am Mo 3. Nov 2008, 17:29, insgesamt 1-mal geändert.

