Original von Patrick Behrens-Nilsson
Wie kommt es eigentlich, dass sich in den USA nur die beiden großen Parteien etablieren konnten? Ich finde das ein Stück weit erschreckend.
Diese Feststellung ist so ja nun alles andere als aussagekräftig: auf der Ebene des Bundes spielen nur zwei Parteien eine Rolle, schon in so manchem Bundesstaat sieht das Parlament hingegen merklich bunter aus (bestes Beispiel: Vermont). Der Löwenanteil der politischen Entscheidungen mit dem weitaus größten Einfluss auf den Alltag der Menschen wird endlich auf kommunaler Ebene getroffen, wo sich von Gegend zu Gegend ganz unterschiedliche Parteien etablieren konnten, und viele Fragen auch in direktdemokratischen Verfahren entschieden wurden.
Berücksichtigt man dann noch, dass sich in den Vorwahlen der beiden großen Parteien insgesamt sechszehn Kandidaten um ihre Nominierung als Präsidentschaftskandidat bemüht haben, von denen - je nachdem, welche Maßstäbe man anlegt - mindestens sechs (McCain, Romney und Huckabee bei den Republikanern sowie Obama, Clinton und Edwards bei den Dekomkraten) Bewerber als ernsthaft aussichtsreich galten ist die Auswahl wesentlich größer als z. B. in Deutschland mit seinen aktuell sechs Parteien im Bundestag (ja, es sind sechs: CDU, CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Grüne, Linke).
Könnte ich wählen, hätte ich auch lieber das US-System
