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http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 14,00.html
Herr Sarkozy, seines Zeichens Staatschef eines bedeutenden kapitalistischen Staates, schlägt angesichts der jüngsten Krise des Kapitalismus die Teilverstaatlichung großer Konzerne vor. Was Leute wie Marcuse einst am Nationalsozialismus diagnostizierten - dass der Kapitalismus bei seinem krisenhaften Zerfall durch den kapitalistischen Staatsapparat zum totalitären Staatskapitalismus kollabiert - und was angesichts der Erfolgsstory des Kapitalismus verworfen wurde, ist jetzt wieder brandaktuell. Dazu passt besonders, dass dieser Vorschlag von einem Machtpolitiker wie Sarkozy kommt, dem wenig an politischen Ideen gelegen ist.
Herr Sarkozy, seines Zeichens Staatschef eines bedeutenden kapitalistischen Staates, schlägt angesichts der jüngsten Krise des Kapitalismus die Teilverstaatlichung großer Konzerne vor. Was Leute wie Marcuse einst am Nationalsozialismus diagnostizierten - dass der Kapitalismus bei seinem krisenhaften Zerfall durch den kapitalistischen Staatsapparat zum totalitären Staatskapitalismus kollabiert - und was angesichts der Erfolgsstory des Kapitalismus verworfen wurde, ist jetzt wieder brandaktuell. Dazu passt besonders, dass dieser Vorschlag von einem Machtpolitiker wie Sarkozy kommt, dem wenig an politischen Ideen gelegen ist.

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Da ist natürlich was dran, das ändert aber nichts daran, dass es die Rolle des Staates im Kapitalismus verdeutlicht. Seine Aufgabe besteht darin, den Kapitalismus im Sinne der ökonomischen Herrschaft des Großkapitals aufrecht zu erhalten. Wenn er als Träger von Stabilität versagt, springt der Staat ein, um seinen Bestand zu garantieren.

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Jungspund
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Ist das nicht ein bisschen zu viel Spätmarxismus für die komplexe Welt?Original von Montgomery Scott
Da ist natürlich was dran, das ändert aber nichts daran, dass es die Rolle des Staates im Kapitalismus verdeutlicht. Seine Aufgabe besteht darin, den Kapitalismus im Sinne der ökonomischen Herrschaft des Großkapitals aufrecht zu erhalten.
Viele Banken sehen das anders und wollen gar nicht, dass der Staat einspringt und sich darauf folgend auch direkt in die wirtschaftlichen Abläufe einmischt.Wenn er als Träger von Stabilität versagt, springt der Staat ein, um seinen Bestand zu garantieren.
Damian Fuller
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Momentan greift der Staat ein, um zu verhindern das der Kapitalismus zusammenbricht.Original von Michael Schneider
Falsch. Bricht das Kapital zusammen gehts dem Mittelstand an den Kragen. Und ist der futsch hat der Arbeiter nix zu beißen.
Wolfgang Müller
Imperialkanzler der Republik Imperia a.D.
Stellvertretender Vorsitzender der Linken Liste e.V.
Präsident des Imperianischen Fußballverbandes
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Registriert: Mi 14. Mär 2007, 16:23
Marx und die nachfolgenden (Neo-)Marxisten bzw. Vertreter der kritischen Theorie haben ja nun gewiss kein simples Weltbild.Original von Damian Fuller
Ist das nicht ein bisschen zu viel Spätmarxismus für die komplexe Welt?
Wie beurteilst du als Minarchist dieses Vorgehen?
Palin Waylan-Majere OEL
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Kaiser
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Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
LÄ-CHER-LICH!Original von Wolfgang Müller
Momentan greift der Staat ein, um zu verhindern das der Kapitalismus zusammenbricht.
Die US-Notenbank hat die Zinsen auf Wunsch der US-Politik zu niedrig angesetzt, wodurch eine Kreditblase mit kräftiger Hilfe der halbstaatlichen Förderbanken Fannie Mae und Freddi Mac und auch diverser deutscher Staatsbanken aufgebaut wurde.
Was hat das mit Kapitalismus zu tun? Das ist Staatsversagen pur. Und die jetzige Rettung ist der definitive und unumkehrbare Weg in den Staatsbankrott.
Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Was genau hast Du denn daran zu kritisieren? Die Frage nach den "Bewegungsgesetzen" des Kapitalismus ist nun mal eine, die zunächst mal modellhafte Antworten herausfordert.Original von Damian Fuller
Ist das nicht ein bisschen zu viel Spätmarxismus für die komplexe Welt?
"Viele Banken" wollen zunächst mal gar nichts sondern ganz bestimmte Leute, die das Sagen haben und deren Äußerungen daher als die von "vielen Banken" identifiziert werden. Und natürlich wollen diese Leute keine Einmischung des Staates, weil dieser ja im Gegenzug durch mehr Regulierung ihre Entscheidungsgewalt einschränken will.Viele Banken sehen das anders und wollen gar nicht, dass der Staat einspringt und sich darauf folgend auch direkt in die wirtschaftlichen Abläufe einmischt.

Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Das ist kein Widerspruch, im Gegenteil. Der Staat ist ein wichtiger Akteur im Kapitalismus.Original von Konrad Grimm
Was hat das mit Kapitalismus zu tun? Das ist Staatsversagen pur.
Genauer gesagt: Das von Steuergeldern finanzierte Machtinstrument Staat ruiniert sich selbst, um die Riesen der Finanzwirtschaft zu retten, da die Volkswirtschaft bis in ihre dünnsten Glieder von diesen abhängig ist.Und die jetzige Rettung ist der definitive und unumkehrbare Weg in den Staatsbankrott.
